innendämmung? problem wärmebrücken, - lehm?

15.01.2008 Winzerhöfler



hallo zusammen,

bevor ich lang erzähle und keiner versteht um was es geht verweise ich mal auf meine skizze...:

gibt es für diesen Wandaufbau eine ideale dämmungslösung?
bisher schwebte mir eine Innenschale aus Holzleichtlehm vor.
(holzkonstruktion aufgefüllt)
wie kann ich die wärmebrücken an den ecken am besten umgeben?


danke schonmal!



Die



Innendämmung ungefähr einen halben Meter um die Ecke ziehen, dann ist das Problem gelöst.
MfG
dasMaurer



Wie sieht denn der Rest aus?



Zunächst mal ist das Problem von Wärmebrücken bei Innendämmungen quasi proportional zum Dämm (U)-wert der Innendämmung. Je weniger sie dämmt, desto weniger ist die zu erwartende Temperaturdifferenz der Oberflächen und die daraus resultierenden Probleme.
Ulrich hat schon recht, ziehst du die Dämmung um die Ecke, ist es in der Draufsicht gelöst (wie das das mit der Vorsatzschale und dem Versprung dann aussieht mal dahingestellt). Schneidest du deine Bude mal von oben nach unten durch, kommen die Decken dazu.
Weiter wäre interessant, aus welchen Materialien der Rest so besteht.

Gruß Patrick.





danke!

das haus besteht aus einer Gründung und einem Keller aus bruchsteinen. das erste og was hier gezeichnet ist ist aus massiven ziegeln gemauert. innen und die decken ist alles ständerwerk. decken sind aus holz, leichtlehmschüttung, holz.

keiner der Holzbalken "durchbricht" oder tangiert die Mauer zum nachbarn. es könnte demnach eine durchgehende dämmschicht von eg bis dg realisiert werden.



Dann würde ich...



...sofern die Balkenköpfe Richtung Scheune gehen, die Decke öffnen und durchdämmen. Gefühlsmäßig hätte ich bei einer moderaten Dämmung mit Holzweichfaserplatten, die satt an der Wand mit Lehm befestigt sind, das beste Gefühl, auch beim Entfall des "Um die Ecke gehen". Diese Dämmung erscheint mir am sympathischsten. Dafür haben wir hier aber Profis. Bei irgendwelchen Schalen mit Holzkonstruktion kriege ich immer etwas Bauchschmerzen.
Gerade hat in einem anderen Beitrag hat ein Forumskollege zurecht darauf hingewiesen, daß hier gerne Tips zur Innendämmung gegeben werden, ohne auf die Risiken hinzuweisen. Innendämmungen sind halt so eine Sache, aber hier wohl nicht anders zu lösen.
Am besten sprichst du mal unsere Lehmprofis hier direkt an, wegen der Verwendung von Holzleichtlehm versus die Platten und ob sie schonmal diesen Sonderfall hatten.

Gruß Patrick.



Wie bereits von



Ulrich Warnecke und Patrick Neika bereits geschrieben wurde, ist in diesem Fall eine Holzweichfaserplatte die mit Lehmputz an die Wand geklebt und gedübelt werden das sinnvollste.

Die Eckausbildung als Keil auf die von aussen gedämmte Wand wäre hier wohl am besten.

Vorteil: der Keil vergrössert die von Innen beheizte Wandfläche und lässt sich ohne Absatz an die von aussen gedämmte Wand anschliessen.

Grüsse Thomas





ok, das bringt mich dann wohl von der holzleichtlehmschale weg..
welche dicke von Holzfaserdämmplatte ist hier denn sinnvoll?

danke!



Die



Dämmstärke hängt vom Aufbau der alten Wand ab.

An unserem laufenden Bauvorhaben, Massivwand aus Vollziegeln, waren 60 mm Holzweichfaserplatten in Lehm gebettet laut Energieberater ausreichend.

Am besten lassen Sie die Stärke der Dämmplatte von Ihren Fachmann, der den Vollwärmeschutz von Aussen angebracht hat, berechnen.

Grüsse Thomas