Innenwanddämmung

03.09.2004



Es geht mal wieder um die Innenwanddämmung. Bin seit kurzem Besitzer von einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1838. Der Zustand des Hauses ist nicht so schlecht, dass es komplett entkernt werden muss. Auch die Gefache bleiben, bis auf 2 Stellen, wo die Schwellbalken ausgetauscht werden müssen, drin. Die Außenwände bestehen innen aus 6-7cm dicken Lehm. Wir wollen nun zusätzlich noch eine Innendämmung anbringen. Ein Architekt hat mir Porotonsteine empfohlen und der Zwischenraum soll mit Lehm ausgestopft werden. Was haltet ihr von dem Vorschlag? Kann der vorhandene Lehm drauf bleiben? Vielen Dank für Eure Hilfe.



Was hat ...



... der Architekt gegen eine Wand aus Lehmziegeln statt Poroton? Lehm würde viel mehr Sinn machen unter den Aspekten der kapillaren Leitfähigkeit.

Gruß



So oft gefragt,



so oft beantwortet, nicht wundern, dass sich die Fachleute zurückhalten, sie meinen es nicht bös :)

Schauen Sie doch mal hier rein:
Forumeintrag-Eintrag

---Forenreferenz-----------
Innenwanddämmung Porenbeton -
Ich muss mein altes Fachwerkhaus von innen dämmen (Denkmalschutz). Mein Architekt hat mir zu einer Vormauerung mit 7,5cm dicken Ytongsteinen geraten. Den ca. 3-6cm großen Spalt zwischen der Aussenwand und der Ytongwand soll ich mit einem Kork-Lehmmörtel hinterfüllen. Ist diese Aussage zutreffend oder hat schon jemand Erfahrung mit so einem Aufbau?
Vielen Dank für die hoffentlich aufschlussreichen Antworten.
mehr ...
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oder suchen Sie nach Innendämmung oder Ytong in unterschiedlichen Schreibweisen hier im Forum.

Liebe Grüße
Heide



Poroton (porosierter Ziegel)



ist nicht Ytong (Gasbeton). Im Gegensatz zum Gasbeton hat der porosierte Ziegel die Eigenschaft aufgenommene Feuchtigkeit schneller weiter zu transportieren von daher ist er sicher die etwas bessere Alternative.
Allerdings muß er je nach Qualität und je nach Füllung der Gefache in ca 24 cm Stärke eingebaut werden (wenn der EnEV-Nachweis keine von Anhang 3 Tab. 1 abweichenden Wärmedurchgangswerte zuläßt). Das bedeutet eine gesamt Wandstärke von 45-50 cm (wenn Unebenheiten im alten Fachwerk ausgeglichen werden sollen). Ich kenne keine Fachwerkhäuser, deren Räume so bemessen sind, dass sie eine derartige wandstärke verkraften. Außerdem besteht natürlich noch das Problem, dass diese Wände ein solides Fundament benötigen.
Ich bin der gleichen Meinung wie Heide, dass es im Forum bessere Vorschläge für einen Wandaufbau gibt.
Wärmebrücken beachten!



Innenwand Dämmung aus Lehmbaustoffen!!



Guten Tag Lars Umland.
Zu Ihrer Frage die sich im Fachwerkforum gestellt haben würde ich Ihnen raten dass sie einen Wandaufbau mit Lehmbaustoffen wählen.
Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten Information zu suchen
1. sie suchen hier im Fachwerkforum unter Suche geben dort die Begriffe ( Fachwerkdämmung/Innenwanddämmung/Dämmung/) und so weiter ein dort werden die bestimmte fündig
2. im Internet unter www.Claytec.com
3. oder ganz gezielt die Fachleute hier im Fachwerkforum ansprechen bzw. Fragen

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Innendämmung



warum einen anderen Baustoff verwenden, als der bereits eingbaute Lehm?? Innenwanddämmung mit Leichtlehmen als Stampfwand ausführen im ganzen, hat den Vorteil, dass Sie durchgehend den selben Baustoff verwenden. Selbst die sogenannte "Wärmeschutzverordnung" (was auch immer der Sinn dieser Verordnung sein soll) kann erfüllt werden, mit der richtigen Auswahl der Zuschlagsstoffe.
Suchen Sie mal hier in alten Beiträgen.
Tschüß



@Wolf



kann es wirklich angehen, dass man den Sinn einer Wärmeschutzverordnung erklären muß. Vielleicht ist das neue Wort Energieeinsparverordnung leichter zu verstehen.
Natürlich geht es um Einsparungen beim Energieverbrauch und damit auch um die Verringerung der Umweltbelastung. Diese beiden Dinge sollten eigentlich jedem ein großes Anliegen sein.
Übrigens, dass neue Fachwerkhaus gefällt mir gut!! Ich hoffe der Energieverbrach wird nicht zu hoch sein ;-))



Vielen Dank



Hallo,

danke für die Anregungen und Hinweise. Ich werde jetzt noch mal die Lehmsteine und Holzfaserdämmplatten näher unter die Lupe nehmen.

Gruß

Lars