Fußbodenheizung im Altbau mit dem Aufbau möglich ?

30.12.2010



Hallo Freunde des alten Wohnens :-)

wir sind dabei ein Haus zu sanieren und stehen jetzt vor der Frage, die sich je nachdem wen man fragt unterschiedlich beantworten läßt. Daher meine Frage an die Community, die wirklich Erfahrung bei der Ausführung hat.

Im Erdgeschoss unseres Hauses wollen wir einen Fußbodenheizung einbauen. Zur Zeit existiert eine Dielenkontruktion, die ca. (Oberkante Diele bis fester Boden) 14-15 cm hoch ist. (Siehe Bilder)

http://img3.imageshack.us/i/wp000035.jpg/
http://img10.imageshack.us/i/wp000036.jpg/

Die Dielen liegen auf dicken Bohlen auf, die (laut Aussage eines Architekten) warscheinlich nicht für die Tragähigkeit des Hauses, sondern nur für die Dielen eingebracht sind.

Unser Plan ist jetzt, die DIelen, Bohlen und die Schüttung zu entfernen und einen entsprechenden Aufbau und Fußbodenhezung mit Fliesen aufzubringen.

Hat hier schon jemand Erfahrungen bzgl. der Höhe der Aufbauten, System der Heizung, etc. Wir sind für jeden Hinweis dankbar.

Grüße, Jens



Was ist denn



unter der Konstruktion?? Sieht auf den Bildern wie Schlackeschüttung aus.
Grundsätzlich wirkt eine FBH am besten im Betonestrich und in Verbindung mit einem harten Fussbodenbelag. Ein Heizestrich braucht mindestens 5-6 cm Stärke plus Belag, Unter dem Heizestrich brauchts mindestens 12 cm Dämmung und darunter eine tragfähige Schicht, am besten eine Betonplatte.
MfG
dasMaurer



Konstruktion



Super, danke für die schnelle Antwort. Unter der Konstruktion (also Dielen, Schlacke (war richtig) und den Auflagerbalken) ist eine harte Schicht (fühlt sich in etwa an wie Bims, ein wenig härter). Zum Vergleich mit den Kellerdecken sieht es so aus, als ob dies direkt die Kellerdecke ist.

Der Keller soll aufgrund der Beschaffenheit (Betonkeller, nicht extrem feuchtegefährdet, soll jedoch kein Wohnkeller werden) mit einem Betonestrich und einer Außendrainage und in diesem Zug Wärmedämmung versehen werden. Aufgrund der geringen Raumhöhe (ca. 2.00m) soll hier auch nur die Wärmedämmung soviel verlegt werden wie nötig).

Sollte das dann vom Aufbau hinhauen ? Wir sind durchaus bereit auch den Fußboden noch ein wenig höher zu machen im EG, da wir die Türzargen auch austauschen wollen.

Grüße, Jens.



Fußbodenaufbau



Wozu wollen Sie eine Dränung einbauen?
Wozu soll die Dämmung der Kellerwände dienen?

Viele Grüße



Dränung und Dämmung



Die Dränung soll dazu dienen die Wand nicht unnötig mit Feuchtigkeit zu belasten, da der Keller auch für Zwecke wie beispielsweise Lagerung verwendet werden soll. Die Dämmung solle als weiterführende Dämmung der bald aufzubringenden Außendämmung erfolgen.

Erachten Sie eine der Maßnahmen als nicht sinnvoll, wenn man eine Kellersanierung macht ? Wir dachten zuerst auch noch an eine Horizontalsperre für die Außen- und Innenwände, sind aber mittlerweile schon aufgrund der Kosten / Aufwands abgekommen.

Grüße, Jens.



Kellerausbau



Eine Dränung macht nur Sinn, wenn:
- bindiger, wenig durchlässiger Boden als Baugrund ansteht,
- das Gelände sich zum Haus hin neigt.
Gegen das dabei kurzzeitig aufstauende Sickerwasser macht eine Dränung Sinn.

Sie sollten also vorher überlegen ob dieser o.g. Lastfall bei Ihnen überhaupt vorhanden ist.
Ich vermute nicht.
Wenn Sie den Keller nicht als ständig genutzte Aufenthaltsraum nutzen (bei der Deckenhöhe ohnehin ausgeschlossen), ist eine Perimeterdämmung der Kellerwände ebenfalls überflüssig.
Viel einfacher und billiger ist die Dämmung der Kellerdecke.

Viele Grüße