Innendämmung mit Porenbeton?

22.12.2006



Ich spiele mit dem Gedanken, mir ein 4-Familien-Fachwerkhaus von ca. 1900 als Sanierungsobjekt zuzulegen. Baujahr: ca. 1900, Zustand: DDR-üblich - völlig ungedämmt + heruntergekommen, die Substanz ist jedoch 1900-üblich sehr solide.

ca. 2/3 der Fassade bestehen aus Holz-Doppelfenstern von ca. 1980 (ca 40 Stück!).

Ich würde gerne die ultra-teuren Naturprodukte bei der Sanierung umgehen, die ja ohnehin keine vernünftige Dämmung einbringen, habe auch eingesehen, daß Styropor wegen Feuchtigkeitsbildung außen vor ist.

Macht die Alternative, vor "das bißchen " Wand von innen her eine Porenbetonwand vorzusetzen: -leicht und doch- durchlässig einen Sinn?



innendämmung mit porenbeton



Hallo,
Versuche es vielleicht eher mit Poren-Ton-Materialien. Nehmen Feuchtigkeit besser auf und geben besser ab. Auch wenn das öko sein sollte. Eher käm eine Außendämmung mit Holzschalung in frage. zumal bei den vielen Fenstern. Bei durchlässiger Innendämmung setzt sich die feuchtigkeit an der kalten außenmauer ab. Ist die aus Klinker, trocknet das auch im Sommer schlecht weg und geht an die Balken. Bei so einem großen Haus, vielleicht im Winter nur die inneren Räume nutzen. Und gar nicht dämmen.



Frage - Antwort



Hallo

Sie fragen: Macht die Alternative, vor "das bißchen " Wand von innen her eine Porenbetonwand vorzusetzen: -leicht und doch- durchlässig einen Sinn?

Antwort: Wenn Sie eine Durchfeuchtung der Konstruktion mit einhergehender langsamer Zerstörung derselben duch Fäule erreichen wollen -Dann "Ja"

Wenn Sie das nicht wollen - lassen Sie die Finger davon - lassen Sie sich von einem Fachmann ein Sanierungskonzept erarbeiten und handeln Sie danach.

Auch wenn es teurer werden sollte als bei Baldi - Sie werden länger davon haben …

Frohes Fest

FK



Holzverschalung



Danke für den Tipp. aber Holz dämmt ja nicht gerade vorbildlich.

Was müßte denn dann unter das Holz, wenn es kein Styropor sein darf?



Innendämmung mit Porenbeton



Pauschalisierte Ratschläge zur Dämmung kann man nicht abgeben, dazu ist die Problematik zu komplex. Zu viel Innendämmung kann zum Beispiel, bedingt durch Taupunktverlagerung, zur Schädigung des Fachwerkes führen. Neben bauphysikalischen Aspekten zählt auch die Statik eine Rolle. Eine "vorgesetzte" Wand muß ja auf irgend etwas stehen, oder? Wenn Sie mit Gedanken eines Hauskaufs spielen, empfehle ich Ihnen schon bei der Objektauswahl einen Fachmann mit zu Rate zu ziehen, das kostet nicht die Welt und spart hinterher eine Menge Geld und Ärger.

Viele Grüße

Georg Böttcher



Vieles ist möglich, ...



doch wo beginnt Ihr Anspruch?
Was definieren Sie mit "ultra-teuer"?
Naturbaustoffe und -dämmstoffe haben ein sehr große Bandbreite und auch eine dementsprechende Preisschere.
Pauschaliert zu urteilen wäre einfach falsch, denn die verschiedensten Möglichkeiten müssen erst gefunden werden.

@Florian
Die Antwort von unserem Plattformmitglied sollte man sich wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen!!!
Und Definitionen aus der Ferne sind auch schwachsinnig.
Präzise Objektbegehung mit nachheriger Angebotserarbeitung bringt wesentlich objektivere Analysen hervor, die dann Stück für Stück diskutiert werden können.
So erhält man einen realen Überblick über Kosteninvestition, Machbarkeiten und Nachhaltigkeit.

Vorweihnachtliche Grüße
Udo Mühle



als funktionierende Alternative zur Ytong-Vormauerung



empfehle ich eine Vormauerung wahlweise mit 6cm LehmLeichtbauplatten oder 11,5 cm LehmLeichbaublöcken. Mit dem Vormauern muß der Zwischenraum zwischen Vorwand und Fachwerk gefüllt werden.(Homogener Wandaufbau zwecks Feuchteaustausch!) Am besten eignet sich hierfür Leichtlehm bzw. LeichtlehmMörtel.



Holzwolle, Filzmatten von innen



Danke für die Tips.

Inzwischen sind mir Informationen zu Holzwoll- und Filzmatten in die Finger gefallen.

Genauso leicht zu montieren wie Sytrpor, aber durchlässig.

Allerdings sind mir bisher keine Lieferanten, u-Werte der Matten oder gar Preise hierzu begegnet.

Kennt sich hiermit jemand aus?