Innendämmung eines Fachwerkhauses

05.12.2006



Wir wollen die Außenwände unseres Fachwerkhauses von innen dämmen. Das Fachwerk ist ausgemauert, ca. 14cm dick.
Wir haben schon einige Beiträge hier aus dem Forum gelesen und unsere Unsicherheit wird immer größer. Wie kann man eine funtionierende Innendämmung unter Berücksichtigung der aktuellen EnEV. aufbauen? Außerdem soll es bezahlbar sein und wir möchten unsere vorhandenen Baustoffe(Strohlehm, Stroh und Kalkstein) so weit wie möglich nutzen.
Wir freuen uns auf die zahlreichen Antworten...
Heike



Innendämmung Fachwerkwand



Hallo Heike
womit sind die Gefache ausgemauert?
womit ist verputzt worden?
Gruß
Uwe Siepmann





Hallo Uwe,
die Gefache sind mit Ziegelmauerwerk ausgemauert und von außen nur verfugt. Von innen haben wir alles bis auf´s Mauerwerk entfernt.
Gruß
Heike



Innendämmung Fachwerk



Hallo Heike
grundsätzlich sollte eine Fachwerkwand nach aussen immer Diffusionsoffener werden, das heist es kommt sehr auf den baupysikalischen Wert der Klinkersteine an.
Ich denke aber, da das Haus nicht verputzt ist, wird es ein recht "offener" Stein sein.
Bei einer mit Lehmsteinen ausgemauerten Fachwerkwand könnte man auf der Innenseite entweder:
1. eine Holzunterkonstruktion erstellen welche mit einer Putzträgerplatte beplankt wird,so das der Hohlraum mit Wärmedämmlehm verfüllt wird.
oder
2. Innenseitig mit Lehm vorputzen, und eine ca. 6cm Holzwollleichtbauplatte alz Putzträger montieren.
Ob diese Wandaufbauten der EnEV entsprechen sollte nachgerechnett werden.
Noch ein Link zu einem Hersteller von Wärmedämmlehm www.haacke-cellco.de
Das Zeug ist nich ganz billig hat aber super Werte.
MFG
Uwe



Lehmsteine??



Verstehe ich hier was falsch?
Ziegelmauerwerk war gesagt und da gibt´s Tips für Lehmgefache?
Ich würde mal bei Gutex gucken, ob nicht Holzfaser als Zwischendämmung möglich wäre, falls Sie eine Innenwand in Betracht ziehen.

Alles Gute



gute planung und gute ausführung!



hallo heike,
wenn ihr tatsächlich die EnEV-werte erreichen wollt, müßt ihr mit einem sehr starken Wandaufbau rechnen. ihr könnt §16 und §17 checken, nach denen ist eine abweichung von dieser Verordnung möglich.

wichtig bei der innendämmung ist, daß keine hohlräume zur historischen Wand entstehen. dort wäre die kapillare Leitfähigkeit unterbrochen und es könnte zu tauwasserbildung infolge konvektion kommen.

es ist also angeraten, alles gut zu planen, den Taupunkt vorher zu errechnen und dann alles sehr sorgfältig auszuführen, wenn es zu keinen schäden kommen soll.

überlegt auch, ob eine Außendämmung mit Verschalung in frage kommt. das wäre bauphysikalisch einfacher realisierbar und bietet gleichzeitig einen guten wetterschutz.

viel spaß,
kay



Innendämmung eines Fachwerkhauses



Erst mal Danke für die Anregungen und Tips.
Das Fachwerk soll von außen sichtbar bleiben.
Kommt nur Innendämmung in Frage.
Muß ein Mittel zwischen sinnvoller Dämmung und EnEV finden.
Wie ist das denn mit Bestandsschutz und den heute geforderten u - Werten?
Gruß Heike





Hi, habe ähnliche Probleme. Wir wollten eine Trockenbauwand stellen und den Hohlraum mit Mineralwolle ausfüllen. Doch dann hörten wir das dass schlecht ist. Da die Ständerwände schon standen haben wir sie als Schalgerüst benutzt und den entstehenden Zwischenraum mit Leichtbaulehm verfüllt. Das war im Oktober. Mittlerweile ist der Lehm so weit getrocknet das wir damit beginnen wollen die Gibskartonplatten vorzuschrauben, da in den Raum ein Bad kommen soll. Das war eine ziemliche Hauruckaktion und ob das die besste Lösung war weiß ich noch nicht. Vielleicht hätte mann als Dämmstoff aucg Schafwolle oder Hanf nehmen sollen?