Innendämmung

24.06.2002


Hallo, allerseits!
Nachdem wir die Gefache unseres Hauses saniert haben (s. unten), müssen wir das ganze auch innen dämmen. Bislang haben wir folgende Varianten ausgemacht: Leichtlehmdämmung hinter Schilfrohrmatte, Strohleichtlehmsteine, CELLCO, Tektalan- oder Faserdämmplatten. Als Abschluß kommt innen ein Kalk- oder Lehmputz drauf.
Was die Dämmung mit Strohleichtlehmsteinen angeht, bin ich mir nicht sicher, ob wir den druckfesten Unterbau haben, den das recht hohe Gewicht mit sich bringt.
Was ist hier die günstigste und sinnvollste Variante auch vor dem Hintergrund des Verlegens der Strom- und Wasserleitungen? Wie lange sollte die Dämmung vorm Verputzen austrocknen? Welche Probleme bei Verwendung von Dämmplatten können entstehen, wenn sich irgendwann die Gefache wieder "herausarbeiten"? Kann die Innendämmung angefangen werden, bevor die Außenwand fertig saniert ist? Muß die Außenwanddämmung über die ganze Haushöhe gehen, da sonst im Bereich der Decken Wärmebrücken entstehen könnten?
Eine Dämmung unter Verwendung einer dampfsperrenden Folie wollen wir nicht, da diese eigentlich nicht wirklich dichtzubekommen ist (ggf. schon beim Einschlagen von Nägeln zum Aufhängen von Bildern) und somit Feuchtigkeit in die Dämmung gelangen kann. Ist das zu übervorsichtig, oder sollte man das wirklich nicht riskieren?
Vielen Dank nochmals im Voraus, Gruß, Manfred Tessin



Innewnddämmung



Im Fachwerkhaus habe ich mehrfach schon in Lehm gelegte Holzweichfaserdämmplatten verarbeitet und anschließend mit Wandflächenheizung versehen und diese wiederum unter Wärme mit Lehm verputzt. Ich habe somit einen homogenen Wandaufbau, welcher problemlos diffusionsoffen ist und keinen Feuchtigkeitsabriß aufweist. Desweiteren muß ich bei Innendämmungen immer gebäudeumlaufend die Boden- und Deckenrähmung mit dämmen, um dort keine Wärmebrücken zu erhalten. MfG Lehmbude



Innendämmung



Hallo!
In einer Broschüre der Denkmalschutzbehörde von Gießen wird neben Lehmprodukten allgemein Wärmedämmputz empfohlen (ohne Produktempfehlung und genaue Beschreibung was damit gemeint ist).
Ein Verputzer mit Erfahrung in der Fachwerksanierung hat bei uns folgendes aufgetragen:
1. Auf den bestehenden Untergrund (Tonziegel) wurde eine Stukanet-Bewehrung (eine Art Metallgitter) als Putzgrundlage aufgebracht.
2. 4 bis 6 cm eines Wärmedämmputzes der Firma "Bayosan" o.ä. (Mischung aus Mörtel und Styroporkugeln o.ä.) - auf Anfrage schaue ich nach, wie das Produkt genau heißt.
3. Kalkfeinputz
Wahr allerdings nicht billig!

Bin selbst noch auf der Suche nach einer Innendämmung zum Selberbauen. Lehmsteine sind mir, ohne die Statik nachrechnen zu lassen, auch nicht geheuer. Ansonsten habe ich ähnliche Materialien wie oben angegeben gefunden. Eine Adresse: www.claytec.de (Lehmprodukte)
Bin über andere Infos dankbar.
Gruß
Alexander Sonnenburg




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