Da kann man sich nur ärgern




Moin Gemeinde,

da geht die Woche doch gleich richtig ärgerlich los :

http://www.energie-fachberater.de/daemmung/fassadendaemmung/innendaemmung/schlanke-innendaemmung-fuer-wenig-wohnraumverlust.php

Das Blöde ist, das lesen die Leut und glauben es.

Jeden Tag gibt es neue Dumme aber müssen die auch noch den Mund aufmachen oder glauben, das sie ihre Dummheiten der Welt mitteilen müssen.

Verärgerte Grüße und eine gute Woche

M. Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land



Ein gekaufter Artikel!



Auf der Seite der Baustoffhändler, was will man da erwarten?

Grüße



Werbung



Das Netz ist doch mittlerweile voller Werbung, und diese Seite "Energiefachberater" ist ebenso eine rein kommerzielle Werbeplattform.

Aber was ist gegen dieses System im Speziellen zu sagen?



Innendämmung



…und wo liegt das Problem?



In Verbindung...



... mit Fachwerkaufbauten ist ein diffusions- und kapillardichter Aufbau der Dämmung mit einem außerordentlich hohem Schadenspotential versehen...
Und die 6mm Silikatplatte als feuchte- und klimaregulierend zu bewerben ist fast schon ein Witz... ein schlechter, wohlgemerkt...
Die einzelnen Baustoffe der Schichten sind sicherlich irgendwie recylebar, aber als Verbundwerkstoff?

MfG,
sh



Innendämmung dank PUR/PIR-Hartschaum



das Produkt passt wie mein Vorredner schon sagte und erklärte absolut nicht in den Breich Denkmalschutz und Fachwerk wie in dem Artikel empfohlen.

Grüße



Trotzdem



aus Sicht der Händler und Hersteller muss es ja nur 5 Jahre lang "halten". Mich als Privatmann hat noch kein Dämmkonzept für den nachträglichen Einbau im Bestand überzeugt. Ob man die Schadensursache nun aussen oder innen dran klebt ist doch egal. Wenns gut läuft hält es 30 jahre, muss dann fachgerecht entsorgt werden und durch ein dann noch aufwändigeres Konzept ersetzt werden. Das ist doch alles nur noch zum Kopfschütteln.



Kalziumsilikat



@ SH
m.W. sind Kaliziumsilikatplatten u.a. diffusionsoffen und baubiologisch unbedenklich.
Wenn du andere Infos hast, bitte ich dich um entsprechende Quellen.
Danke!
Gruß
Paul



Kalziumsilikat...



... ist in der Tat nicht das Problem... die nur 6mm dicke Schicht stößt dann allerdings auf Alukaschierung als Dampfsperre... ein diffusionsoffener und kapillaraktiver Gesamtaufbau ist dann natürlich nicht gegeben... ziemlich schneller Fachwerk-Tod ist sehr wahrscheinlich...

MfG,
sh



Kalziumsilikat



…dann sind wir uns ja einig.
Im weiteren Text des obigen Links ist die Rede von Innendämmung mit und ohne Dampfsperre, je nach Verwendung.
Es wird im Text auch auf den Fachmann hingewiesen.
Ich weiß, dass Dämmung hier immer sehr kontrovers diskutiert wird.
Aber mit Verteufeln ist niemandem gedient.
Fazit: Dämmung ja, aber richtig.
SG



Dann...



... lies den Text nochmal sorgfältig:

"... und die integrierte Dampfsperre entsteht in einem Arbeitsgang eine wärmebrückenfreie, sichere Innendämmung. Eine Ständerkonstruktion mit zusätzlichen Dampfsperren ist nicht nötig. Der Dämmkern ist mit Alufolie als Dampfsperre und..."

Die beworbene Dämmplatte LINITHERM PAL SIL ist nur beiseitig alukaschiert erhältlich... aber das schützt ja auch noch vor Elektrosmog... vor allem, wenn man im Raum via Wlan solche Pressemitteilungen im www liest...

Dann kommt natürlich noch der obligatorische erhobene Zeigefinger bzgl. EnEv und völlig absurde Rechenbeispiele. Was soll man eine monolithische Ziegelwand mit u-Wert 0,5 auf 0,31 drücken?

MfG,
sh



Innendämmung



ok. Ich habe nicht alles sorgfältig gelesen. Du aber offensichtlich auch nicht.
Denn auch folgende Passagen stehen im Text.

Sollen beispielsweise das Fachwerkhaus oder das denkmalgeschützte Haus eine Fassadendämmung erhalten, bleibt oft nur die Innendämmung. Aber ob mit Dampfsperre, Dampfbremse oder ohne - bei der Innendämmung muss der Fachmann ran.
Denn jedes Haus ist anders, die Innendämmung muss genau auf die bauliche Situation zugeschnitten werden, pauschale Lösungen gibt es nicht. Deshalb rät der Energieberater Hausbesitzern, die Innendämmung von einem Fachmann anbringen zu lassen. Denn ist die Dämmung nicht fachgerecht montiert, drohen Feuchteschäden und Schimmel.
Innendämmung ohne Dampfsperre und Dampfbremse: Diese Systeme zum Beispiel aus Mineralschaumplatten, speziellen Perliteplatten oder Calciumsilikatplatten werden als so genannte diffusionsoffene kapillaraktive Innendämmung bezeichnet. Kapillaraktive Innendämmungen sind der aktuelle Stand der Technik. Sie können Feuchtebelastungen puffern, sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima und wirken gegen Schimmel.