Innendämmung der Kellerwände

24.11.2002



Hallo,
wer kennt sich mit Wärmedämmung von innen der Außenwände im Keller aus? Das Problem ist folgendes: Jedes Jahr im Sommer schwitzten meine Kellerwände. Mitlerweile haben sich die Wandfliesen im Badezimmer abgelöst. Wie kann ich das Temperaturausgleichsproblem in den Griff bekommen ohne von außen neu Isolieren zu müssen? Was für Materialien eignen sich besonders als Wärmedämmung und Untergrund für die neuen Fliesen?
Ich hoffe es gibt jemand der sich mit sowas auskennt und mir gerne zu meinen Fragen weiterhilft. Ich würde mich über ein paar Tipps sehr freuen!



Innendämmung im KG



Nach meine Erfahrungen gibt es eine Lösung durch den Einbau von Silicatplatten. Sie dämmen, aber nicht allzuviel, sie sind stabil, d.h. gut geeignet für den Aufbau von Fliesen (aber bitte verfliesen Sie nicht alles) und sind auch gut als Feuchteregulator (daher nicht alles verfliesen).
M.f.G.
J.E. Hamesse



Nässe im Sommer



Schließen Sie im Frühsommmer die Fenster zum Keller und lassen Sie das Mauerwerk langsam über den Sommer erwärmen. Im Sommer wird der Taupunkt der warmen Luft an der kalten Kellerinnenwand unterschritten und es kommt zum Feuchteniederschlag wie an einem Fenster. Lüften Sie ein wenig im Winter.
Eine Dämmung ist nicht notwendig!





hallo fr. buding,
wir können uns den stellungnahmen unserer beiden community-kollegen voll und ganz anschliessen;
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bei der verwendung von calciumsilikatplatten ist darauf zu achten, dass diese vollflächig aufgeklebt werden, um die Dampfdiffusion sicherzustellen; weiterhin sollte die obefläche nur im minimum -nur spritzwassergefährdeter bereich- gefliest werden, ansonsten nur gespachtelt und gestrichen;
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lüftung wie schon beschrieben, nur im winter, evtl. ist der einbau einer zwangsentlüftung zu prüfen;
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genauso wie evtl. die kombination mit einer wandheizung;
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hoffe ihnen etwas weitergeholfen zu haben;
grüsse aus würzburg



Innendämmung



Bei einer Innendämmung sind Probleme vorprogrammiert. Der Taupunkt verschiebt sich dadurch noch weiter in Ihr Badezimmer hinein. Die Trichterregel besagt dämmen auf der kalten Seite, höchste Dampfdiffusionsdichtheit auf der warmen Seite. Also eine dampfdiffusionsoffene Dämmung auf der Innenseite führt zur starken Kondensation genau hinter dieser Dämmung. Am besten aussen oder gar nicht dämmen, im Winter gut lüften, im Sommer eher Fenster zu lassen und evtl. die Luft entfeuchten, Wandheizung wäre evtl. auch eine gute Idee.

MFG
DIPL.-ING J. Lomani