Feuchteadaptive Dampfsperre bei Innendämmung

22.07.2010



Hallo,

Zunächsteinmal möchte ich loswerden, dass wir uns freuen, nur auch Mitglieder dieses Forums zu sein.

Nun zu meinem Anliegen: Wir wollen unser denkmalgeschütztes Fachwerkhaus (siehe Bild) innendämmen und haben uns grundsätzlich für eine Dämmung mit Holzweichfaserplatte (natürlich ohne Lufteinschluss in Lehmbett) und eine aufmontierte Wandheizung, die in Lehm eingeputzt wird, entschieden. In diesem Zusammenhang sind wir bei der Recherche auf den Einsatz von feuchteadaptiven Dampfsperren gestoßen. Hat jemand Erfahrung auf diesem Gebiet?



Wenn der Aufbau so ausgeführt wird...



... wie beschrieben, dann braucht es keine Dampfbremse.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Eine Feuchteadaptive Dampfsperre



ist ein Dampfbremse die ein variable Bremsewirkung hat Winter/ Sommer. Sowas macht ggf. in der Dachdämmung Sinn aber weniger im Wandbereich. Hier gibt es keine Produkte mit Langzeiterfahrung. Hingegen gibt es bei den von Ihnen angedachten Aufbau Langzeiterfahrungen, wir selbst haben von 15 Jahren schon soche Aufbauten realisiert, die heute noch nachweislich schadensfrei sind.

Die Ausführungsdetails sind natürlich wichtig.

Grüße aus Koblenz



Entscheidung überdenken



Hallo

Eine Innendämmung ist sehr heikel - auch wenn die Lehm und Holzdämmstofflobby das gerne geringschätzt (die Risiken) und Zahlenwerte und System konforme Aufbauten etc. vorgibt. (die wollen ja verkaufen)

Rechnen Sie mit spitzem Stift und klarem Verstand mal aus was es kostet was es bringen wird (real nicht fiktiv) und wägen Sie die Risiken ab, denn ein Fachwerk ist mit unter aus Holz gebaut und was genau in dem Bereich geschieht, den man weder sehen noch kontrollieren kann, kann auch nach 15 Jahren "unsichtbar" sein.

Überdenken Sie das Heizsystem und machen Sie dann das Richtige.
(Das ist schwer)

Gutes Gelingen

FK



Innendämmung



Hallo,

wenn Sie Ihr haus ertüchtigen wollen, halte ich den angedachten Aufbau für praktikabel, wenn Sie die Dicke der Innedämmung auf 4 cm beschränken.
Eine Dampfsperre gehört, wie schon geschrieben wurde, in den Dach- nicht aber in den Wandaufbau.

Grüße vom Niederrhein





Hallo,

auf jedem Fall sollten Sie ohne Bremsen oder Sperren arbeiten.

Ich persönlich würde für solche Maßnahme eher zu einer massive Innenschale (natürlich auch ohne Luftschicht) tendieren.

Aber die Details sollten Sie nicht unterschätzen,
z.B. abgehende Wände, Fenster, Deckenanschlüsse.






Grüße aus Schönebeck



Und ich würde Energie und Kosten sparen,



und genau deswegen keine unwirtschaftliche Innendämmung und kein träge-ineffizientes Heizsystem mit wärmeleitend eingemörtelten Wärmetransportröhrli, egal ob in Fußboden oder Wand verwenden.

Aber das ist nur meine Meinung, da ich mich von den einschlägigen Propagandafeldzügen der Dämm- und Heizbranche nicht beeindrucken lasse. Und auch ein bisserl Erfahrung habe.

Besten Gruß

Konrad Fischer



Ich



kann die leichte Innendämmung nur empfehlen und jeden der es sehen möchte die dazuu gehörenden Referenzen zeigen.

Billiger ist am Anfang auf jeden Fall die Dämmung wegzulassen.



Weg von der Innendämmung bei einem solchen Gebäude



Verputzen Sie die Wände mit Luftkalkmörtel zur Rissüberbrückung verwenden Sie Ziegelgewebe, dann überdenken Sie die Lösung mit Heizleisten und nutzen die Eigenschaften des Luftkalks.

Grüsse