Wärmedämmung Bauernhaus




Hallo liebes Forum, wir planen gerade die Wärmedämmung für das Obergeschoß unseres ca. 120 Jahre alten Bauernhauses. Es hat eine Fachwerkauswand ca. 14 cm stark. Die Gefache sind mit einer Art Lehmziegel ausgemauert. Auf der Innenseite sind die Wände verputzt. Ich möchte mun eine Innendämmung mit Holzfaserplatten vornehmen. Kann mir jemand etwas zum Aufbau der Dämmung schreiben. Kann mann diese direkt auf die verputzte Innenwand aufbringen, kann man dann diese auch verputzen, wie sieht es aus im Badezimmer, kann dort direkt auf die Holzfaserplatten gefliest werden?Danke !



Innendämmung Fachwerk.



Im EG wäre eine Hinterwand aus Leichtlehm möglich, aber wegen des Gewichtes im OG nicht Möglich. Wie ist das EG aufbebaut? Gibt es dort eine stabile Hintermauerung?
Für's OG gibt es einige Möglichkeiten:
1. Mehrere Weichfaserplatten, dann eine härtere Platte und evtl. eine Dampfbremse, keine Dampfsperre.
2. Binsenmatten als Dämmung und als Putzträger.
3. Holzständerwerk mit Dämmung aus Zellulosewolle
oder ähliche Einblasstoffen. Hier muss gewährleistet werden dass die Dämmung auch einen sommerlichen Wärmeschutz aufweißt, d.h. eine hohe Phasenverschiebung und eine gewisse Wärmespeicherung. Der Taupunkt sollte nicht zwischen Fachwerk und Hintermauerung sein. Fachfirmen haben einfache Rechenprogramme dafür.
Ich würde im Bad nur dort Fliesen wo es absolut notwendig ist, Lehm im Bad absorbiert die Luftfeuchte und gibt es später wieder ab.



Innendämmung



Anbei auch von mir als Lehmbaupraktiker eine Stellungnahme zu Ihrem Thema. Habe schon mehrere Aufbauten hinsichtlich Ihres Themas nachweisbar gebaut und bis heute noch keine negativen Erfahrungen. Der Aufbau sollte und muß immer homogen erfolgen, also in Lehm eingebettet Holzweichfaserplattenebenen und darauf ein Lehmverputz incl. Armierungseinlage. Oder auch die Aufbringung einer Wandflächenheizung ist möglich und von mir schon mehrfach durchgeführt worden. Trotzdem ist eine Ferndiagnose nicht die beste Lösung, um eine Lösung aufzuzeigen oder zu favorisieren. Dazu biete ich immer erst einmal eine tiefgründigere Analyse durch eine Vorortbesichtigung an, um sich mit allen Eventualitäten vertraut zu machen, um somit eine optimale Lösung für Sie zu finden. Dazu erarbeite ich Ihnen auch eine Wärmedurchgansberechnung an, so wie es bereits Herr Hamesse angesprochen hat. Auch im Bad ist dieser Aufbau machbar, doch sollte erst ein Lehmunterputz aufgetragen werden, auf den anschließend nur partiell im reinen Spritzwasserbereich abgefliest wird. Alle anderen
Flächen werden nachher zur Befliesung hin mit einem Oberputz profilfrei angeputzt. Referenzen habe ich für dieses Thema auch vielfältig parat. Rufen Sie mich doch einmal zurück und wir können weiteres besprechen. MfG Ihr Lehmbau"fachmann"




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