Wärmedämmung / Fachwerkhaus teils ausgemauert




Hallo,
wir haben ein ca. 100 Jahre altes Fachwerkhaus bei dem der Großteil der Gefache ausgemauert ist. Haben das Haus innen Kernsaniert mit Glaswolle gefüllten Vorsatzschalen mit Gipskarton darauf, marode Wände innen komplett erneuert. Eine Dampfsperre haben wir innen nicht aufgebracht. Das Haus war mit Eternit Platten auf Latten verkleidet. Nachdem wir diese entfernt hatten, brachten wir(zu Glück erst)an einer Wand mit Kleber/Armierungsmörtel und Tellerdübeln eine 10cm dicke Styropor Dämmung an. Das Haus sollte dann, nach kompletter Isolierung noch verputzt werden.
Hat man uns falsch beraten und sollten wir (trotz der bisher entstandenen Kosten) das Alles wieder abreißen und eine Andere Dämmung auftragen? Gibt es eine Möglichkeit die eine Wand so zu lassen und nur die Anderen anders zu Dämmen? Was ist mit den Wärmerichtlinien nach der KfW.



Puh!



Hallo Beate und Guido!

Wenn ich das so lese, was Ihr alles angestellt habt ... warum habt Ihr Euch ein Fachwerkhaus gekauft, wenn Ihr es systematisch von außen und innen versteckt?

Aaaalso ... das mit der Glaswolle von innen geht solange gut, wie sie nicht feucht wird. Feucht kann sie von außen und von innen werden. Von innen kann man jetzt wahrscheinlich noch auf dem Gipskarton absperren - mit entsprechend dichten Farben z.B. Dann müßt Ihr aber auch bei den Steckdosen was machen - sonst macht das nicht viel Sinn.

Von außen müßt Ihr unbedingt darauf achten, daß keine Feuchtigkeit eindringen kann. Am gefährlichsten ist natürlich der Regen. Eine hinterlüftete Fassade wäre schonmal nicht schlecht. Zu einer Abdichtung des Fachwerks draußen (wie Ihr das mit dem Styrophor vorhattet) möchte ich Euch nicht raten - dann ist die Wand innen und außen dicht, und nirgendwo kann mehr etwas ablüften.

Ich habe aus meinem Fachwerkhaus an der Wetterseite 10 Jahre(?) alte Glaswolle hinter Gipskarton entfernt.

Die Glaswolle war naß und schimmelig.



wow



styropor aussen, glasswolle ohne Dampfsperre (auch mit wärs nicht dolle) innen, wenn ihr dann noch den aussenputz auf zementbasis macht, ist wohl so ungefähr all das getan um desen nichttun dies forum sich so viel mühe gibt... leider fällt mir dazu gerade nicht etwas wirklich positives ein. aussen dicht, von innen kann die Feuchtigkeit in die Dämmung die gefache vieleicht sogar mit Zementmörtel ausgemauert, da kann die feuchtigkeit nicht anders als sich die balken, und d.h. die Statik eures hauses, vorzunehmen. im IRB verlag gibt es ein büchlein mit dem titel : 'Bewährung innen wärmegedämmter Fachwerkbauten' ISBN: 3-8167-4253-X . ansonsten vieleicht die alte monopoly regel 'gehe vor bis auf los, ziehe keine 5000 mark ein' ins auge fassen. es kann nur besser werden !



Saniertes Fachwerkhaus



Das Weglassen der Dampfsperre im Zusammenhang mit der Glaswolledämmung war ein schwerer Fehler. Die Dämmung wird feucht, schrumpft und verliert damit die Dämmwirkung. Zudem könnte es zu Pilzbefall (Schimmel) kommen.
Schlechte Beratung und falsche Materialien (billiger ist nicht immer von Vorteil) kann schnell zu ungeahnten Mehrkosten führen.
Gegen eine Styropordämmung ist prinzipiell nichts einzuwenden - sie dämmt und entspricht damit sicherlich auch den geforderten Wärmerichtlinien nach KfW.- dem ökologisch/ biologischen Wohlfühlfaktor wiederspricht sie jedoch.

Thomas Hunkel
www.wandgestaltung.eu



Wärmedämmung / Fachwerkhaus teils ausgemauert



Hallo Wolfgang, hallo Utz, Hallo Thomas,
danke für Eure Antworten. Erschütternd! Erstmal, wir haben das Haus nicht gekauft sondern geerbt und wollten natürlich das es in der Familie bleibt. Unser Architekt nennt es Ü-Ei weil immer etwas Neues zum Vorschein kommt.
Wir haben nun beschlossen die Glaswolle aus den Wänden wieder raus zu nehmen, das ist kein so großes Problem, kann man ja wieder raus ziehen ohne alles auf zu Reißen.
Die eine Styroprwand wollen wir erstmal lassen und Lüftungsgitter zum Hinterlüften anbringen. Die Anderen Wände würden am Besten mit einer Natürlichen Dämmung wie z.B. Holzfaser versehen. Hanf geht wegen des erforderlichen Ständerwerks auf den schiefen Wänden nicht.

Was würdet Ihr als Dämmersatz zum Einfüllen in die Innenwände empfehlen? Dampfsperre aufbringen geht wegen des hohen Aufwandes nicht mehr, wohnen jetzt schon drin und haben alles Gestrichen müssten also komplett aufreißen.

Danke schon mal für weitere Vorschläge



z.B. Zellulose einblasen



Zellulose wäre eine Variante.
Trotzdem bedarf es einiger weiterer Aspekte, die eine funktionierende Innenwanddämmung betrifft.
Wie sieht es mit den Deckenanbindungen aus? Diese müssen stets in die Dämmmaßnahmen mit einbezogen werden (Taupunkte!!).
Leider müßten diese Maßnahmen kongret an Ihrem Objekt begutachtet werden, um akurate Lösung zu erarbeiten. Auch müßten Öffnungen gebohrt werden, um in die einzelnen Felder einblasen zu können.
Eure Notankerlösung mit Lüftungslöchern geht ebenfalls in die falsche Richtung. Somit wird erst recht Warmluft aus dem Konstruktionsbauteil (hoher Fugenanteil!!) gesogen und dieser führt numehr zu hohen Kondensationproblemen in der zu entlüftenden Ebene und an den Bauteilanbindungen.
Warum sollte Hanf nicht gehen?
Holzfaserdämmung in Lehm homogen eingebettet ist aber eine bessere Alternative.

Grüße Udo Mühle



Wärmedämmung / Fachwerkhaus teils ausgemauert



Hallo Udo Mühle,
danke für die Info. Luftschlitze/Hinterbelüftung hat sich bei vielen bewährt. Kommt auf die Konstruktion an. Ist die Befüllung mit Zellulose nicht eine ziemliche Sauerei? Wohnen ja schon im Haus. Was würde siese Anwendung im Schnitt kosten? Ginge auch das Einschieben von Holzfasermatten in das Ständerwerk?
Die Holzfasermatten außen will unser Restaurator aufkleben und sie dann Überputzen lassen. Hanf geht aufgrund des nötigen Ständerwerks nicht, bei der Schräge der Wände kämen wir über die Grenze.
Als Anmerkung möchte ich im Nachhinein noch anfügen, das die Wand die wir mit Styropor versehen haben, auch vorher, also schon viel früher mit Styropor verkleidet und wie mit unserem Vorhaben belüftet war. Die Balken an dieser Seite waren einwandfrei und im besten Zustand gegenüber den Anderen. Das Alles Verwirrt uns total, schwirr...



Dämmen - koste was es wolle!



Hallo
Die beschreibenen Aufbauten sind für ein Fachwerkhaus kontraproduktiv bis schädlich!
Eine gewissenhafte Planung dieser heiklen Bereiche kann man nicht aus dem Internet holen und die baulichen Begebenheiten können nur vor Ort besehen und eingeschätzt werden.
Ü-Eier - Aussage ist sehr - na wie soll man das freundlich umschreiben - zwar richtig aber wohl von der falschen Person gemacht!
Fachwerke mit Holzkonstruktionen im Wandaufbau sind sehr heikel - das werden auch die ganzen Häuslesbauer der "Neuzeit" merken, wenn Ihnen in ein paar Jahren die Konstruktionen wegschimmeln.
Massive Aufbauten sind den anfälligen Leichtaufbauten mit Wollen etc. vorzuziehen. Alles - vor allem die Details müssen grundlegend und im Gesamtsystem gut geplant und gewissenhaft ausgeführt werden.
Selber machen kann man im Prinzip alles - vor allem auch die Fehler!

FK



Kosten nicht pauschalieren



Leider kann man aus der Ferne diese Kosten so nicht pauschaliert erfassen. Dies kann man nur durch eine vor-Ort-begehung erarbeiten, genau so, wie es Mitglied Florian Kurz in seiner Wortmeldung angedeutet hat.
Einfach Platten so nun auszuwechseln und neue hineinzustecken, wird eher nach hinten losgehen, als daß es einen langanhaltenden Erfolg und Nutzen bringen wird.
Jede konstruktive Lösung hat einen Wertegang seiner Entstehung und da kann man nicht einfach nun den 3.Schritt als 1. korrigieren. Dabei werden sicherlich viele Bereiche garnicht mehr richtig erreicht und genau dort wird es zu Problemen kommen.
Was wird Ihr Restaurator für Holzfaserplatten einsetzen wollen?
Nicht jedes Produkt davon ist als Fassadenplatte zur Überputzbarkeit geeignet oder einsetzbar.
Es gibt dazu zugelassene Materialien von den verschiedensten Herstellern.

Grüße Udo Mühle



Ich denke,



ihr solltet euch für etwas entscheiden und dann richtig durchziehen.
Aus meiner Sicht ein vernünftiges und sauber ausgeführtes WDVS, mal unabhängig von den Materialien oder eine Fachwerkgerechte Innendämmung mit Materialien, wie sie Udo verwendet.
Irgendein Mix von teilweiser Außendämmung und innen Rigipsschalen mit Dämmung dahinter, da muß ich Herrn Kurz zustimmen, halte ich auf Dauer für nicht in den Griff zu kriegen. Wenn ihr nun, auch wenn es hart klingt, "nur" weil ihr drin wohnt, den Aufbau innen weitestgehen bestehen lassen wollt und bloß die Füllung minimalinvasiv tauschen, da wird es Probleme geben.
Eine Frage, habt ihr das Styropor selber rangeschraubt oder hat das jemand gemacht, der sich damit auskennt? Klang mehr nach, verzeiht mir die Wortwahl, nach einem "Hornbachprojekt", jabbajaja.... Wie sind die Anschlüsse an Fenster ausgeführt (Rahmen, Fensterbank). Ein WDVS aus Polystyrol ist nicht jedermanns Sache und es wird nicht besser, wenn es nicht sehr sorgfältig ausgeführt ist.
Geht bitte mal in euch und stöbert in aller Ruhe im Forum, ruhig auch mal im Rest vom Netz und ihr werdet merken, daß so ziemlich alles besser für's Wohnklima und die Bausubstanz ist, wie das, was ihr gemacht habt, bzw. wie ihr jetzt vorhabt, es minimalinvasiv zurück oder umzubauen.

Gruß Patrick.



ich meine …



Hallo

Zum Thema Hornbach!
"… verzeiht mir die Wortwahl, nach einem "Hornbachprojekt", jabbajaja … Ein WDVS aus Polystyrol ist nicht jedermanns Sache und es wird nicht besser, wenn es nicht sehr sorgfältig ausgeführt ist. …"
Gerade von diesem ein Prospekt in den Händen gehabt: Dort preisen Sie eine Innenwanddämmung aus PS an - explizit "Innenwand" - Das sind die zukünftigen Kunden der zukünftigen Ärzte, Apotheken und Kreditgeber!

Wann wacht ihr Bauherren denn endlich auf und macht euere Häuser nicht kaputt - Das ist doch das Kapital, das euch gehört - oder der Bank!?

Und ausserdem bin ich weder für Innenwand- noch für Aussenwanddämmung auch nicht wenn sie ÖKO ist- nur durch den Zusatz wird die auch nicht besser oder schlechter!

FK



Fachwerkhäuser im Schwarzwald



Im Schwarzwald gibt es je nach Gegend zwei traditionelle Fachwerkbauweisen. Bei der einen (Sichtfachwerk) wurden die Zimmer innen holzgetäfelt. Wenn ich es recht weiß, war hinter dem Holz nichts.

Bei der anderen Bauweise wurde das Fachwerk außen mit Holzschindeln geschützt und innen verputzt.

In einem Haus der ersten Art von 1612 habe ich eine zeitlang gewohnt - und ohne jegliche Dämmung nie gefroren. Allerdings haben wir auch die vorhandenen Holzherde und -öfen behalten und keine Heizung eingebaut.

Ich bin keine Fachfrau, aber ich vermute, daß man mit Holzherd und Grundofen keinerlei Probleme hat. Aber wenn man partout eine Heizung möchte, ist es sehr schwierig, das Haus zu dämmen ohne ihm zu schaden.



Wärmedämmung / Fachwerkhaus teils ausgemauert



An Alle, vielen Dank für Eure Meinungen. Einige schreiben konträr zum Vorgänger, Andere vermuten wir hätten selbst mit Baumarktkram rumexperimentiert. Das ist uns jetzt zu kompliziert geworden. Zur Aufklärung: Den Trockenbau innen hat eine Fachfirma mit guten Materialien durchgeführt. Der Chef dieser Baufirma hat uns von der Dampfsperre abgeraten da sich auch dahinter Feuschtigkeit entwickeln kann, die Feuchtigkeit kann aber ohne Dampfsperre wieder nach innen entweichen. Durch gezieltes Lüften ist dies auch kein Problem wie uns mitlerweile auch andere Fachleute bestätigten. Hinzu kommt noch, das wir viel mit Holz heizen. Um keine Probleme entstehen zu lassen haben wir nun Fachleute die uns beraten und helfen. Als erstes stellt ein Restaurator die wenigen angegriffenen Holzteile wieder her. Ein Anwendungstechniker sowie ein Spezie. in Fachwerksfragen (Ingenieur)stehen uns nun kostenlos zur Seite. Man muß auch mal Glück haben. So wie es aussieht stellt unsere Styroporwand kein Problem dar, wenn wir schließlich die anderen beiden Wände mit den geplanten Holzfasermatten bekleben lassen. Natürlich nicht jajajippijeh... sondern auch vom Fachmann. Da sich unser Schlafzimmer in der ersten Etage des neuen Anbaus befindet, ist die größte Feutigkeitsstelle ja sowiso schon mal abgeschieden vom Altbau.(der Mensch verdampft nachts ja die meiste Feuchtikeit). Sorry hatte ich vergessen vorher zu bemerken, das es noch ein vom Fachmann erstellten Neubau gibt. Im unteren Bereich in dem der Holzofen steht ist der Altbau mit dem Neubau verbunden und zwar durch das freigelegte Fachwerk. Es ist also nicht gänzlich verpackt worden sondern findet sich im unteren Bereich sehr schön wieder.
Danke nochmals allen die Ihre Meinungen eingebracht haben und uns zu helfen versuchten.
Beate und Guido



Nachdenkliches!


Sieht so eine Sanierung aus?

Seit langem kann man eine Tendenz beobachten, wo es scheinbar als schick zu betrachten ist, wenn man dem Stadtleben entfliehen möchte, um neue Herausforderungen bzw. neue Ruhe zu erfahren, sich ein "Fachwerkhaus" (oder anderweitiger Altbau) zuzulegen. Doch um mit so einer neuen Herausforderung überhaupt umgehen zu wollen, treten die eigentlichen Probleme erst auf.
Das bequeme Stadtleben fordert nun plötzlich seinen Tribut.
Man hat nun auf einmal keinen geraden Wände mehr, der Komfort von Bad und Sanitärbereichen ist nicht der, den man gewöhnt war, Die Wohnung war eben stets warm, wenn man heim kam (egal wie das System funktionierte!), gewohnte Wege waren nun auf einmal über Bord.
Doch weil der Mensch ja ein "Gewöhnungstier" ist, wird nun versucht, diese gewohnten Erfahrungen in diese Gebäude zu pressen. Teilweise auf Teufel komm raus!!!
Man spürt richtig, daß ein Großteil dieser Entscheidungsmenschen für solche Häuser dann einfach überfordert sind und auch sehr nach objektiven Endergebnissen urteilen und entscheiden. Keine Rücksicht auf Substanz, Geldbeutel oder Nachhaltigkeit.

Deshalb möchte aber hier ausdrücklich darauf verweisen, dass wir
hier keinen der Fragenden oder "Betroffenen" dafür verurteilen, sondern es soll gerade zu diesem Thema einmal eine neutrale Beurteilung des gesamten Sachverhaltes sein.
Also keine persönliche Wertung vornehmen, sonder lieber einmal in sich gehen und nachdenken, ob gewisse Entscheidungen da vielleicht wiederfinden lassen.

@ Florian Kurz (pfk3)
Gerade die Beiträge von unserem langjährigen Mitglied zeigen genau in diese Richtung und befassen sich stets mit dieser Entwicklungstendenz (Bequemlichkeit, Luxus, modernste Materialien, die dann doch nicht funktionieren!, gesetzliche (politische)Verordnungen zu Bauwerkssituationen usw. usw.).

Auch der Verlass auf Fachfirmen, Architekten, Hersteller etc. ist kein Garant für hohe und funktionierende Fachlichkeit , sondern vieles sollte man sich stets durch Referenzen, Hinterfragungen, eigene Meinung und auch ein Quentchen gesundes Bauchgefühl erarbeiten.

Somit ist es auch gut, dass es diese Plattform gibt und wir hier als Fachleute und "Lehrer" stehen dürfen, um Betroffenen somit zu helfen. Aber eben auch denjenigen ein guter Partner sein zu dürfen, die bereits ganz anders an diese Sache herangehen möchten, um keine großen Fehler erst zu begehen.

Nachdenkliche Grüße

Udo



Fachfirmen



Hallo

Sie werden auch diesen Fachleuten denen Sie noch gut vertrauen eines Tages nachrufen und schreien - warum habt ihr mir das angetan!
Aber bis dahin ist viel den Bach runter geflossen und ganz andere Gedanken werden in den Köpfen rumgeistern.
Einen guten Tip am Rande: Lassen Sie sich doch von den guten Beratern und Fachfirmen die sie so hoch loben eine Gewährleistung über 20 Jahre geben!
Da werden Sie merken wie die zusammenzucken!
Und wenn die Leute Berater, Planer und Firmen so gut sind - warum dann die Nachfrage?
Ich rate Ihnen nur: Vorsicht! und hinterfragen sie alles - auch das, was Sie glauben zu verstehen (z.B. Wärmedämmung und das vor allem innen)

... andere sagen: Ist nur Glaubenssache!

mfG

FK



eure Experten in Ehren...



aber gehen wir mal davon aus, daß ihr hier im Forum niemand so recht glaubt. Ist ja auch nicht einfach, die Meinungen gehen ja stark auseinander. Der eine sagt Dämmung bringt nix, ich bin eher der Außendämmungstyp mit modernen Materialien (hier auch nicht sehr beliebt, die Methode) und Udo gehört zu den Profis bezüglich moderater, fachwerkgerechte Dämmaßnahmen mit natürlichen Baustoffen. Aber in jedem Falle eint uns eins (behaupte ich jetzt mal), die Mineralwollennummer hinter Gika ohne Dampfbremse auf der Innenseite halten wir alle für, Verzeihung, Mist. Und ich bin der festen Überzeugung, daß die Zahl derer hier im Forum, die das nicht für Mist halten, sehr überschaubar sein wird.
Also, uns fragen fällt also wohl flach (sonst hättet ihr wenigstens irgenwas beherzt), dann macht aber noch bitte eins, googelt einfach mal ein bißchen nach Innendämmung, am besten in Kombination mit Miwo, ihr werdet genug Bedenkliches finden. Selbst auf einer Baumarktseite (ich mag Baumärkte nicht wirklich wie man hört) habe ich mal einen Warnhinweis gelesen, das spricht Bände.

Augen offen halten,

Gruß Patrick.



Wärmedämmung Fachwerkhaus



An Udo und Jens:

darf ich das Bild von der schrottigen Sanierung (mit Quellenangabe versteht sich) in meinen Lehrgängen und bei Vorträgen verwenden?

Viele Grüße
Georg





Ja Hallo.....,
eine feine Seite habt ihr hier Zusammengebastelt!
Hab selten so viele hervorragende Beiträge auf einer Seite gesehen.
Hat Spaß gemacht....
gruß jens



Wärmedämmung / Fachwerkhaus teils ausgemauert



Hallo Patrick,
dank dir für diene liebe Resonanz auf unsere etwas genervte Antwort auf alle Versuche uns noch mehr zu verunsichern. Haben alles berücksichtigt und auseinander gelegt was uns geraten wurde. Mit der Wolle kann ich dich beruhigen, da ist das letzte Wort nicht gesprochen, das haben wir aus all den Ratschlägen und Warnungen schon beherzigt. Werden die Wände nach und nach bearbeiten, öffnen und neues System einbringen oder eben eine Dampfsperre. Das muß ja jetzt auch nicht über Nacht geschehen und hat ein paar Monate zeit. Da mein Männe diese Variante, wie sie jetzt bei uns ist, so von allen Baustellen auf denen er zu tun hat kennt, kam es uns für unser Haus nicht falsch vor. Sind aber gelehrig. :-)
Der Ort in dem unser Haus steht, übrigens mein Elternhaus, hat die meisten Fachwerkhäuser in der Umgebung. Wir sind also nicht aus der Stadt sondern haben viele Anschauungsobjekte vor der Nase und Jeder hat da so das eine oder andere Problem mit seinem Fachwerkschätzchen.
Man könnte meinen die haben ihren eigenen Kopf und zeigen uns was die "Alten" damals besser wußten als wir mit unseren tollen neuen Baustoffen und Methoden. Wir haben jetzt jedenfalls unsere Barschaft etwas gestretcht und werden versuchen es unserem Schätzchen so bequem wie möglich zu machen ohne das es uns mit Pilzen bewirft.
Wir lieben das kleine Haus da es seit über 100 Jahren in unserer Familie ist und so werden wir es auch behandeln, versprochen.
Danke dir noch mal für deine netten verständnisvollen Worte.

An die selbst ernannten Fachleute:

wenn Ihr nicht so über uns hergefallen wärt das man das Gefühl hatte der dümmste und einfältigste Mensch der Welt zu sein, dann hätten eure Worte vielleicht auch einen Sinn ergeben. So klangen sie nur nach:"Oh Gott sind die blöde, wie kann man nur, jetzt ist alles zu spät, sicher so Baumarkt Typen die dann noch mit der 20% Nachlass Bohrmaschiene ans Werk gehen. Da sollen Fachleute dran gewesen sein,so ein Quatsch, nur hier gibt es Fachleute...usw..
Die "Fachleute" die gemeint sind, denke ich, wissen das auch. Wer wirklich was zu sagen hat braucht nicht den Allwissenden raushängen zu lassen.

Den Anderen danke ich für die gut gemeinten Hilfestellungen, haben wirklich einiges daraus ziehen können. Danke!

Da ich vor einiger Zeit einen Schlaganfall hatte - nein kein Mitleid lebe ja noch - kann es sein das sich ein paar Schreibfehler eingeschlichen haben, soll eigentlich nicht so lange am Compy hocken, also tschüss dann... ;-)



Befremdlich........



Liebe Beate und Guido,
wie ihr sicher schon auf eurer Baustelle bemerkt habt, auf dem Bau herrscht ein etwas anderer Umgangston.
Die Leute sagen was sie denken, nehmen kein Blatt vor den Mund und kommen ohne Umschweife zur Sache und was viel wichtiger ist, sie sind nicht nachtragend.
Und genau das ist es was uns von Vertretern unterscheidet.
Hier wird nicht schön dahergeredet sondern Tacheles gesprochen um konstruktive Lösungen zu finden.

Mag sein dass das für Außenstehende etwas befremdlich wirkt, ich jedoch konnte hier auf dieser Seite und in den Beiträgen keine böswilligen oder gar herabwürdigenden Kommentare finden.
Und wenn sie mit etwas Abstand und vorurteilsfrei die Beiträge nochmals Lesen werden sie sicher auch zu demselben Schluss kommen.

Die Leute die hier professionelle Tipps geben sind erfahrene Handwerker, Meister, Ing. und Architekten, Menschen die aufgrund des eigenumbaues ähnliche Probleme hatten und haben wie die ihren. Ihnen allen ist eines gemein, sie tun dies unentgeltlich und in ihrer Freizeit!
Nur aus liebe zur Sache.
Aufgrund dieser Tipps sind sie wie sie selbst schreiben zu einer anderen Einsicht gelangt.

Befremdlich finde ich nun allerdings ihre Reaktion auf die ihnen hier angebotene Hilfe zur Entscheidungsfindung.
Schlussendlich liegt es an ihnen wie sie die Informationen nutzen um eine Entscheidung zu treffen.
Dieses Forum bietet nur Denkanstöße und kein Allheilmittel/Rezept für jeden ungesehenen Individualfall.

Nachdenkliche Grüße
Jens



Wärmedämmung / Fachwerkhaus teils ausgemauert



Hallo Jens, ( und die Anderen )
also noch ein paar letzte Worte. Habe mir tatsächlich gerade alles noch mal durchgelesen und bin dann ja auch zu deinen Zeilen gekommen. Hast ja Recht habe wohl etwas überreagiert, sorry an alle! Die Meisten haben wirklich sachlich zu beraten versucht, danke dafür. Einige Wenige haben sich nur etwas zu sehr von ihren negativen Erfahrungen hinreißen lassen und das dann wohl auch auf uns bezogen, jeder hat ja mal einen schlechten Tag.
Wurden halt teilweise in Schubladen gesteckt in die wir nicht passen.
Unser Archi. der unseren Anbau entworfen hat ist Fachwerkspezie und hat uns auch zu alternatieven Dämmmitteln für Außen geraten. Da Guido Trockenbauer ist hat er ihm und seinem Arbeitgeber freie Hand gelassen. Leider, wie sich ja jetzt heraus stellte. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend wie man so schön sagt, es gibt also noch viel zu tun. Jajajippi... grins.

Es ist für mich mit meiner blöden Schlaganfallgeschichte (bin 43 Jahre) eben ziemlich beschissen wenn man sich viele Ratschläge einholt in der Hoffnung schnell in ein ruhiges geordnetes Leben zu kommen. Vor allem in ein gesundes Wohnklima.
Es war wohl wirklich etwas zu viel verlangt umfassende Beurteilungen über die beste Vorgehensweise in unserem speziellen Fall zu bekommen ohne das das Objekt vorher in Augenschein genommen werden konnte.

Sollte ich eben etwas zu Dünnheutig gewesen sein so entschuldigt bitte und macht weiter eure Arbeit. Manche vielleicht ein bischen mehr mit Fingerspitzengefühl, hier sitzen eben individuelle Menschen die Rat suchen und keine Baufirmen die Fachsimpeln wollen.

Also noch mals Dank an Alle und Ihr habt auch bei uns viel bewirkt.

Gruß Beate



Endergebnis


Schönes Teil

Hier nun auch von uns eine aufrichtige Danksagung an Ihre objektive Beurteilung.

Somit haben Sie sich, entsprechend den Worten von Jens H.Schröters' Beitrag eigentlich genau richtig verhalten und sich der "Baufachmeute" mit angepaßt. Härterer Ton, Positionierung, Einsicht und auch Charakter.

Dafür möchten wir uns hier im Namen der Mitstreiter von Fachwerk.de bei Euch auch bedanken.

Sachlich-freundliche Grüße

Udo Mühle



GARANTIE FÜR GEWERKE AM FACHWERKHAUS



Ich habe mein Fachwerk-Hotel stillgelegt und habe in
den Tropen neu gebaut ! Kann ich nur weiterempfehlen,
da der Gewinn nicht in die Dauerrestauration sondern in die Lebensqualität fliesst !

Apropos Garantie und Versicherung !
Ich muss zustimmen, sollte die einschlägige fachwerkkundige
Branche, die gute Tipps und Sanierungen anbietet, recht haben ? , dann
sollten diese zusammen, mit Ihren Verbänden und Versicherungen
an einer VOB arbeiten, die besonders bei diesen empfindlichen Bauten für eine 20 oder längerjährige Garantie incl. Folgeschäden aus Gewerk einsteht.

Mein Tipp : Was wird nie was, da es nie wahr werden kann !

Heizen Heizen Heizen ist das einzige Wahre was hilft !

Irgendwann werden nur noch intelektuelle Künstler ( 7 % Steuerbeschenkte ) Ärzte und andere Akademiker diese Häuser bewohnen um sich schon vom Erscheinungsbild her abzugrenzen !

Gruß Wilfried