Wärmedämmung mit Holz und Lehm




Hallo , ich habe nun meine erste Variante der Dämmung verworfen . danke für die guten Argumente . Ich überlege jedoch etwas zu dämmen .Ich habe viele Varianten im Forum gelesen . Da ich neue Fenster einsetzen muss ,sollten die Wände eine bessere Isolierung haben als die Fenster ,damit kein Schimmel entsteht .Da es nun eine Innendämmung werden soll ,und diese die Luftfeuchtigkeit regulieren und auch abführen soll ,würde ich es gerne mit einer Massivholz Dämmung versuchen .Bei Holzfaserplatten habe ich etwas Angst ,da ich in der Vergangenheit schon mit aufgequollenen OSB und Spanplatten zu tun hatte .Bei Vollholz mache ich mir keine Sorgen .Nun zu der Überlegung des Aufbaues .Die Außenwände innen mit einer dünnen Lehmschicht versehen und dann direkt darauf eine Brettstapelholz Dämmung .Ich denke da an 100-140mm .Dies kann die Wärme gut speichern und isoliert auch sehr gut . Durch den Luftspaltfreien Übergang sollte die Feuchtigkeit auch gut nach außen geführt werden .Die Außenmauern werde ich so gut wie möglich vor Schlagregen schützen .Da das Fachwerk z.Z.ausgemauert ist überlege ich es wieder mit Holz Lehmfüllung zu versehen .Hat jemand schon so einen ähnlichen Aufbau versucht ,oder Erfahrungen damit .
Über einen guten Rat bin ich Dankbar .Bei den Decken habe ich mir einen ähnlichen Aufbau überlegt . Da zwischen den Balken noch die Strohumwickelten Hölzer liegen und der meiste Lehm auch noch hält würde ich diesen ausbessern und die Zwischenräume von unten mit Holzdielen Spaltfrei abschließen . Oberhalb der Balken ist auch eine durchgängige Lehmschicht Diese will ich mit Lehm ebnen .Darauf dann eine massive Holz Dämmung 60-80mm .Die Dämmung wird mit den Deckenbalken Kraftschlüssig verbunden ,damit diese mit trägt und die Balken nicht stark belastet .Die Statik werde ich hierfür prüfen lassen und gegebenenfalls Unterzüge aus Balken setzen . Hat jemand Erfahrungen mit der alten Lehm-Holzwickeltechnik .Da einige Stellen ohne Lehm sind kann man die Strohwickel und auch das Holz sehen . Es sieht so noch ganz gut aus .Ich konnte auch noch einen Befall erkennen . Nur die Balken haben einige Löcher .Nur kleine .Es ist auch noch kein Holzmehl rausgekommen .Kann es passieren ,wenn ich alles so mit Holz abschließen , das die dann dazwischen eine lustige Wurmpartie feiern ,und sich ungestört vermehren .Ich wollte auf Holzschutzmittel wenn möglich verzichten ,aber mir soll auch nicht die Decke auf den Kopf fallen . Der einzige aktive Wurmbefall den ich in dem Haus gefunden habe ,waren Regalbretter und leider eine alte Bodentreppe .Habe die Bretter entsorgt und bei der Bodentreppe überlege ich noch .Habe gelesen das altes Holz nicht mehr so leicht befallen wird . Kann man sich darauf wirklich verlassen ,oder ist es besser etwas vorzubeugen .Gibt es da Mittel die die nicht bedenklich im Wohnräumen sind ,aber dennoch wirken . Über ein Paar Tipps würde ich mich freuen . Viele Grüße aus dem Norden .



wenn



ich deine Beschreibung so als Lehmbaulaie lese, komme ich ehrlich nicht ganz mit. Was ist "eine Brettstapelholz Dämmung"?
Denkst Du auch daran, die Außenwände innerhalb der Decke zu dämmen oder meinst Du das damit "von unten mit Holzdielen Spaltfrei abschließen . Oberhalb der Balken ist auch eine durchgängige Lehmschicht Diese will ich mit Lehm ebnen .Darauf dann eine massive Holz Dämmung 60-80mm".
Da mich Deine Lösung selber interessiert, vielleicht mal eine Schnitt-Skizze einstellen, gedanklich ist Dir schwer zu folgen ohne Gefahr eines Missverständnisses.



Bodendämmung mit AgriCell (Selbstbau Einschüttung) ...



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Wärmedämmung



Hallo , habe mal versucht eine Querschnittszeichnung zu zeichnen . Mit Brettstapelholz meine ich , Hobeldielen Lagenweise senkrecht dann waagerecht u.s.w.Jede Lage hat 20mm .
Die Dielen werden punktuell verleimt und verschraubt .
Die Wanddämmung wird im ihrem Bereich durch die Decke geführt , und dann mit der daraufliegenden Deckendämmung verschraubt .Die Wanddämmung wird im Bereich der Balken ausgeklinkt .
Vielen Dank für deine Antwort . Ich hoffe ich konnte es genauer beschreiben .
Viele Grüße aus dem Norden .



Innendämmung



Hallo Hans- Peter,
mich interessiert wie Sie bei Ihrem Aufbau mit den unterschiedlichen Gleichgewichtsfeuchten des Holzes zwischen den an der Wand liegenden inneren Brettern und den äußeren, zum Wohnraum liegenden Brettern umgehen wollen.
Wie schätzen Sie die Gefahr von Kondensatbildung an der Fuge zwischen Lehmputz und Brettlage ein? Immerhin wollen Sie die Innendämmung diffusionsoffen halten.

Grob gerechnet schätze ich für ein EFH einen Bedarf von ca. 800 - 1.000 m² Hobeldielung.
Ich hoffe, Sie kommen billig an das Material.

Viele Grüße



da



würde ich lieber auch erst mal eine Probe mich solch einer Konstruktion anfangen. Das sieht etwas gewagt aus.



in meinem Alter hat man Schwierigkeiten,



den Kopf so zu verdrehen, daß man die Zeichnung lesen kann...Zauberwort: Präsentation...

Gruß...J.



Wärmedämmung mit Holz und Lehm



Hallo Georg .Ich sehe da eigentlich noch kein Problem .
Für die erst Lage an der Außenwand werde ich imprägnierte Dielen einsetzen . Die Lehmschicht soll den Zwischenraum ganz ausfüllen .Ich hoffe ich bekomme das so hin . Das mit der Feuchtigkeit sehe ich wie bei einem Leimbinder .Ich habe so einen bei meinem jetzigen Haus verbaut .Er trägt das Schleppdach und ist innen und außen sichbar .Weder ein Taupunkt noch ein anderes Problem ist an Ihm festzustellen .Ich glaube wenn die einzelnen Lagen gut mit einander verschraubt werden ,werden gute Übergänge geschaffen .Da der gesamte Aufbau der Wand Diffusionsoffen ist ,kann die Feuchtigkeit raus .Die alten Holzhäuser hatten auch keine zusätzliche Dämmung und sind sehr alt geworden .Der Holzschutz muss gut sein . Keine Sonnenstrahlen und keine Erdfeuchtigkeit ist wichtig .Die Kosten sind überschaubar . Ich kalkuliere mit 1500m² / 5,-€
Preise habe ich mir bestätigen lassen ,ich hoffe ich kann noch 5-10% raushandeln .
Ich glaube das es sich bezahlt macht . Wohnqualität und Heizkosten , und das ganze ist auch noch stabilisierend für das alte liebenswerte Haus .
Nur mein Holzwurm macht mir noch Sorgen .
Viele Grüße aus SH



Innendämmung



Es ging mir bei meiner Frage nicht um den Holzschutz der unteren Dielen im Bereich der K-Ebene, sondern um das Arbeiten des Holzes infolge Quellen und Schwinden durch die unterschiedlichen Feuchtegehalte im Einbauzustand.
Nadelholz hat ein Schwindmaß von 0,24% senkrecht und 0,01 % parallel zur Faser je 1% Holzfeuchteänderung.
Meinen Sie das mit den 5,-€/m² wirklich ernst?

Viele Grüße



Wärmedämmung mit Holz und Lehm



Hallo , meiner Meinung nach wird das Problem durch das wechseln der Lagen ,horizontale und vertikale Maserungrichtung ,minimiert .An dem Eckverbindungen kann man mit Dehnfugen arbeiten ,ebenso zur Deckenverbindung .So wie es im Fenstereinbau genutzt wird .Zum unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalt sehe ich die Möglichkeit die gesamte Holzmenge auf einmal zu bestellen und dann die Menge für einen Bauabschnitt so zu stapeln und lagern das dieser dann zum verbauen gleich ist .die Zeit werde ich einplanen .Ich habe hierfür eine große Tenne . Der Preis stimmt .
Den habe ich mit meinem Baustofflieferanten verhandelt .Ist auch Mengenabhängig . Viele Grüße .