OSB dicht?

12.11.2010



Hallo Fachwerkgemeinde,
in einem anderen Beitrag hab ich gelesen, daß OSB Platten Abdichten und so eine Dämmung nicht trocknen lassen. Bei unserem kürzlich erworbenen Haus sieht das Dach wie auf dem Bild aus, schein mit irgendwelchen Faserplatten zu sein, der Boden ist dickes OSB, schätze 3 cm. Darunter die Deckenbalken sind, wie unschwer zu erkennen kein Schmuckwerk mehr, man müßte also die Decken abhängen, Rigips oder Heraklit, verputzt. Wollte eigentlich auf die Zimmerdecken dann eine Dämmung legen, 5cm Styropor, alternativ Mineralwolle oder Hanfplatten. Kommt drauf an, was mehr Sinn macht.Ich hoffe die Bilder helfen weiter. Oder einfach gar keine Dämmung?
schöne Grüße Harry



Dach



hier das 2. Bild



Moin Harry,



"alle Wege führen nach...wohin?"

Was solls denn werden (Dachbodenausbau, begehbar)?
...dann kann sie geholfen!

Erstmal allgemein: Unten offen, oben dicht würde heissen die Raumfeuchte bleibt im Gebälk und das meuchelt ungesehen vor sich hin.

Die Balken könnte man mit ner Flex und Schleifmop noch etwas verschönern und evtl. doch sichtbar lassen (wenn mans mag) = mehr Raumhöhe.

Gruss, Boris



Schallschutz oder Dämmung?



Wenn der obere Raum auch ausgebaut und beheizt wird, dann braucht es keine Dämmung in dieser Decke. Es braucht dann höchstens einen Schallschutz.

Sollte der obere Raum kalt bleiben, dann besteht tatsächlich die Gefahr, dass sich auf der Unterseite der OSB-Platten Kondenswasser bilden kann.

Wenn schon mit Kondensat zu rechnen ist, dann sind die Dämmstoffe Styropor oder Mineralwolle nicht geeignet, da sie nicht sorptiv sind und Feuchte nicht an die trockene Seite weiterleiten können.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Der Dachboden



soll als Dachboden ( Stauraum) bleiben, ev. mal ein Ausweich-Gästezimmer rauf. Würde alternativ eine Dämmplatte oder sowas auf dem OSB Boden drauf Sinn machen?
Gruß Harry



Moin Harry,



wat denn nu, Dachboden oder Gästezimmer.....solang du an deinem Motto festhälst fragst du nach der "Eierlegendenwollmilchsau"........

Hier kannst du mal verschiedene Aufbauten durchrechnen:

http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?cid=BeY8Rb4t&

Gruss, Boris



Teil



Hallo Boris,
ein Teil, ca. 30 qm, der 110 qm Gesamtfläche des Dachbodens, soll für einen späteren Ausbau vorbereitet werden. Die Wohnungsaußenwände sollen mit 7cm Klimasan I geputzt werden.
schöne Grüße Harry
PS: so ne Wollmilchsau wär schon was ;)
PPS: nach diesem Rechner wäre nur ne Gipskartondecke das Beste bzl. Feuchtigkeit...?



Heute



Heute war mein Zimmermann da, der sagte, daß es durch die ganze Dachkonstruktion eh so gut durchzieht, daß mit Wasseransammlung nicht zu rechnen sei. In all den Sanierungen, die er bisher mitgemacht hattte, hat sich niemand der Bauherren für Hanfmatten ect. entschieden, da der Preis einfach das Argument schlechthin ist.Er würde 15 cm Glaswolle auf die Rigipsdecken legen und die Anschlüsse zur dachhinterlüftung offen lassen. Die Negativerfahrung, die er hatte, ist Gefachausmauerungen mit Ytong...das fault nach wenigen Jahren.
Gruß Harry



Bei Teilausbau



zum Gästezimmer, das Erfahrungsgemäß keiner Dauernutzung unterliegt, ist eine Deckendämmung über die gesamten Dachbodenfläche und Dachdämmung im Ausbaubereich wohl die Mindestanforderung. Eine Komplettdämmung von Decke und Dach mit Zellulose als Einblasdämmung halte ich bei finanzieller Machbarkeit aber für die bessere Lösung. Wen ich die Bilder richtig deute, habt Ihr eine komplett neue Deckenbalkenlage über der alten und nur die neue würde ich dämmen. Dann wären die alten zu bürsten und zu Ölen und wären frei sichtbar im Raum. Wenn Ihr euch nicht vorstellen könnt, das auch diese Balken wieder schön anzusehen sein werden, probiert´s doch einfach an einem Probeholz aus. Topfschleifbürste auf die Flex und kräftig gebürstet und dann mal mit Grund-/Halböl gestrichen und Ihr werdet überrascht sein über den dunklen Glanz der Originaloberfläche.Wenn Ihr euch mit dem Ergebniss/Vorstellung nicht anfreunden wollt, könnt Ihr die alte Decke auch ausbauen,Ihr habt ja schon eine neue drüber und das bißchen Zugkraft, was die alte vieleicht noch hält, kann man auch in die neue übertragen, falls sie dies nicht sowieso schon macht. Fragt Euren Zimmermann.
Iigitt-Tong gehört nicht ins Fachwerkhaus-Recht hat er.
Aber warum Gipskartonplattendecke?
Geht auch mit Sparleisten (mir fällt der Fachbegriff gerade nicht ein) oder Schilfmatten und Lehmputz.
Hanfdämmung ist teuer, das stimmt wohl nach wie vor. Auch Zellulosedämmung ist teurer als Stein- oder gar Glaswolle, obwohl da die Preise mittlerweise akzeptabel geworden sind, wenn man auch den Mehrwert einer solchen Dämmung gegenüber der Mineralwolle mit einbezieht.
Mit handwerklichen Grüßen
ollerich



Dachtragwerk



Hallo Harry,
warum haben Sie die unteren, alten Balken nicht einfach gedreht, bevor das neue Dach draufkam?
Dann hätten Sie eine glatte Unterseite gehabt.

Viele Grüße



Balken



Hallo Georg,
wir haben das Ding so übernommen, wie es ist. Es ist vermutlich eine Mischung aus Denkmalschutz und Handwerker, die dachten...nach mir die Sintflut. Eine Mauer im Dachbereich wurde auch einfach "hängend" gelassen. Der Balken auf dem die Mauer ruht ist abgemorscht. Als Lösung haben die nur Stahlstützen drunter gestellt. Wir werden das aber irgendwie lösen.In anderen Räumen sind die Balken ev. sichtbar zu lassen.
Auf jeden Fall ist es hochinteressant, wie ein Haus über 400 Jahre sich entwickelt, Außenwände im Hausinneren, eine Ofenrohrpipeline neueren Datums, 3 Treppenstufen abgesägt im Zwischenboden..... Nun müssen wir dem Ganzen ne neue Struktur geben. Ich will nur mit der Dämmung nichts falsch machen und muß ne Lösung für die F30 Fenster finden.
Gruß Harry
PS auch interessant eine Lehmwand, festgenagelt an einem Türstock...



heute



Hallo, heute hat unser Baustoffhändler die Sache beäugt und ne neue Variante ins Spiel gebracht. Da er im Zwischenraum zum kalten Dach-boden Kondenswasser befürchtet, würde er mit Dampfsperrfolie abdichten. Alternativ dazu würde er, wegen der vielen Problemstellen ein GK Decke mit aufkaschierter Alufolie als Dampfsperre einbauen. Hat jemand Erfahrung mit diesen Platten?
Gruß Harry



technisch und rechnerisch ...



... geht viel - entscheidend ist dann, wie das ausgeführt wird.

Gerade bei Plattenmaterial und dann noch bei einem Altbau sehe ich die Schwierigkeit, dass das fugenfrei erledigt wird.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de