Wärmedämmung ostfriesisches Gulfhaus




Hallo,

ich habe evtl. die Möglichkeit ein altes ostfriesisches Gulfhaus zu kaufen, welches ich dann weitestgehend in Eigenleistung sanieren möchte.

Das Haus hat eine klassische Bauform bestehend aus einem Vorderhaus (ca. 8,5 m breit und 7 m lang) sowie einem Stallteil (ca. 14 m breit und 11 m lang). Die Dachneigung ist ca. 37 Grad. Der Traufbereich des Stallteiles hat eine Wandhöhe von ca. 170 cm.

Ich habe es noch nicht genau durchgerechnet, aber ich gehe davon aus, dass sich mit dem umbauten Volumen ein ganz gutes EFH herstellen lässt.

Der Stallteil wurde 1909 erbaut; das Vorderhaus 1956.

In Kürze werde ich das Objekt im Hinblick auf die Tragfähigkeit des Ständerwerks mit einem befreundeten Statiker begehen.

Vorab stelle ich mir allerlei Fragen:

Die Fassade wurde aus verschiedenen Steinen gemauert und ist nicht mehr so ansehnlich; es wäre evtl. eine Überlegung wert sie neu zu verblenden. Ich stelle mir die Frage, ob es aus Gründen der Wärmedämmung Sinn machen würde, ein neues Fundament für den Verblender drumherumzuziehen und das bestehende Innenmauerwerk mit Wärmedämmung auszustatten.
Lohnt es sich.

Oder sollte man nur das Dach ordentlich dämmen?

Wer kann sonst noch Tips und Ratschläge für ein solches Projekt geben?

Ich bin handwerklich zu fast allem in der Lage, mir fehlt es aber an Erfahrung in der Altbausanierung. Neubauten habe ich schon mehrere (mit-)errichtet..

Danke,

haaber73



Gulfhaus



Hallo haaber,

überlege es dir sehr gut, ob du ein Gulfhaus zu einem Wohnhaus umbauen willst.

Es hat ein sehr großes Volumen und lässt sich nur sehr schwer für ein Wohnhaus belichten.

Wenn du es trotzdem willst, wird entweder der Charakter des Gebäudes total verloren gehen, oder du wirst höhere Kosten haben als bei einem Neubau.

Eine Alternative wäre es, den Wirtschaftsteil in der Optik weitestgehend zu belassen und von innen ein Haus im Haus zu errichten. Einige, möglichst nicht zu stark auffallende, Belichtungselemente müssen aber in das Dach eingeführt werden.

Setze dich am besten mit dem Denkmalschutz in Verbindung, die kennen vor Ort einen Planer, der schon so ein Objekt überplant hat.

Heinz-Josef Burhorst



Die Geschichte...



... mit der Vorsatzschale wird wohl die Finanzen arg strapazieren... wenn Du die Fassade so massiv angehst, dann schlägt die EnEv zu... wenn es denn überhaupt sinnvoll machbar wäre (Dachüberstand und so, Versetzen der Fenster, etc.)...

..."Lohnen" wird sich das sehr lange nicht... effektiver als Einzelmaßnahme ist tatsächlich die Dachdämmung, bzw. die Dämmung der obersten Geschossdecke.

Als Wanddämmung wäre alternativ eine dezente Innendämmung anzudenken, sinnvoll in Kombination mit Wandheizung... ganz ohne Dämmung werden Dich wahrscheinlich die Heizkosten auffressen bei 24er/30er Hartbrandziegeln als Außenmauerwerk.

MfG,
sh