Fußbodenaufbau

01.04.2020 sil le



Hallo,
ich habe bereits einige interessante Beitrage zum Thema Fußbodenaufbau gelesen.
Orientiert habe ich mich auch an den Schriften von Georg Böttcher (requiescat in pace), die mir bei einigen grundlegenden Fragen wirklich gut weiterhelfen konnten.

Unser Haus, Baujahr 1902 (nicht unterkellert), soll einen neuen Fußbodenaufbau bekommen. Im EG ( 65qm) sollen Holzdielen auf einer entsprechenden Traglattung mit Dämmung aufgebracht werden.

Der alte Fußboden (Dielen auf Tragbalken die auf Steintürmchen aufliegen) war leider morsch und wurde entfernt. Die Aufbauhöhe bis okffb liegt bei 30 cm, was schon mehr als viel ist.
Geplant ist, wie hier so oft vorgeschlagen, folgender Aufbau:
- Sauberkeitsschicht max 7cm Estrich
- Feuchtigkeitssperre erika o.ä.
- Dämmung Holzfaserplatten 60mm
- Fußbodensystem 60mm (vermutlich von Stei.. Floor)
- Dielen 21mm

Gerne würden wir den Bodenaufbau nach EnEv realisieren (U- Wert 0,35 W/m2).
Bei Holzfaserplatten wären das etwa 120mm.

Heute habe ich beim besagten Anbieter für Holzfaserplatten angerufen, der mich darauf hingewiesen hat, dass "zu viel" Dämmung zu Kondensatausfall führen kann, was bei Holzfaser im Boden kontraproduktiv wäre. Er hat 40mm Dämmung vorgeschlagen.
Jetzt bin ich ein wenig verunsichert, da ich hier im Forum immer von mind. 10cm Dämmung gelesen habe.
Primär ist mir wichtig, dass der "gute Wille" nicht zu Bauschäden führt, sowie ein angenehmes Fußbodenklima im Winter. EnEV steht hinten an...

40mm Dämmung wären toll für unseren Geldbeutel, kommen mir aber dann doch sehr wenig vor.

Habt Ihr Erfahrungswerte zu dem besagten Fußbodenaufbau?

Unser geplanter Bodenaufbau liegt bei ca 21cm. Es müsste also 9cm unter der Sauberkeitsschicht aufgetragen werden. bei knapp 65qm sind das so einige Schubkarren.
Würdet ihr dafür einfach verdichtungsfähigen Füllboden 0/20 nehmen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

sil le



Fußbodenaufbau


Fußbodenaufbau

Hier ein Bild der aktuellen Situation.



Fußbodenaufbau


Fußbodenaufbau

weitere Perspektive



Statt des Estrichs...



...kannst Du Leichtbeton nehmen. Der dämmt gleichfalls (je nach Zusammensetzung) und minimiert auch das Ausfallsrisiko für Kondensat. Ich habe derartiges bei dem Aufbau mit HWPl im Übrigen noch nicht beobachtet.

Kondensat wird durch das hohlraumfreie Arbeiten dieser Aufbauvariante ohnehin minimiert.

Hast Du den Dämmwert der Dielung mit berechnet?

In Sachen Fussböden halte ich die U-Wert-Rechnerei ohnehin für verfehlt - das ist allenfalls bei Aussenwänden zielführend. Ich glaube weiterhin nicht, daß der Unterschied zwischen 120 und 60mm HWPl beim Heizbedarf oder beim Wohlbefinden für bemerkenswerte Unterschiede sorgen könnte.

Grüße

Thomas



Leichtbeton



Wieso liegen dort Ziegel
Ist es ein Kellerabgang (nicht unterkellert)
Leichtbeton gibt es für kleines geld im Bauhaus und co
Habe selbst damit einen Fußbodenaufbau vorgenommen
(Furchtbares material) bleibe lieber etwas tiefer als geplant.
Zu beachten ist ein aufsteigen der Nässe zu berücksichtigen.

Mein Aufbau Sauberkeitsschicht hast du mit den Ziegeln
Bitumenanstich. Schweißbahn. Leichtbeton (Hagebau) zementgebundene Styropor Mischung
Kratzspachtellung weil's nicht den Ansprüchen genügt hat vorübergehend lenolium
Und nun Fußbodenheizung mit Betonfliesen in Dickschicht verfahren



Nachtrag:



Der Leichtbeton sollte wirklich waagerecht abgezogen werden. Der Aufbau mit HWPl bietet keine Möglichkeiten zur Nivellierung.



re: Statt des Estrichs...



Hallo Thomas,

danke für Deine Rückmeldung!

Guter Punkt, hatte den Dämmwert der Dielung nicht einbezogen.

Werde mich, was den Einsatz von Leichtbeton angeht, auf jeden Fall informieren.
Es soll ja deutlich aufwändiger als normaler Estrich zu Verlegen sein.

Hast Du, wenn Du HWPI verwendet hast, diese immer auf Leichtbeton verlegt?
Wenn Du aus Deinen Erfahrungswerten keinen Unterschied bei dem Einbau von 120 oder 60mm HWPI feststellen konntest, ist das für mich eine wichtige Info.
Muss dann nur schauen, wie ich dann auf meine Aufbauhöhe komme. Diese ist durch die bestehende Treppe festgelegt.

Grüße und einen schönen Sonntag



re: Leichtbeton



Hallo Lars,

danke für Deine Nachricht!

Die Ziegel auf dem Boden (liegen auf dem gewachsenen Boden) waren damals die Sauberkeitsschicht, auf der dann die Ziegeltürmchen gestapelt wurden. Auf diesen waren dann die Balken für die Dielung aufgelegt.
Das Haus ist nicht unterkellert, hat aber im Eingangsbereich einen Hausanschlussschacht. Kann man auf den Bildern schlecht erkennen.

Wie viel Aufbauhöhe hast Du mit dem Leichtbeton vorgenommen? Hast Du den Leichtbeton in Lehren verlegt? Die Verarbeitungszeit soll, soweit ich gelesen habe, sehr eingeschränkt sein.

Grüße und einen schönen Sonntag



Füllung zur Aufbauhöhe



du könntest die fehlende Höhe mit Rollkies 16/32 auffüllen, händisch verdichten, Schrenzlage aufbringen, damit der Estrich nicht in den Kies läuft. Ist die preiswerteste Variante.



So geht's auch



Herstellen einer kapilarbrechender Schicht
Aber Rollkies Bläser sich nicht verdichten nur gebrochenes Material
Sonnst währen alle Sandstrände Bock hart

Die Aufbauhöhe hängt vom Material und Anbieter ab jedoch unter 3 cm würde ich was anderes übelegen

Ich hatte was ausprobiert und den Dreck mit Zement gemicht eingebaut und abgeglättet
Vorübergehender Arbeitsbereich zudem ist es so das die Jauchegrube im haus sich befand und extremst hart war da hat die te 100 echt zu kämpfen gehabt (Glashart)

Ich hatte Höhenunterschiede bis 7 cm bei Gefälle von 4 cm
Buckelliga und rissig
Zu vergleichen mit deinen Steinen da kann auch keine gleitschicht

Eine intelligente Folie ist bei dir zu überlegen da die Rohre schon verlegt sind oder kapilarbrechend und darauf dann den Leichtmörtel mein Fehler kein langsam laufender doppelrührer überall Styroporkügelchen
Ich hab ewig gesaugt. Es ist superleicht geht sauschnell und zügig kann man Weitermachen kaum Wassereintrag nur mit der Ebenheit war ich nicht zufrieden

Habe 400qm mit dem Zeug eingebaut aber Profi mäßig. Betonglätter, technologen vom Betonwerk
Können dir da bestimmt Firmen nennen die das Ausführen könnten wenn du mit dem holzwolle Zeug arbeiten möchtest.
Ich meine nur zur Vorsicht ist eine Folie oder sonstige Maßnahme sinnvoll

Meine Frau arbeitet dort halbtags (Floristin ) immer am selben Fleck
Ich jedenfalls bin äußerst zufrieden.



Nicht immer...



...war Leichbeton drunter. Oft baut man ja auch auf einem älterem Unterbeton auf.

Wenn man den Leichtbeton fertig anliefern lässt, ist der Aufwand gleich. Wichtig ist nur, daß man vorher alles perfekt vorbereitet hat, so daß das Abziehen reibungslos vonstatten geht.

Grüße

Thomas