Dielenboden

04.05.2014 Mattes



Hallo liebe Forumsteilnehmer,
in Kürze planen wir den Austausch des alten bestehenden Dielenbodens im Erdgeschoß,da dieser leider nicht mehr zu retten ist und der Boden begradigt werden muss.
Wir würden dann gerne eine Dämmung einbringen, da doch spürbar im Winter die Kälte durch den unbeheizten Keller hochsteigt und für kalte Füße sorgt.
Wir haben noch etliche qm Holzfaserplatten(Steicoflex) vom Dachausbau übrig und diese wollte ich als Dämmung verwenden.
Das Problem scheint ja mal wieder der Einsatz einer Dampfbremse bzw. Sperre zu sein,da gehen die Meinungen der Experten ja weit auseinander.
Aufgrund der Höhe ist eine Dämmung kellerseitig leider nicht möglich.
Die Decke besteht aus einer Betonplatte(ca. 16cm dick).
Zur Zeit gibt es 4 Meinungen:
1.Gar keine Folie.Feuchtigkeit kann durch die kapillare Wirkung des Dämmstoffes abtrocknen.
2.Schweißbahn oder Folie auf die Betondecke und dann Dämmung und Dielen.
3.Dammung direkt auf den Beton und eine variabele Folie unter die Dielen(ähnlich wie bei einem Dachausbau)
4.Folie oder Schweißbahn auf den Beton.Dämmung und dann noch eine Folie unter die Dielen.

Was meint Ihr zu Thema.Ich würde mich riesig über Eure Meinungen freuen.Bis dahin

Mattes



Tatsächlich?



"da gehen die Meinungen der Experten ja weit auseinander."

Wenn Sie die Schwätzer abtrennen, werden Sie schon 'mal keinen Aufbau mit einer Dampfbremse finden, die ist für diesen Zweck nicht gedacht. Das wird Ihnen jeder Hersteller bestätigen.

Und wenn Sie mir jetzt einen ernstzunehmenden Experten nennen können, der organische Dämmstoffe pur auf die Betonplatte verlegt, können Sie mich echt überraschen.

Variante 1 und 3 scheiden aus, das wird u.U. schnell zur Schwammzucht. Bei 3. scheint das nahezu unausweichlich, weil die Dämmung auf der nassen Seite liegt, bei 1. haben Sie eine gut 50% Chance auf einen lebendigen Unterbau.

4. ist abzulehnen, weil die Holzweichfaserplatte zwischen 2 Sperrschichten liegt. Das ist sinnlos, und kann im ungünstigsten Fall zur Auffeuchtung des Dämmstoffes führen - durch Kondenswasser

Verbleibt nur 2. Wählen Sie die zwischen den HWPl - Platten liegenden Lagerhölzer 5mm flacher als die Platten, dann liegt Ihre Dielung vollflächig auf. Wenn Ihre Holzweichfaserolatte wenigstens eine Rohdichte von 0,15 hat, funktioniert das bestens.

Grüße

Thomas



da bin ich aber platt



...3 Architekten,2 Bauingenieure wurden im Vorfeld kontaktiert und um Rat gebeten.
Unter uns gesagt bei dem Thema versagt einfach jeder,meines Erachtens unmöglich hier eine Aussage zu treffen.
...ich hätte 3 favorisiert,da ich nun wirklich nicht den Unterschied zu einem Dachausbau sehe,das Kondensat ist im Zimmer und möchte zur kältesten Stelle,ist dies nicht die Betondecke??.Wovor soll die Schweißbahn denn schützen???Ich lese wie Du sagtest ,bei jedem Hersteller,vor aufsteigender Feutigkeit,ist mir aber irgendwie nicht plausibel.
Wäre da nicht jeder Dachausbau nach Vorschrift genauso falsch,da gehört die Dampfbremse auch(laut Experten) auf die Innenseite
Das ganze Thema Dämmung etc. ist reine Philosophie und hat nichts mit Ingenieurskunst zu tun,...leider



Lieber Matthes,



straff verkürzt lässt sich sagen, daß Häuser durchaus fertig werden können, wenn man's richtig macht.

Du hast keine Ahnung und fragst; ich antworte und begründe. Und dann kommst Du daher und setzt Dach und Fußboden gleich. Ich bin Dielenbodenbauer und kann Dir versichern, daß der vorgeschlagene Aufbau funktioniert. Habe Bedenken zu den anderen 3 Varianten angemeldet. Hinsichtlich eines Dielenfußbodens habe ich deutlich mehr Erfahrung als Generalisten wie Architekten und Bauingenieure, deren zitronenfalterartige Ausschreibungen ich oft erst einmal vom Kopf auf die Füße stellen muß, um überhaupt ein Angebot abgeben zu können.

Ich erkläre ungern Banales, dennoch: Bei 3. legst Du organische Substanz auf einen kellerfeuchten Beton und dichtest nach oben ab. Das ist sowas von unbelüftet, daß das mit einem Dach wirklich nichts zu tun hat.

Grüße

Thomas



Dito



...auch wenn man es richtig macht werden Häuser nicht fertig,...

...wäre ja auch langweilig,...

...da sind wir ja schon 2 die eindeutig feststellen müssen, dass unseren sogenannten Fachleuten jegliche Erfahrung auf diesem Gebiet zu fehlen scheint,nun gut woher sollen diese denn auch kommen,die unzähligen Dämmsünden werden wahrscheinlich erst in etlichen Jahren zu erkennen sein.
Wie gesagt ich bin da ganz Deiner Meinung und bin dankbar für Deine Ausführungen.Du solltest nur Nachsicht walten lassen für mich sind einige Sachen nicht so banal.Ich habe noch nie Feuchtigkeit an der Kellerdecke entdeckt.Weder von unten (Kelleransicht),noch von oben .Die ausgebauten Lagerhölzer waren furztrocken,keine Spur von Feuchtigkeit,natürlich eventuell auch begünstigt durch den Hohlraum (Luftzirkulation).
Wenn eine angebliche aufsteigende Feuchtigkeit nicht mehr durch die Betonplatte diffundieren kann(Schweißbahn) müsste es ja zu einer Tropfenbildung an der Kellerdecke kommen.
Sei es drum,wahrscheinlich verstehe ich das Ganze wirklich nicht und werde mich an den Herstellerangaben bzw. an Deinem empfohlenem Aufbau orientieren.
Sollte ich die Schweißbahn denn auch an den Wänden bis kurz unter die Fußleisten hochziehen?



Zu den Unterschieden:



In Dach und W?nden gilt die Faustregel: Das physikalisch dichtere Material sollte nach innen.
Au?erhalb von Wand und Dach gibt es nur Luft.
Au?erhalb des Kellerbodens ist Erdreich.
Deshalb funktioniert diese Faustregel f?r den Kellerboden nicht.
Bei Dach und Decke sollte bei richtigem Aufbau ein Dampfdruckgef?lle von innen nach au?en sein. Das kann es beim Keller nicht geben.
hier gibt es nur Kapillarwirkung. Und die ist von unten nach oben.
Ralph Schneidewind
So habe ich als Zimmerergeselle das verstanden. Falls da was nicht stimmt, bitte ich die mitlesenden Fachleute mich zu verbessern. :-)



Ergänzung:



"Sollte ich die Schweißbahn denn auch an den Wänden bis kurz unter die Fußleisten hochziehen?"

Ja, das ist zu empfehlen.

Die Zustände "trocken" und "feucht" sind, anders als z.B. "schwanger", nicht klar abgrenzbar, und Wasserdampf sieht man nicht.

Bauholz gilt z.B. als "getrocknet", wenn es weniger als 20% Holzfeuchte hat. Bei 20% Holzfeuchte ist aber bereits ein Anobienneubefall der Lagerhölzer möglich. Die 20% werden aber in der beschriebenen Einbausituation erreicht und überboten...

Alles in Allem ist die Altbausanierung wirklich einfach (wenn man's richtig macht :-)

Grüße

Thomas



...,so,...



...jetzt hab ich mir mal die Einträge im Forum der letzten Jahre angeschaut.
Grundtenor: Die Dampfbremse gehört immer auf die Warmseite.

@ralph:Unter dem Erdgeschoss ist ein unbeheizter Keller,aufgrund der Brennwerttherme mit ständig geöffnetem Fenster--->Luft ohne Ende--->???

Temperaturdifferenzen im Winter von bis zu 30 Grad vom Kellerraum zum beheitzen Zimmer(Draußen - 10 Grad Zimmer 20 Grad beheizt)

---Die Schweißbahn gehört doch dann unter die Betonplatte und unterhalb der Dielen eine Dampfbremse,...



...merkt Ihr was,...



...,absolutes Schweigen im Walde,unter uns Schraubern und Naglern gesagt,absolut genau das was ich seit Jahren leidvoll erfahren muss.Keine Ahnung in punkto Dämmung,keiner der Herren Akademiker,nur bla,bla,bla.
Na ja,woher auch.Auf jeden Fall Danke Jungs für Eure Meinung.
Meiner Meinung nach lass ich einfach ne Luftschicht direkt über dem Beton und dann kommt die Dämmung,ohne Folie etc,...



Spinner!



viel Spaß beim Basteln. Eine "Dampfbremse" hat hier noch keiner nachvollziehbar empfohlen.

Wenn's nicht klappt, OBI verkauft Schaufeln zum Entsorgen des vergammelten Unterbaues schon für 10 Euronen.

Schipp Schipp Hurra

Thomas



Sorry, Mathes,



dass unter dem Boden ein unbeheizter Keller ist habe ich nicht gerafft. Ich dachte, das wäre der Boden zum Erdreich. Kann ja mal passieren, oder? Jetzt wo Du es erwähnt hast fiel's mir beim nochmaligen durchlesen Deines Textes auf.
Ralph Schneidewind





So lecker kann es hinter einer Dampfbremse ausschauen:
Bauexperten
Dafür reicht dann einmal feucht durchwischen.
Auch so ganz vergessen, das Dach wird hinterlüftet. Also vergiss nicht deine Wand aufzusägen damit die Luft zwischen Beton und Dämmung zirkulieren kann.



....,ich sag ja



...Enttäuschung auf allen Ebenen.Selbst Ihr habt nichts fundiertes in petto.
€Thomas:Du hast wahrlich schon mal bessere Statements abgegeben und ich werde bestimmt Deine Kompentenz als Dielenbodenbauer anerkennen,aber von dem Thema Dämmung solltest Du besser die Finger lassen.Du kannst ja mal wenn Du Zeit hast ne Kiste bauen mit ner Öffnung in der Du dann einfach das Kondensat eines kochenden Kochtopfes einlässt.Das Wasser kannst Du dann nämlich mit nem Strohhalm aus dem abgedichteten Boden saugen.
@fabig:Ich muss da gar nichts aufsägen,denn eine Luftzirkulation ist gegeben.Auf Deutsch gesagt es zieht wie Hülle unter den Dielen.Seit wann sind denn alle Dachkonstruktionen hinterlüftet,schmarn,aber richtiger Schmarn.
...das einzig Wahre wäre den identischen Aufbau zu nehmen wie vor 100 Jahren,ohne Dämmung,zwar Kalt an den Füßen aber ansonsten sehr gesund und haltbar.



Der Unterbau...



gehört zwingend zum Dielenboden, und wir bauen sowas, incl. Dämmung, üblicherweise gemeinsam.

Deine überaus albernen und sachfremden Gleichnisse zeigen, daß Du an und für sich nur reden willst. Kompetent ist für Dich nur, wer Deine baulichen Novitäten gut findet?

Sowas brauche ich doch wie ein drittes Knie. Viel Spaß beim Basteln, ich klinke mich aus.