Wärmedämmung eines Dachgeschosses

11.07.2005



Hallo,

ich bin neu her im Forum, muß aber erstaml ein dickes Lob für die komplette Seite fachwerk.de aussprechen, habe jetzt schon viel gelesen und mir sind wichtige Zusammenhänge schgon klarer geworden. Leider bin ich immer noch verunsichert.

Aber mal zu meiner Frage, habe es schon über die Suche probiert, aber irgendwie habe ich noch nichts passendes gefunden. Wir wollen das Dachgeschoss unseres Fachwerkhauses ausbauen. Es sind ca ca. 160qm, die schon durch eine Lehm-Fachwerk-Wand zu 1/3 - 2/3 geteilt sind. Es soll erstmal nur die große Fläche genutzt werden. Damit ergeben sich eine Giebelaussenwand und eine Wand hinter der ungedämmter Raum liegt. Wie kann man nun diese Wände und die Dachschrägen (nur Sparren und Ziegel) richtig dämmen? Eine Aussendämmung kommt nicht in Frage, da die Fachwerkansicht erhalten werden soll. Zusätzlich ist der Raum noch in 2,70m Höhe, durch eine eingezogene Holzdecke mit Gipsauflage nach oben beschränkt, die auch noch gedämmt werden müßte.

Bin für jeden Tip dankbar.

Gruß
Florian



Dämmung ja oder nein!



Das ist hier die Frage!
Überprüfen Sie ob die Dämmerei nicht duch "Masse" ersetzt werden kann! Lehmsteine, quasiAusfachenunen, Holz - Masse eben!
Dann schauen Sie unter "Temperierung" und Strahlungsheizung nach und informieren sich über die Zusammenhänge in diesen Bereichen! Da werden Sie dannweder eine "Innendämmung" brauchen noch eine Gespinstdämmung etc.
Damit bleiben Sie bei dem alten Haus im "System" und haben keine Scherereien mit der Bauphysik und auf lange Sicht keine Bauschäden und der Geldbeutel dankt es Ihnen auch!
An sonsten würde ich Ihnen raten komplexere Zusammenhänge und Arbeitsschritte duch eine Beratung professioneller Art abzudecken!

Glück auf und viel Erfolg

Florian Kurz





erstmal Danke für die Antwort.
Habe hier im Forum mal nach Temperierung, Strahlungsheizung und Gespinstdämmung gesucht, aber noch nichts allgemein informatives gefunden. Wo könnte ich mich denn da am Betsen mal informieren.
Ist es dann wirklich so das gar nichts gedämmt wird?? Wie sieht es mit den Dachschrägen aus?

Gruß
Florian



Hallo Namensfetter!



da können Sie z.B. mal googeln!
oder beim Kollegen Fischer, Konrad mal auf seiner Homepage schauen
http://www.konrad-fischer-info.de/
da finden Sie dann auch weitere Links und Infos!
Aber Vorsicht!
Sie werden vom 100ste ins 1000ste kommen und am Ende werden Sie nicht mehr wissen wo Ihnen der Kopf steht! Also das in kleinen Dosen geniessen!

"Ist es dann wirklich so das gar nichts gedämmt wird"
Das kommt darauf an, was Sie unter "Dämmen" verstehen?!
Aber lesen Sie erst einmal und versuchen Sie es zu verstehen!

Bei so komplexen Sachen wie "Bauen im Bestand" oder "Bauen ohne Nachsanierung" rate ich Ihnen sich intensiv zu informieren und professionell beraten zu lassen! Kann zwar was kosten - aber es ist m.E. nicht "umsonst"!

An sonsten: Schritt für Schritt zum Erfolg!
nachhaltige Grüsse

FK





ja bin dann auch auf google gekommen und bin dort dann auch fündig geworden. Allerdings ist mir der Unterschied zwischen Strahlungsheizung und Unterwandheizung noch nicht ganz klar, Besteht denn überhaupt einer?

Gruß
Florian



@Florian



… also so ad hoc geht das nicht …
versuch dich noch ein bisschen weiter - du wirst es schon schaffen
Im Prinzip jein aber auch doch nicht!
Da kann man nicht Aprikosen mit Granatäpfeln vergleichen!

mfG

FK



Interessehalber frag ich mal



Lieber Florian Kurz, worin genau liegt der Nutzwert deiner Beiträge hier? Wo hast du versucht, die Verunsicherung von Florian Granel in irgendwelchen Punkten zu beseitigen? Hilf mir bitte. Ich gebe mir wirklich Mühe, herauszufinden, wo genau du ihm konkret helfen wolltest. Ich kriege es nicht hin, sorry.

Aber das hier:
… also so ad hoc geht das nicht …
versuch dich noch ein bisschen weiter - du wirst es schon schaffen
Im Prinzip jein aber auch doch nicht!
Da kann man nicht Aprikosen mit Granatäpfeln vergleichen!


ist eine reife Leistung für eine Antwort. Die hebe ich mir auf.



… gehört zwar nicht hier her …



… aber bitte!
neben dem Verweis auf die "Forumsregeln" bezüglich "Meinung" und "Beratung"
halte ich es auch manchmal für besser, wenn man die Frager auf die "richtige" Fährte schickt und die Ihr Wissen sich dadurch erarbeiten.
(Das habe ich damals in den Vorlesungen in Psychologie und oder Pädagogik gelernt)
Andererseits kann ich hier nicht sämtliche physikalischen Zusammenhänge von Wärmeleitung, Wärmestrahlung, Amplitudendämpfung etc. pp. bis aufs kleinste auseinandersetzen nur um "helfen" zu wollen.
Ich weiß auch nicht ob der Florian Granel so verunsichert ist über meine Beiträge - fragen wir Ihn doch ganz einfach!
Aber diese Antwort wird mir wieder ein dickes Minus einbringen! Vielleicht wird der Beitrag auch einfach gelöscht - schwubs - das kommt vor! Schön ist es doch nicht - finde ich!

Zum Thema:
die Wandheizung ist wie die Temperierung eine Strahlungsheizung in abgewandelter Form. Bei Wandheizsystemen kann es durch Bauwerksbewegungen zu Havarien im Wasserkreislauf führen - aber das kann bei "konventioneller Heizart" auch passieren!
Bei der Temperierung gibt es auch x verschiednene Ansätze und wie bei den Wandheizflächensystemen auch.
Ein weiteres Beispiel für eine "gute" Strahlungsheizquelle ist der altbewährte Grundofen oder Kachelofen.

das fürs erste

FK





also verunsichert kann man da nicht sagen, war aber schon mal ein guter Denkanstoss. Was mir jetzt erstmal klar ist eine herkömmliche Dämmung, wie ich sie mir erst vorgestellt hatte, wie Lehmwand/Lattung/Dämmung/DiffusionsdichteFolie/Rigips ist für eine Altbauaussenwand, wohl das schlechteste was man sich überlegen kann.
Was mir noch nicht richtig klar ist, was gegen diesen Aufbau bei den Dachflächen spricht, mit einer Hinterbelüftung natürlich?
Ist es denn nicht auch logisch, dass bei keiner Dämmung die Heizleistung höher sein muß und wie sieht es im Sommer mit der Wärme aus ohne Dämmung?
Falls ein Kachelofen wirklich als Strahlungsheizung gilt, wird das wohl so realisiert, weil mittig ein Scornstein hochgeht und von vornherein geplant war, dass dort eine geschlossener Kamin oder Kachelofen hin soll.

D.h. es sollte dann eine Begradigung Schiefer Wände ohne Dämmung vollkommen ausreichen?

Gruß Florian



"Sollte eine Begradigung schiefer Wände ohne Dämmung vollkommen ausreichen?"



Bei den Massivgefachen ja. Und bei den Dachsparren mit Luft dazwischen nein. Die "Wärmedämmung" muß maximal speicherfähig - nicht luftig - sein, dann klappts. Googeln Sie doch mal Lichtenfelser Experiment oder suchen Sie es auf meiner Homepage, das klärt auf. Da gibt es dann beide "Meinungen" und Sie entscheiden, wo für Sie die bessere Logik drin aufscheint.

Es gibt doch noch Meinungsfreiheit! Und wer für Denkanstösse zugänglich ist, wird sie nutzen. Dazu gratuliere ich Ihnen.





@Konrad Fischer:
Bei den Massivgefachen ja.
Und bei den Dachsparren mit Luft dazwischen nein

Auf was Bezieht sich das jetzt genau?

Gruß
Florian



Praktisches Beispiel



habe noch mal eine Frage zur Aussenwanddämmung. Unser Schlafzimmer ist im Winter extrem kalt, da 2 Aussenwände und ungedämmt. Wie könnte man da jetzt Abhilfe schaffen, im Baustoffhandel wurde geraten Rigips mit Styropor direkt an die Wand zu kleben.

Meinungen?

Gruß
Florian



praktisch ist unpraktisch …



… die "Weiße Zwietracht" wie Ihnen vorgeschlagen wurde kann und wird im Altbau, Fachwerkbau etc zum Bumerang werden!
Finger weg davon!
Was haben Sie für Fenster?
ist es möglich auf einfache Weise einen Vor- und Rücklauf in das Zimmer zu legen?

FK





Sind Thermopen-Fenster wurden im Schlafzimmer erst erneuert. Was heißt denn Vor- und Rücklauf? und das dann als Dämmung??



Mit Isofenstern hat man das Problem, daß sie die Feuchte nicht so gut rauslassen.



Und steigende Feuchte heißt sinkende Temperaturen bei gleicher Heizleistung bzw. gleiche Temperatur mit steigender Heizleistung - ein Naturgesetz.

Wenn Sie Ihre Wandbereiche massiv/speicherfähig nachdämmen, kann das die Sache schon verbessern. Und bei einer Strahlungsheizung erreichen Sie auf jeden Fall wärmere Oberflächentemperaturen und bessere Behaglichkeit bei gleichzeitig kühlerer Lufttemperatur und geringeren Abluftverlusten.





und WOMIT sollte man massiv/speicherfähig nachdämmen, das ist es was ich noch nicht im entferntesten weiß. Alle sagen was nicht genommen werden darf bei Altbauten, aber was eine Alternative ist, sagen nur die wenigsten.

Vielen Dank schonmal
Florian



Tja,



mir kommen echt die Tränen, wenn ich mal wieder nach einer Woche in mein liebstes Forum schaue und mal wieder eine Liste schlechter Beiträge lese. In den Beiträgen wird zweimal auf Ihre geschätzte Seite verwiesen. Ansonsten fühlt man sich wie beim Therapeuten auf der Bank. Konkretes kann ich leider nicht mehr finden.



Gerne trage ich zur weiteren Verwirrung bei



Jede Innendämmung bedarf einer bauphysikalischen Berechnung.
Grundsätzlich kommen sehr viele verschiedene Stoffe in Frage: Leichtlehm, Calciumsilikatplatten, Mineralschaumplatten, Zellulose, Flachs. Bei allem ist eine äußerst sorgfältige Planung UND Ausführung unbedingt notwendig. Hier kann jeder Pfusch schlimme Konsequenzem haben.
Wenn Ihre Außenwände kalt sind, ist die Ursache der starke Abfluss von Wärme. Diese Wände dann zu temperieren ist ein ökonomischer und ökologischer Unfug (bei Kirchen allerdings manchmal sinnvoll!). Das ist ein ähnlich guter Rat, wie in einer Situation in der es zieht, weil ein Fenster auf ist zu fordern ein Gegengebläse einzubauen. Häufig sind die ganz einfachen Rezepte die besten: Fenster zu. Un in Ihrem Fall: dämmen.
Es sei denn Sie möchten jenseits der Außenwand Palmen züchten.





also das gedämmt werden muß ist mir ja klar, doch es ist mir bei weitem nicht klar welche Materialien ich dazu verwenden soll. Vielleicht könnte mir da jemand noch auf die Sprünge helfen.

MfG
Florian



Für das Dach



empfehle ich Ihnen Zellulose in einer Stärke von 20 bis 30 cm. Und den ketzerischen Fragen vorweg: Die Borsalzimprägnierung dünstet nicht aus, Mäuse lieben diese Material nicht besonders (außer den Pharao-Mäusen ;-)). Insgesamt dampfdiffusionsoffener Aufbau, innen luftdicht - ganz wichtig!



Dachdämmung



Auch mich würde es total interessieren, was die Kollegen Florian Kurz und Konrad Fischer denn für die "Dämmung" der Dachschrägen empfehlen.
Welche Materialien in welchen Schichtdicken (wenigsten prinzipiell, denn Berechnungen sind ja an dieser Stelle nicht angesagt) sollten zwischen bzw. unter die Sparren eingebaut werden, um die erforderliche Massse zu einer wirkungsvollen Amplitudendämpfung zu erhalten, ohne die Statik von Sparren, Dachstuhl und des gesamten Gefüges völlig zu überlasten.
Mit einer 2 cm starken Lehmplatte - fertig!-(z.B.) wird der Florian Granel doch vermutlich nicht auskommen, oder?

Der Ansatz "Masse anstatt luftig flockig filzig" als Konsequenz Ihrer Messungen und Experimente ist ja nachvollziebar, aber bei diesem vagen Hinweis kann es doch auf Dauer nicht bleiben. Geben Sie doch mal einen konkreten nachvollziebaren Aufbau an, über den man dann discutieren kann. Diese Frage- und Antwortlinie ist doch ein gutes Beispiel dafür.

Sachlich fachlich und ohne allzu viel Emotion.
an dieser Stelle kurz angemenkt: Ich finde die konsequente Abwertung der Beiträge der Kollegen Kurz und Fischer übrigens ziemlich albern und wenig hilfreich gerade auch für Laien. Kann man denn nicht mal sachlich, fair und offen auch neue Erkenntnisse, Ideen und Anregungen discutieren? Das ist doch nicht alles "regelwidrig" was hier beigetragen wird.

einen sommerlichen Tag wünscht



Ich



kann Ihnen auch nur die Zellulose für das Dach empfehlen. Im Wandbereich würde ich Weichholzfaser oder Schilfrohrdämmplatten verwenden. Dazu gibt es schöne Konstruktionbeschreibungen unter www.claytec.com

Viele Grüße Gerd Meurer





vielen Dank für die jetzt wirklich mal konstruktiven Vorschläge, auf so etwas habe ich gewartet.

Trotzdem fällt es mir im Moment noch sehr schwer zu differenzieren was nun wirklich das richtige für mich ist. Einen Mittelweg der beiden Extremlösungen scheint es ja nicht zu geben, sonst würden sich dieses wirklich gute Forum nicht so in zwei Lager aufspalten.
Auf der einen Seite klingt das Lichtenfelser Experiment von Herrn Fischer und Co sehr plausibel, wobei es aber auch nur für die Sommermonate Verwendung findet. Ich will aber auch nicht im Winter im dicken Parker auf dem Sofa sitzen, also ist die logische Schlussfolgerung für mich, es muß gedämmt werden! Die Frage, die sich jetzt für mich stellt, ist was für Materialien sollte bzw. darf ich verwenden. Einge Vorschläge wurden dazu ja schn gemacht.

Gruß
Florian



Die



Meinungen zu den Dämmstoffen gehen auch hier im Forum auseinander. Empfehlenswert ist ein Dämmstoff der ohne Dampfsperre eingebaut wird. Das sind nun mal die Naturdämm- oder Recylingdämmstoffe wie Zellulose. Zu Wandheizugen können Sie sich mal www.wem-wandheizung.de schauen. Dazu und auch zu den Baustoffen unformieren wir unverbindlich.
Viele Grüße Gerd Meurer





wie soll Zellulose ohne Dampfsperre eingebaut werden, ohne das das Feuchtigkeit zieht?



Es



gibt einen Unterschied zwischen Dampfbremese und Dampfsperre. Die erstgeannte wird in der Regel bei Naturdämmstoffen eingesetzt. Hierdurch wird die Winddichtigkeit und nicht die Dampfdichtigkeit gewährleistet.

Grüße aus koblenz