Will Fachwerkmauer dämmen

10.12.2011



Nettes Hallo an alle.
Habe jetzt ein älteres Haus gekauft.
Größte Teil des Hauses besteht aus minimum 53cm Bruchstein Wänden.Lohnt es sich diese überhaupt zu dämmen?Und wenn ja mit welchem Dämmstoff?
Und der 2 Teil des Hauses besteht aus Fachwerk Wanddicke um die 15cm dieses wird aufjedenfall gedämmt aber was soll ich da am besten nehmen.Holzfaser oder Hanffasern und wie mache ich das am besten und welche Dicke denkt Ihr.Ich habe so an 160 oder 200mm gedacht.Vermute mal das Ihr mir von Styropor abratet.Achso noch was werde nur innen dämmen da ich die äußere Fassade erhalten will.
Desweitern werden nächstes Jahr neue Fenster kommen 3 Fach verglasst und wohl aus Kunstoff.

Gruß

Ralf





Die Bruchsteinwand braucht nicht gedämmt zu werden, bei der Fachwerkwand reichen eigentlich 140mm Hanfdämmung.
Von innen Dämmen ist immer relativ schwer, da der Boden bzw die Decke im Wandbereich bis auf die Balkenlage aufgemacht werden muß, um die Dämmung durchgehend zu verlegen. Sonst gibts im Boden/Deckenbereich Kältebrücken. Daher ist es immer sinnvoller von außen zu Isolieren.
Und Ja, von Styropor raten dir hier alle ab :-)





Servus!

Mein haus hat 60-80 cm Bruchsteinmauern im UG und einen sagenhaft niedrigen Brennstoffbedarf (300m² Fläche, 10-15 Ster Holz). Im OG ist das außen verputzte Fachwerk auch nicht gedämmt. Wichtig ist, mal die Außenmauern warm zu kriegen. Schau doch mal meinen Beitrag über Hüllflächentemperierung ein paar Beiträge weiter oben an.

Und bevor Du Dir die dreifachen Kunststoffenster antust, überleg Dir das nochmal. Sie haben eine Kleinere Glasfläche und lassen auch noch weniger Licht durch. (jede Scheibe kostet so um die 15%).

Ich hab bei mir doppelverglaste Holzfenster mit schlanken Profil rein - Ich hab's nur wegen der Streicherei und dem Ziehen getan. Der Brennstoffverbrauch ist damit nicht zurückgegangen. Ich weis nicht, ob ich's nochmal tun würde - die alten Fenster haben besser dazugepasst... Und Schimmel hab ich mir durch die neuen, dichten auch eingehandelt.

Es gibt übrigens nur 6.2mm dickes Vakuumglas von Pilkington das kann man einfach in die alten Fenster reinkitten...

zu Dämmung, Fenster und Heizung kannst Du auch mal

http://www.konrad-fischer-info.de/

besuchen, das erweitert den Horizont.


Gute und nachhaltige Entscheidungen wünscht

Johannes



Tja



Gut die Bruchsteinwände wollte ich vorerst auch nicht dämmen.
Mit dem Fachwerk das macht mir etwas sorgen da es doch sehr dünn ist.
Das dämmen mit Hanf oder Holzfaser klingt am vernünftigsten für das Fachwerk.Obwohl ich jetzt auch über Tonziegel gelesen habe wäre auch Intressant.Aber zur Zeit raucht mir nur noch der Kopf.
Wie dämme ich eigentlich am Vernüftigsten da ich in der Materie ein absoluter Laie bin.
Desweiteren werde ich auch den Dachboden dämmen wohl mit Hanf oder Holzfaserplatten.Wird bei diesen auch eine Dampfsperre benutzt?Und wenn ja was bedeutet ofenporige Dampfsperre??Und die Beplankung wollte ich mit Regipsplatten machen ist das soweit ok?
Und zu den Fenster werde wohl dann doppelt Verglasung wählen.Bei den Fenster das zu wenig Licht reinfällt Glaube ich nicht da ich sehr große Fensterflächen habe. 1,1mx1,2 und davon immer mehre in den Räumen.
Aber ich bin schon ciemlich verwirrt zur Zeit.
Da wo ich mir sicher bin ist das ich die alte Ölheizung Baujahr 1990 gegen eine Pelletzheizung wechsele.
Hoffe Ihr könnt mir noch ein paar Tips geben
Danke

Rafael



Hallo Ralf,



lies doch 'mal die laufenden Diskussionen zum Thema. Dein Problem ist nicht so einzigartig.

Meine Meinung: Stein leitet die Wärme gut ab, Steinwände sind ziemlich kalt. Eine Dämmung ist sinnvoll, das könnte innen zum Beispiel Holzweichfaser oder Silikatfaserplatte sein, ggf. kombiniert mit einer Wandheizung in Lehmputz.

Ich wohne in einem Sandsteinhaus, und werde Dich nicht mit Verbräuchen beglücken, die nicht vergleichbar sind.

Ich empfinde die Wände als zu kalt, trotz angenehmer Raumtemperatur, und bereite (vorerst gedanklich) eine Innendämmung vor.

Grüße

Thomas



Fachwerk dämmen



Hallo Ralf,
eine Innendämmung der Bruchsteinwand ist auf jeden Fall ratsam, zumindest im warmen Kernbereich. Es geht dabei nicht so sehr um die Eingrenzung von Wärmeverlusten, sondern um die Anhebung der Bauteilinnentemperatur.
Zum Fachwerk:
Bei Sichtfachwerk halte ich solche Dämmstärken von 160 bzw. 200 mm schädlich. Außerdem ist so etwas aus konstruktiven Gründen sehr nachteilig, was Flächenverlust, Montage und geringere Belichtung betrifft.
Dämmstärken von ca. 80 mm sind für eine Fachwerkinnendämmung besser geeignet.
Innendämmung ist nichts für einen Heimwerker, dafür brauchen Sie fachliche Vorbereitung und Anleitung bei der Planung und Ausführung.
Fehler in der Bemessung und der Ausführung können zu gravierenden Schäden führen!
Dann sollten Sie daran denken, das Sie hier gesetzliche Vorgaben (ENEV) einhalten müssen.

Viele Grüße



Hallo Herr Böttcher



Danke für Ihre Info.
Aber die ENEV intressiert mich einen Sch.... ich lasse mir nicht vom Gesetzgeber vorschreiben was ich mit meiner eigenen Immobilie mache.Die zum Teil weniger Ahnung von der Materie haben wie Menschen die täglich damit umgehen.Wenn man sich hier so manchen Bericht durchliest ist das dämmen auch nicht immer das Gelbe vom Ei.
Und zum Heimwerker ich werde mir aufjedenfall noch mehr Rat einholen wie es geht und was man da machen kann.Und ich Glaube schon das ich es dann gedämmt bekomme.
Ich Danke Ihnen für den Rat mit den 80 mm was würden Sie den empfehlen?Oder beraten Sie auch vor Ort?Was sagen Sie den zu den neuen Fenster eher 2 fach oder 3 fach verglast?

Mit freundlichen Grüßen

Rafael



Innendämmung



Hallo Ralf,
Fachwerkinnendämmung wird heute üblicherweise mit Weichholzfaserplatten, geklebt bzw. eingebettet in Lehm, Wandheizung und Lehmputz realisiert. Die Dämmwerte sind nicht umwerfend, aber das Holztragwerk wird so vor innerer Durchfeuchtung geschützt.
Was die Fenster betrifft: Solche Entscheidungen trifft man nicht nach Gefühl sondern auf der Grundlage von Bemessungen. Die konkreten Bedingungen vor Ort, Aufwand und Nutzen sind hier zu berücksichtigen. Das trifft auch für die konstruktive Durchbildung und Materialwahl bei der Dämmung zu.
Hier sollte immer das Gebäude und die Nutzungsgewohnheiten seiner zukünftigen Bewohner ganzheitlich betrachtet werden. Einzellösungen sind oft kontraproduktiv, da sie sich behindern können.
Was die ENEV, die Landesbauordnung und die Unfallversicherung der Bau BG betrifft: Es ist ihre Sache ob sie gesetzliche Vorgaben einhalten oder dagegen verstoßen. Wenn Sie mit Leuten wie mit mir zusammenarbeiten werden wir Sie immer auf die bestehenden Gesetze, deren Einhaltung und auf die Konsequenzen von Gesetzesbrüchen hinweisen.

Ob ich auch vor Ort berate?
Ja, das mache ich.
Ohne Besichtigung vor Ort kann ich höchstens ein paar Allgemeinplätze angeben.
Ich fertige Bauzustandsanalysen und auf deren Grundlage Sanierungskonzepte für den jeweiligen Fall. In einfachen Fällen ist das mit einer mündlichen Beratung vor Ort und einer Aktennotiz als Niederschrift erledigt. Im Regelfall gibt es eine schriftliche Bauzustandsermittlung und darauf aufbauend Vorschläge zur künftigen Nutzung (Nutzungskonzept) und zur baulichen Umgestaltung (Sanierungskonzept). Auf Wunsch kann dazu noch eine gewerke- bzw. arbeitssystembezogene Aufgabenstellung samt Kostenschätzung kommen, wenn der Bauherr die Fremdfinanzierung bei seiner Bank abklären möchte.

Viele Grüße
p.s. wenn Sie wissen wollen wie so etwas aussieht kann ich ihnen mal ein Beispiel eines solchen Gesamtkonzeptes (anonymisiert, ohne Fotos ) zumailen.



Hallo Herr Böttcher



Das wäre sehr nett.
Darf man Fragen woher sie kommen.
Ich komme aus der Nähe von Bernkastel-Kues.

Mit freundlichen Grüßen

Rafael



Dämmung Fachwerk



hallo Ralf,
ich komme vom Ostharz, Aschersleben.

Viele Grüße



Wer von euch kennt den redstone Pura Dämmplatten



Wer von euch kennt die.
Und was halter Ihr von denen

Mit freundlichen Grüßen

Reichert Rafael