Dämmung von außen mit Scheinfachwerk

14.02.2008


Wir wollen unser Fachwerkhaus gerne von außen dämmen. Dabei wollen wir aber die Fachwerkoptik durch aufgebrachte Holzbohlen wiederherstellen. Geplant ist zunächst eine Schicht Mineralwolle oder Hanfmatten, dann Holzfaserplatten, darauf die Bohlen und die Gefache verputzen. Fragen: ist mit Feuchteschäden zu rechnen? Wie dick müssen die Bohlen sein, damit sie sich nicht verdrehen und welche Holzart eignet sich am Besten? Ist die Winddichtigkeit damit erreicht? Was ist mit Schlagregenbelastung? Ist bei den Fugen etwas besonders zu beachten? Und wie realisiert man das ganze konstruktiv (gerade im Hinblick auf den Schallschutz)?
Danke schon mal!



Außendämmung



Guten Tag,
tut mir leid, aber so eine seltsame Abfolge von Baustoffen läßt sich konstruktiv kaum fügen.
Eine Außendämmung hat zwangsläufig zur Folge, daß die Wand putzsichtig wird und die Fachwerkoptik verloren geht.
Beim Aufbohlen besteht die erste Schwierigkeit schon darin, daß sich für handgesägte Fachwerkbalken mit meist krummer Optik kaum passende Bohlen anfertigen lassen. Weiter geht es mit der Auskleidung der Gefache: Es ist Bastel- und Paßarbeit, die auch noch gewaltig ins Geld geht.
Überlegen Sie sich was geeigneteres, entweder eine konsequente Außendämmung oder eine Innendämmung.

Grüße vom Niederrhein



außendämmung/fachwerkhaus



guten abend!
allein die vorstellung erschreckt in vielerlei hinsicht, nicht nur im hinblick auf auf die geplante konstruktion!
überlegen sie sich doch eine innendämmung,wenn es ihnen um das sichtbare Fachwerk geht,ich habe gute erfahrungen mit schilfmatten, Wandheizung und Lehmputz gemacht (super Raumklima und sparsam!), was das bißchen platzverlust unbedingt rechtfertigt. eine romantisch verklärte fachwerkOPTIK zu erzeugen ist schon ein bißchen fragwürdig, oder nicht? ich bin sicher, daß sie noch eine angemessenere lösung finden werden! viele grüße aus günzburg! carmen riedl



Das wird



ein teures Vergnügen. wenn´s funktionieren soll, muss praktisch eine neue Fachwerkwand davor gestellt werden. Selbst 6 cm dicke Bohlen werden in absehbahrer Zeit eine hübsche Korkenzieheroptik bekommen und den schönen neuen Putz zerkrümeln. Ausserdem wird die Ansicht des Gebäudes leiden ( Dachüberstand, Fensterlaibungen etc.). Da macht´s wirklich Sinn, über ´ne Innendämmung nachzudenken.
MfG
dasMaurer





Es gibt aufklebbare Plastikstücke für WDVS-Styroporwände, die von weitem aussehen wie ein Stück Bruchsteinmauer. Vielleicht gibt es bei den Herstellern derartiger Teile auch Plastikbalken zum Anbringen, da Sie wahrscheinlich nicht der erste sind, der eine derartige [ zensiert] Idee hat.


Brrrrr!



Scheinfachwerk



Vor ein paar Wochen hatten wir dieses Thema schon mal.
Es gibt im Thüringer Raum einen Anbieter von solchem Potemkin- Fachwerk, der die Optik und Struktur von Fachwerk im Putz einarbeitet.
Das wäre zwar immer noch (meiner Ansicht nach) scheußlich, aber baupyysikalisch sicherer als die angedachte Variante.

Viele Grüße



Dämmung von Aussen mit Fachwerkoptik, warum nicht?



Wird auf die Wand einen Ramenkonstruktion angebracht, diese mit Putzträgerplatten aus Holzweichfaser beplankt, im Zwischenraum (z.B. Lehmhobelspandämmung oder Zellulose eingeblasen, kann man das Scheinfachwerk im Aussenbereich durchaus direkt auf der Putzrägerplatten befestigen und dann die Felder verputzen.

Problem, wie schon beschrieben, wird die Wandstärke im Bereich Dachvorsprung werden, hier wird man um das verlängern der Dachvorsprünge nicht herumkommen.Es sei denn, dass man das Dach über kurz oderlang eh richten muss.

Als Alternative bleibt eigentlich nur eine Dämmung im Innenbereich, in Form von Holzweichfaserplatten mit Lehmputz.

Grüsse

Thomas