Dämmung / Wandverkleidung bei Neubau Fachwerk-Nebengebäude (kein Wohnraum)

19.12.2006



Hallo!

Nachdem ich hier im Forum einiges zum Thema Innendämmung gelesen habe, fühle ich mich ob der zu wählenden Materialien und Wandaufbauten doch erheblich verunsichert. Vielleicht kann mir ja doch noch geholfen werden...

Ich brauchte Platz und habe deshalb im Sommer ein Fachwerk-Nebengebäude errichten lassen, daß ich als Werkstatt (nur Hobby, nicht gewerblich) und Stauraum nutzen möchte.

Das Häuschen ist 9x5m groß, Fachwerk gut abgelagerte 12er Eichenbalken, Ausfachung mit 11,5er Ziegelsteinen.

EIGENTLICH hatte ich vor, keinerlei Wandaufbau innen vorzunehmen, sondern das nackte Fachwerk stehen zu lassen. Mittlerweile kommen mir aber doch Zweifel, ob ich - selbst für eine maximal ein paar Stunden die Woche genutzte Werkstatt - nicht doch eine minimale Dämmung will.

Außerdem wäre eine gerade Innenwand vielleicht auch von Vorteil. Nicht, daß die Fachwerkwände nicht gerade wären, aber wenn man einen Hammer an die Wand hängen will, hat man beim "nackten" Fachwerk nur die Wahl, einen Haken ins Fachwerk zu schrauben oder ins (Außen-) Mauerwerk zu dübeln. Sehr unschön. Sehr unmöglich.

Auf Grund der geringen Größe des umbauten Raumes möchte ich von aufwendigen (und dicken) Wandkonstruktionen absehen.

Hat jemand eine Idee für eine leicht dämmende und einigermaßen "tragende" Wandkonstruktion? Idealerweise irgendeine "Plattenbauweise"?

Vielen Dank im voraus.



leichte Dämmung



Hallo,

"Innendämmung von Fachwerkwänden" ist ja eines der großen Themen hier im Forum und anderswo. Und es gibt viele Ansichten. In Ihrem Fall, wenn es sich um einen unbeheizten Raum handelt (?) oder einen Raum der weniger als vier Monate im Jahr beheizt wird (?) oder... jedenfalls, falls die EnEv nicht eingehalten werden muss und man eine leichte Dämmung sucht, dann sollte man sich an den Klassiker erinnern: Holzwolleleichtbauplatte (im Volksmund Sauerkrautplatte).
Zu empfehlen ist allerdings ein vorbereitender Glattstrich (Lehm, Kalkputz) dann die Platte aufschrauben und nochmal verputzen. Eine Dampfbremse ist nicht notwendig (sogar nach DIN 4108-3 4.3.2.4 c)- also ganz unumstritten :)). Die Dämmwirkung ist auch klassisch, aber das ist ja für eine Werkstatt, in der man sich bewegt, vielleicht okay.

Viele Grüße!
Andreas Schmeller



Fachwerkinnendämmung



Moin, könnte mir ´ne Innendämmung mit HERAKLIT 50mm starke Platten magnesitgebunden vorstellen.
Diese sind diffusionsoffen, oberflächenfertig - im Gegensatz zur reinen Sauerkrautplatte - und auf Ihr Mauerwerk direkt dübelbar. Die Haken für Werkzeug uä können Sie in die Platten schrauben.
Schauen Sie mal bei Heraklit in´s www! Gruß M. Lüdicke