Fachwerk Außendämmung

22.02.2009



Hallo,

vielen Dank für die Möglichkeit, hier einen Beirtrag absetzen zu können.
Ich bin Besitzer eines schönen alten Gebäudes, dessen Basis (EG) doppelt gemauertes Ziegelmauerwerk (50 cm) ist. Oben auf befindet sich ausgemauertes Fachwerk mit einer Dicke von ca. 15 cm Außenwand - zusätzlich ist eine ungedämmte aber schöne Holzverschalung angebracht, womit sich die Dicke dann auf ca. 35 cm "verstärkt". Drüber ist das ausgebaute Dachbeschoss.

Fenster im EG und 1. OG sind bereits neu. Es gibt für die Warmwasseraufbereitung und für die Heizung eine Gaszentralheizung (ebenfalls neu).

Für Solar steht das Haus ungünstig.

Für stellt sich jetzt die Frage, wie ich das Gebäude richtig dämme, um noch ein paar Heizkosten zu sparen. Ichhabe schon ein paar Dinge gelesen bzw. wurden mir geraten bestimmte Dinge zu tun:

1) Holzverschalung runter -> dicke Dämmung mit Dämmplatten drauf.
2) (oder gelesen) Hohlraum bzw. alle Hohlräume mit Zellulosedämmung ausblasen.

Eine Fehlentscheidung möchte ich gerne vermeiden, weshalb ich mich an dieses Forum wende. Möglicherweise hat ja einer von Ihnen/Euch bereits Erfahrung mit einem baugleichen Gebäude gemacht.

Was würden Sie/Ihr in meinem Fall tun?

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße,

Ingo



Fachwerk Außendämmung



Hallo,

zunächst einmal würde ich das Erscheinungsbild nicht nachteilig verändern wollen. deshalb stellt sich die Frage, ob man die Holzverschalung nicht zu einer gedämmten und hinterlüfteten Vorhangfassade umbauen kann. Das wäre das Optimum für eine solche Wandkonstruktion.

U.U. können Sie die oberste Geschoßdecke und irgendwelchen unzugänglichen Stellen ausblasen. Man muß dann aber in jedem Einzelfall über die eventuelle Notwendigkeit einer Dampfsperre nachdenken.
Wirtschaftlichste Maßnahme ist stets die Dämmung der Kellerdecke von unten her und/oder die Dämmung der obersten Geschoßdecke in nicht genutzten Dachböden.

Grüße vom Niederrhein



Fachwerk Außendämmung



Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Da ich Schindelnhabe, denke ich, dass ich die Wandkonstruktion nicht ohne Zerstörung runter bekomme. Oder gibt es eine Möglichkeit, die Schindeln ohne Zerstörung zu entfernen. Andernfalls müsste ich alles runterreißen und neu aufbauen.

An die Kelledecken haben wir auch gedacht, zumal das Haus "auf Stelzen steht" und wir sehr gut in den Kriechkeller kommen, um eine Dämmung unten anzubringen. Beim Dach hatten wir eigentlich an eine Aufsparrendämmung gedacht - wenn überhaupt. Das würd dann auch den ungenutzten Speicher dämmen.

Aber aktuell bin ichmir immer noch unschlüssig. Bei Dampfsperre denke ich immer sofort an Schimmel, den ich mir gar nicht einfangen möchte.

Grüße und danke,

Ingo



Außendämmung



Hallo,
also ich habe ein Fachwerkhaus im Elsass nicht weit von BAD. Ich wollte das Erscheinungsbild nach außen nicht verändern und habe deshalb eine Luftdämmung auf der Innenseite "eingebaut", also eine Holzkonstruktion vor den Wänden und daran eine Holzverschalung. Mit der Dämmwirkung bin ich recht zufrieden, ich habe bisher diesen Winter nur mit Holz geheizt und für 150 qm 3 Ster verbraucht. Effektiv dämmt ja bei Styropor oder einer Daunenjacke auch nur die Luft und nicht das Füllmaterial. Alternativ kann es auch schon viel bringen, wenn Sie verhindern, daß der Wind hinter die Schindeln auf der Aussenseite pfeift. Ganz Abdichten ist denke ich nicht so sinnvoll (never change a running system) aber eine Reduktion der Zugluft bringt nach meiner Erfahrung recht viel...





Hier ein Beispiel eines Thermowandsystems für Holzfassade mit Lehmhobelspandämmung und Stulpschalung.

Gruss Thomas



Wanddämmsystem



Sieht gut aus.
Gibt es dafür eine allg. bauaufsichtliche Zulassung oder ein Ü-Zeichen ?

Grüße



Die Fassade



wurde mehr oder weniger modifiziert.
Wir haben bestehende Systeme und Baustoffe kombiniert, alee verwendeten Baustoffe haben Bauaufsichtliche Zulassungen. Mit diesem Thermowandsystem sind wir in der Lage noch mehr auf den Kunden einzugehen und denselbigen auch gestalterisch tätig werden zu lassen.

Diese Fassade bestehet aus einem Konsolensystem, Lehm-Hobel-Spandämmung und Holzweichfaserplatte als Grundkomponenten. Bei diesem System muss nicht die ganze Fassade gedämmt werden,man kann sich auch nur auf die tatsächliche Thermische Hülle konzentrieren. Die sichtbare Fassade kann wahlweise mit Holz, Plattenware oder Ziegelgewebe verputzt beplankt werden.
Wir setzen dieses System nicht nur bei koventioneller Bauweise, sondern auch immer mehr auch bei Fachwerkhäusern und Häuser der Nachkriegszeit ein.

Sollten noch Fragen bestehen, einfach melden.

Grüsse Thomas