Dämmung einer Wasserleitung in einem Kontrollschacht außen

18.06.2015 Porrier



Hallo!

Bei einem alten Fachwerkhaus liegt die Wasserleitung mit der Uhr in einem ca. 1 Meter tiefen Kontrollschacht außerhalb des Hauses.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Leitung und die Uhr einen Frost nicht überleben werden.

Welche Möglichkeiten hat man denn, diese Installation gegen Frost zu sichern? Hilft da dickes Einpacken in Glaswolle oder so?

Grüße



Leitungsdämmung



Dafür gibt es spezielle Dämmmaterialien, die z.B. kein Wasser aufnehmen, was ihre Dämmwirkung mindern oder zunichte machen könnte. Glas- oder Mineralwolle sind deshalb ungeeignet.

Für komplexere Formen bei der Anlagenisolierung sind z.B. die Armaflex-Isolierung von Armacell oder hochflexibles, plastisch verformbares und selbst vulkanisierendes Silikonmaterial (Conti Thermo-Protect) geeignet.

Das Problem bei Ihnen wird u.a. auch das dämmen der Leitung bis in den nicht mehr frostgefährdeten Bereich vor und hinter der Wasseruhr sein. Hier müsste ca. 1,5m freigeschachtet und nachträglich ebenfalls gedämmt werden.

Lassen Sie sich durch eine wirklich gute Hzg/San-Fa. vor Ort beraten. Ausschachten können Sie selbst.



Frostschutz von außenliegender WZ-Anlage



Eine sinnvolle Möglichkeit des Frostschutzes:
Begleitheizung (z.B. Raychem), temperaturgesteuert, dazu die Leitung mit Armaflex o.glw. dämmen.
Von dem Einpacken mit Glaswolle rate ich ab.
Nur Dämmen der Leitung ist nicht zielführend; es verzögert das Einfrieren, verhindert es aber nicht.



XPS - Dämmung



Hallo,

wir hatten das gleiche Problem.

kurz vor dem Gebäude liegt ein Schacht in dem die Uhr und die Absperrventile ca. 1,5 m tief liegen. Oben ist ein Deckel aus Riffelblech drauf.

Ich packe hier im Herbst immer reichlich XPS - Dämmung rein (Styrodur): Einerseits baue ich um die Uhr und das Rohr eine Art gedämmten Kasten, darüber hinaus kann ich unter dem Blechdeckel zwei Blechstreifen montieren auf die ich ca. 10 cm XPS - Dämmung legen kann. XPS ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und verliert im "nassen Zustand" seine Dämmwirkung nicht.

Das kurze Stück Rohr im Erdreich zwischen Schacht und Gebäude ist auch mit einem Dämmpaket ummantelt, darüber liegt ein wenig Mutterboden und inzwischen ist wieder Gras über die Sache gewachsen.

Dies ist sicherlich nicht ganz fachgerecht und ich übernehme natürlich auch keine Gewähr, wenn es dennoch zu Frostschäden kommt, aber bei uns funktioniert das so schon seit einigen Jahren und es gab nie Probleme - auch nicht bei minus 20° ...

Gruß, Stefan



Einfrieren?



ich habe mal so was in meinem Elternhaus gesehen. Am Rande eines Fensterschachtes eines ungeheizten Kellerraums war die Hauptwasserleitung. Etwa ein Meter unter Bodenniveau, mit einer Bodenüberdeckung von 10 cm. Das wurde wohl in der Mitte der 60er Jahre gemacht und in den Mitte der 80er Jahre geändert.

Es gab nie Problem mit Einfrieren, auch nicht bei zweistelligen Minusgraden über längere Zeit. Der Zustand wurde durch Zufall entdeckt, da eine Leitung von einem Erdöltank eben auch an der Stelle in den Keller geleitet werden sollte. Erst dann wurde nachgebessert.

Manchmal muss man sich solche Gedanken einfach nicht machen. Theorie in Praxis können da weit auseinander liegen.



80 Jahre gutgegangen



Warum jetzt daran herumdoktern?



Frostschutz von außenliegender WZ-Anlage



…muss man nicht machen.
Man kann auch warten bis die Leitung einfriert.
Dann wird's teuer.
"Ist doch noch gar nichts paasiert", sagte der Dachdecker als er am ersten Stock vorbeikam;-))
Auch wenn lange Zeit nichts passiert ist, wer gibt die Garantie, dass auch in Zukunft nichts passiert?




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