Fehlboden vom EG zum Dachgeschoß

19.08.2005



Hallo, ich bin neu hier, und hoffe auf Antwort:
Wir sind gerade dabei, die Decke unseres Hauses(1938) zum ungedämmten Dachgeschoß zu dämmen. Bisher ist ein Fehlboden (Holz - Dreck,Mäusekot, Spelzen, Körner, Staub - Holz - Dreck und Luft - Holzdielung) zum Vorschein gekommen. Es ist eine Heidenarbeit, vom Dachgeschoß aus zu arbeiten. Aber so bleibt wenigstens die Decke in der Wohnung heil. Wir haben in 3 Tagen mit 4 Personen ca. 40 qm geschafft. Erst die genagelte Dielung raus, dann Bretter, 1,3 Kubikmeter besagten Dreck aus dem 2. Stock in den Container. Der nun entstandene Hohlraum ist ca. 20 cm hoch. Wir haben eine Sperrfolie zwischen den Balken verlegt, getackert und geklebt - hält auf dem rauhen Holz aber nicht überall. In diese "Wanne" haben wir 140 mm Glaswolle gelegt und die alte Dielung wieder draufgenagelt. Heute meint mein Mann, der Dreck würde auch richtig dämmen und möchte sich die restlichen 150 qm sparen. Stimmet es, das diese alte "Dämmung" besser oder gleichwertig ist? Kann mir das jemand sagen? Haben wir was falsch gemacht?
Viele Grüße
Anke Hämsch



Dämmung



als "Sparmaßnahme" können Sie den vorhandenen Aufbau auch belassen, zumal besonders die Spelzen auch eine gewisse Dämmwirkung aufweisen. Den vorhandenen Luftraum können Sie mit Zelluloseflocken befüllen, z.B. durch einen "Isoflock"-Fachbetrieb. Das macht wenig Arbeit ist vermutlich besser als die Konstruktion mit Folie und Miwo.
Rudolph Koehler



Eine mögliche Variante



also ich würde den alten Deckenaufbau belassen, da eine massivere Decke einen besseren Luftschallschutz darstellt. Um eine bessere Wärmedämmung zu erzielen, wäre eine Dämmung auf der DG-Decke die "bessere" Lösung. Die vorhandene Deckenfüllung ist auch für ein gutes Raumklima erforderlich (Feuchteausgleich).

Gerhard Schobig



Wieviel Platz



ist zwischen alter Füllung und alter Dielung?



Fehlboden



Vielen Dank erst mal für die schnellen Antworten. Die kamen meinem Mann sehr gelegen.
Ich bin der Meinung, dass diese nach 70 Jahren stark zerbröselte Dämmung, keinen Wirkung mehr hat. Zumindest eine viel schlechtere als die neue mit Miwo. Oder???

Sie ist ja sehr ungleichmäßig, an manchen Stellen liegen nur Spelzen, oder nur Kot usw. Es stinkt fürchterlich muffig. Ich meine, da hätten sie früher ja gleich einfach alles nur reinkippen brauchen und nicht extra verschieden Schichten anlegen und glattstreichen müssen.
Zwischen der obersten Bretterschicht und der Dielung sind ca. 4-6 cm Platz, im Zwischenraum der unteren und der oberen Bretterlage liegt das Lehm-Mauskot-Spelzengemisch und ca. 6 cm Luft.
Natürlich wäre es einfacher, einen Dämmstoff einzublasen. Aber auch viel teurer und nicht selber auszuführen.
Für die ca. 8 x 5 m habe ich gerade mal 180,- € Material ausgegeben. Auch auf den vorhandenen Aufbau eine Dämmung vorzunehmen ist viel teurer, da ich Balken auflegen muss und neue Dielung + Dämmung. Bei ca. 160 qm ganz schön teuer, es ist doch nur Abstellfläche.
Viele Grüße
Anke



Fehlbodenaufbau



Hallo. Zum letzten Artikel.

2 Punkte fallen mir auf:
1.Wenn es sich nur um Abstellräume handelt, werden diese normalerweise nicht beheizt. Ist deren Boden, oder Decke schlecht isoliert, so ist klar was passiert.
2. Wenn die alte Dämmung stinkt, sollte man sie vielleicht doch gelegentlich rausmachen, oder absaugen lassen. Wenn dann eine neue Isolierung reinkommt, sollte man daran denken, die Heizkosten vorher und nachher zu vergleichen.

Außerdem, ein Abstellraum braucht keine Trittschalldämmung.
Viel Erfolg und schön eines nach dem andern.

Grüße aus Mainbrug, Hermann



Ohh



die letzte Antwort vom 22.08. ist mir wohl durchgegangen. Ist die Frage noch akut?
Ich wurde das alte Material entsorgen und mit Zellulose dämmen. Ich würde die Kosten nicht auf den Abstellraum beziehen sondern auf die darunter befindlichen Wohnräume.