Dämmung Holzbalkendecke in 200 Jahre alter Reetdachkate

19.06.2008



Hallo liebe Fachleute !
Wir haben eine alte Kate mit Holzbalkendecke. Das Dachgeschoß soll ausgebaut werden. Auf den sichtbaren Balken liegen noch die uralt-original Dielen die vom EG sichtbar bleiben sollen. Wir brauchen eine Wärme- und Trittschalldämmung. Großes zusätzliches Gewicht ist nicht möglich. Auch habe ich Sorge wenn ich eine Folie als Dampfbremse einbringe, dass die alten Dielen Schaden nehmen. Geht es auch ohne Dampfbremse zwischen EG und DG?
Im Dachgeschoß soll dann ein Dielenboden verlegt werden. Wie bauen wir denn nun die Decke sinnvoll und möglichst ökologisch auf?





Hallo Martina
http://www.hanffaser.de/hanf/Bau_Trittschall.htm
Auf dieser Seite findest du bestimmt gute Hinweise.
Wir haben uns auch für Hanf entschieden, war wirklich eine gute Wahl.
wir hoffen wir konnten dir weiter helfen
Die Lehmschwalbe aus der Uckermark
PS. Ich weiß nicht genau ob es noch Förderung gibt für Hanfprodukte



Dämmung mit Naturdämmstoff, Dampfbremse etc.



Hallo Martina Braune,
bei jeder Sanierung sollte die Bauphysik nicht außer acht gelassen werden. Bauschäden wären die Folge. Bei der geplanten Deckendämmung ist nur bei Temperaturdifferenzen zwischen Ober- und Unterseite eine Dampfbremse nötig. Diese kann also bei bewohnten/beheizten Räumen unter und über der Decke entfallen.
Als Baustoffe empfehle ich - insbesondere in der Altbausanierung - Naturstoffe einzusetzen, wie sie schon bei der Errichtung des Hauses eingesetzt wurden, denn diese Baustoffe haben Jahrhunderte einwandfrei funktioniert. Dies bestätigen Flachsfasern, die ich regelmäßig bei Sanierungsarbeiten in alten Fachwerkhäusern zur Dämmung von Fugen u.ä. vorfinde. Da das Verarbeiten von losen Fasern sehr aufwendig ist, verwende ich seit Jahren Flachsdämmplatten der Fa. Flachshaus (flachshaus.de). Diese sollten sich auch für die gewünschte Deckendämmung sehr gut eignen, denn sie sind leicht, sehr gut Wärmedämmemd, diffusionsoffen (Vermeidung von Feuchteschäden), geruchlos und enthalten keine synthetischen Zusätze.
Bei Hanfdämmplatten sind Kunststofffasern und Ammoniakverbindungen beigemischt, die den Naturstoffcharakter in Frage stellen und ziemlich geruchsintensiv sind.
Bei naturbelassenem losen Hanf-Stopfmaterial sehe ich Probleme hinsichtlich des Brandschutzes. D.h. im Falle eines Feuers, kann sich dieses ggf. sehr schnell ausbreiten.
Ich hoffe etwas geholfen zu haben ...
Mit freundlichen Grüßen Torsten Selle





Sehr geehrte Frau Braune,
wollen Sie das Dach- oder das Obergeschoß ausbauen?
Falls Sie das Dachgeschoß, die Dachfläche, dämmen wollen, empfehle ich Ihnen einen guten Fachplaner, damit Sie vor konstruktiven Schäden bewahrt werden.
Einen guten Überblick zur Reetdachproblematik gibt folgender Zeitungsartikel:
http://www.zeit.de/2007/32/T-Reetdach?page=2
Gutes Gelingen wünscht
Bernd Kibies



Hier gibt es Tipss zum dämmen von Holzbalkendecken



http://www.hiss-reet.de/bauen-mit-reet/naturbau/architektur/deckendaemmung.html



Dämmung Holzbalkendecke in 200 Jahre alter Reetdachkate



Liebe Forumsmitglieder,

vielen herzlichen Dank für die vielen netten und schnellen Antworten. Damit hatte ich, da ich noch nie in einem Forum etwas gefragt habe, garnicht gerechnet ! Jetzt habe ich erstmal viel zu recherchieren. Auf die Frage ob ich das DG oder OG ausbauen will: Zunächst ist nur eine Dämmung der Decke zwischen EG und OG geplant. Später soll dann auch das Dach gedämmt werden wenn wir das OG richtig zum Wohnen ausbauen wollen.

Viele Grüße

M. Braune