Deckendämmung

04.12.2003



Über dem 1.Stock unseres Fachwerkhauses liegt ein guter durchlüfteter Dachstuhl. Die Ziegel sind auch schon ein wenig älter, jedoch dicht und auch noch nicht verwittert. Da es wichtigeres zu tun gibt, möchte ich das Dach zunächst nicht anfassen.Die unter dem Dach Decke ist weitgehend intakt und besteht wohl aus dem original Lehm Stroh Gemisch. Ich möchte nun diese Decke ein wenig ausgleichen, da uneben und dann mit einer Wärmeisolierung vesehen. Was ist am geeignetsten bei Lehm/Stroh Basis.
Danke für Eure Erfahrung!
Gruß
Siegfried





Hallo,
sehr einfach lässt sich von oben eine leicht Schüttung einbringen. Hiezu schraubt man eine Kreuzlattung z.B. 6 x cm hochkant auf den Boden. Füllt denn z.B. eine Zelluloseschüttung rein, zieht diese über die Latten ab und befestigt oben eine OSB Platte. Die Lehmdecke selbst lässt sich mit eine Strohlehmmischung ausbessern. Viele Grüße Gerd Meurer



OSB Platten



Bitte kurze Erläuterung - was ist eine OSB Platte.Danke!



OSB ist eine Holzfaserplatte!



Im Google (www.google.de) OSB als Suchbegriff eingeben, dann konmmen hunderte von Erklärungen.



Deckendämmung



moin ,
da mehrfach schon erlebt :

Sollte ein späterer Ausbau des Dachgeschosses geplant sein , sollte vor einer Deckendämmung die
Statik den Plänen angepaßt werden .Zu prüfen bei Nichtausbau , ob die Decke weiterer Dämmung standhält oder Verstärkung Not tut .
Möglichrweise bietet sich eine "zweite Decke"
an . Löst gleich meherere Probleme auf einen Streich ..
Gruß Jürgen Kube





Hallo,
Sie wollen zwar das Dach nicht anfassen aber die Decke begehbar machen bzw. aufwendig sanieren, versteh ich nicht ! Nagut wenn die Deckendämmung die Mutter des gedanken ist, schließe ich mich meinem Vorredner an. Zuerst Statik prüfen. Wie ist der genaue Aufbau dieser Decke, das ist sehr wichtig. Es gibt das eine Vielzahl an Varianten die ich schon erlebt habe und viele lassen eine Belastung der Gefache ( Lehm zwischen den Balken ) nicht zu. Haben Sie das herausgefunden und können mir dann noch mitteilen wie hoch Ihr Fußbodenaufbau werden darf, ob Sie später den Speicher als Wohnraum nutzen möchten und wieviel Platz Sie dann noch haben von Oberkante fertiger Fußboden (OKFF), kann ich Ihnen genauer helfen, bzw. dann wahrscheinlich auch andere. Bis dahin Grüße aus Bad Sobernheim



Deckendämmung



Danke für die vielen Antworten. Hier weitere Infos:
Es ist kein Nutzung des Dachraumes geplant - wir haben ausreichend Platz, d.h. die Dachdämmung wir nur selten begangen. Die Decke ist typisch für rheinische Fachwerkhäuser, Lehm zwischen den Deckenbalken, Lehmstrohwickel, Holzleisten, .... Im Augenblick liegen ausreichend viele und breite Bohlen auf den Balken, so dass der Dachraum darauf begangen werden kann.
Für dieCdämmung ist genug Bauhöhe vorhanden. Der Drempel, die Aufmauerung auf dem abschließenden Wandbalken ist ca. 50 cm hoch. Wenn ich nun erst eine Rieselbremse (diffusionsoffene Folie) und dann ca. 20 cm Perlite einschütte, so sollte das keine statischen Probleme geben???!!!
Wie seht ihr das?
Gruß
Siegfried



Schwierig, Schwierig....



Na gut. Hier mein Vorschlag.
Quer zu den vorhandenen Balken eine Dachlatte Schrauben, darüber eine Dampfbremsfolie. Alles luftdicht verkleben und auch im Wandbereich luftdicht anschließen. Danach wieder dickere Balken 8/16er oder 8/18er, je nach Dämmwünschen wiederum quer zur Dachlatte genau auf die darunterliegenden Originalbalken. Dann Voll ausdämmen. Darüber je nach Wunsch und Geldbeutel ein begehbarer Belag der diffusionsoffen sein muß ( eventl. Schalbretter ), ggf. vorher eine diffusionsoffene Unterspannbahn als Schutz vor Dämmwollepartikel. Der Aufbau entspricht etwa dem eines Daches im Neubau. Die 24 mm Ebene über dem Originalboden habe ich als sogenannte Dampfausgleichseben vorgesehen ( =Sicherheit ). Die Dampfbremse aus Sicherheitsgründen, da ich nicht weiß, wieviel Feuchtigkeit in Ihrem Haus entsteht ( hängt von Personenzahl, Sanitärraumen, Duschgewohnheiten usw. ab. Viele Grüße aus Bad Sobernheim



Dämmung Decke



Hallo Torsten,
danke für die hilfreichen Vorschläge, hier noch einige Erläuterungen:
Ich möchte den Dachraum nicht nutzen, aber eine Begehbarkeit im Rahmen muss gegeben sein : Schornsteinfeger, Dachziegel weggeflogen oder undicht, Fernsehantenne montieren, ersetzen, etc. Das Fachwerkhaus wird im Boden wärmegedämmt und auf der Decke im 1. Stock , unter dem Kaltdach. Damit kann ich die Böden im 1. Stock so lassen wie sie sind und muss die ohnehin geringe Deckenhöhe (mit einer Dämmung) nicht noch zusätzlich reduzieren.
Daher also mein Wunsch die Decke einerseits begehbar zu machen- ohne den Dachraum regelmäßig nutzen zu wollen- aber aufwendig zu sanieren , um die Wärme einigermaßen lange im Haus zu halten.
Was mich an deinem detaillierten Vorschlag verwirrt, ist die Dampfbremsfolie. Ich dachte, so wie zusätzlich innen gedämmte Wände (neue Innenschale mit Holzleichtlehm bündig und nass in nass mit dem alten Innenputz verarbeitet)ginge das auch durchgängig offenporig bei der Decke - wie beim ersten Vorschlag von Gerd Meurer?!
Vielen Dank für Deine Geduld mit mir
Siegfried