Dämmung Holzbalkendecke über Keller mit Beton

12.01.2008


Hallo Forum,

ich bin hier neu und suche Infos, da ich beim Googeln nichts derartiges gefunden habe.

Meine Hütte ist Baujahr 1953 mit Hozbalkendecke. Bei den Renovierungsarbeiten bin ich natürlich über die Wärme- und Schallschutzdämmung der einzelnen Geschossdecken gestolpert. Zwischen EG und OG gibt es eine normale Holzbalkendecke. Allerdings zwischen Keller und EG eine Holzbalkendecken, welche in den Zwischenräumen ( EG-seits ) mit "Beton evtl. Stahlbeton" ausgefüllt ist. Von der Unterseite der Kellerdecke sehe ich nur Beton ( oder auch Stahlbeton ), keine Balken. Die Dämmung zur EG-Seite sieht folgendermassen aus, dass zwischen den Sparren ( über dem Beton ) eine Schüttung ( leider nicht bekannt - schaut aus wie schwarzes Gestein ) liegt, auf den vermutlich eigentlichen Holzbalken der Decke nochmal Kanthölzer entgegengesetzt angebracht sind und dann nur Holzdielen. Nun stelle ich mir die Frage bzgl. Stabilität der "Betonschicht" zwischen den Sparren und auch der Möglichkeit der Dämmung. Der Höhenunterschied beträgt momentan fast 15 cm, so dass ich mir vorstellen könnte die komplette Schüttung zu entfernen - soweit sinvoll - und eine neue Dämmung einzubringen und damit evtl. eine Tieferlegeung zu schaffen, wenn ich die momentanen Kanthölzer entferne bzw. Austausche.

Die Fragen sind:

1, Kennt jemand einen derartigen Aufbau ( Holz / Beton ) ???
2, Macht es Sinn, die momentane Schüttung ( wie schon gesagt, schaut aus wie schwarzes Gestein ) zu entfernen und eine neue Dämmung einzubringen ? Auch wegen dem Schall im EG, da momentan jeder Schritt im EG relativ laut ist. Evtl. momentan wegen der Schüttung ?!

Würde mich über Infos freuen



Kelerdecke



Nach dem Baujahr und Deiner Beschreibung zu urteilen ist die Decke aus monolithischem Stahlbeton. Auf der Decke liegt eine Dielung mit Lagerhölzern, dazwischen Schaumglas oder Schlacke als Wärmedämmung.
Eine höhere Wärmedämmung erreichst Du an der Deckenunterseite besser und kostengünstiger.
Gegen Trittschall hilft ein Teppich oder das Auffüllen des Hohlraumes zwischen Dielung und Schüttung (Trommeleffekt).
Nur wenn die Dielung so schlecht ist, das sie ohnehin raus muß, wäre ein Neuaufbau z.B. als Massivfußboden kostenseitig sinnvoll.

Viele Grüße



Antwort



Danke für die Antwort. Welche Dämmung es ist weiss ich leider nicht genau. Es handelt sich um schwarzes leichtes Getein. Schlacke könnte in Frage kommen. Leider kann ich an der Deckenunterseite ( Keller ) keine Dämmung aufbringen ( darüber habe ich schon nachgedacht ), da die Raumhöhem momentan gerade mal 2,00 Meter ist und auch Kabel- bzw. Rohrschächte darunter laufen. Gut ich kann ja in gebückter Haltung drunterlaufen, muss aber nicht sein, hoffe ich zumindest. Teppich möchte ich als Boden für das EG nicht einsetzen, sondern Parkett bzw. Laminat. Das Entfernen der Dielen wäre kein Problem, denn rausgerissen ist schnell. Was ist unter einem Massivfussboden gemeint ? Estrich ( Trockenestrich ), Beton ? Wie schaut dann der Aufbau bzw. die Gewichtsverteilung aus ? Ich hatte mir eine Dämmung aus Mineralwolle oder Styrodurplatten gedacht. Darauf dann die Dielen und dann Laminat.

Merci

Daniel



Einseitige Bildung durch Massenmedien


alter Dielenboden

Immer wierder die gleichen Materialien: MiWo oder Styropore, Folien oder Laminate!
Den Medien sei Dank, daß diese Produkte wie Muttermilch aufgesaugt und über Generationen "vererbt" werden.

Es gibt nun schon das "WWW", doch fragt man sich, nach was gesucht wird.

Aus unserer Sicht könnte der Dielenboden doch verbleiben, nur sollte man u.U. etwas an der Bodendämmung verbessern (Hohlräume schließen bzw. auffüllen).
Schallschutz ist im eigenen Haus zu vernachlässigen, außer, daß man eben einen "Club" einrichten möchte und die Kinder sollen nichts höhren davon.
Eine scherzhafte Betrachtung, doch Sie wissen was wir meinen!
Wenn also die Altdielung noch einen ansehnlicher Charakter hat, dann sollte man diese auch versuchen zu erhalten bzw. neu zu verlegen. Nachher komplett überschleifen und im Heißverfahren ölen/wachsen.

Überdenkende Grüße

Udo




Dämmung-Webinar Auszug


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