Dämmung von Boden Decke und Wänden

05.03.2007



Hallo zusammen,

ich möchte dieses oder nächstes Jahr mit meiner Freundin eine Wohnung ausbauen. Momentan sind wir so in der Grobplanungsphase und da sie noch Student ist, müssen wir erst einmal sehen, was machbar ist, bzw. was nicht machbar ist.
Die Wohnung liegt im 1.OG. Im EG und im DG sind jeweils unbeheizte Wohnräume. Die Wände sind ca. 50-60 cm dick und aus Naturstein.
Momentan hat meine Freundin in der Wohnung 2 Zimmer + Bad während der Woche belegt, die aber sehr schnell auskühlen. Außerdem ist es sehr fußkalt.
Nun frage ich mich, wie kann ich mit relativ kleinem Geldbeutel am sinnvollsten dämmen.
Auf dem Fußboden sind Dielen und untendrunter wahrscheinlich irgendwelches Gestein. Insgesamt sind das über 140 m², wovon wir vielleicht erst einmal 80m² nutzen möchten.

Wie kann ich feststellen, ob und welche Dämmung (Fußbodendämmung/Decken abhängen/Wände) überhaupt sinnvoll ist?
Da ich in Richtung Bau noch sehr unerfahren bin, bin ich für jeden guten Tipp zu haben. Am besten noch was ungefähr finanziell auf uns zu kommt.



Dachgeschoss dämmen



Hej

Sie schreiben, dass im Dachgeschoss "ungeheizte Wohnräume" sind. Wärme geht nach oben. Sehr effektiv ist deshalb die Dämmung der oberen Geschossdecke. Meist geht das auch sehr einfach durch

- Dämmung in der Decke (bei Fehlboden), z.B. mit Isofloc
- Dämmung auf der Decke (viele Materialien), einfach auflegen (bei bewohntem Raum nicht ganz so einfach).

Habe bei mir von einem Fachbetrieb 18 cm Isofloc in die Decke einblasen lassen, Kosten 600 Euro gesamt.

Glück
Stefan



Fußboden dämmen



So, wir haben jetzt mal nachgesehen, was so alles in dem Boden bzw. in der Decke ist.
Die Decke sollte "relativ" einfach zu machen sein.

Was den Fußboden angeht, sieht das etwas umfangreicher aus.
Bisher hat der Fußboden eine Gesamthöhe von etwa 40 cm. Unten die Decke, danach etwa 10 cm Fehlboden dann eine Schicht Bretter darauf ein Stein-Staub-Dreck Gemisch. dann noch eine Schicht Bretter dann wieder etwas von dem Gemisch und darauf dann Dielen.

Insgesamt würde ich das zugunsten des Geldbeutels ja fast so lassen.
Allerdings gibt es 2 Probleme:
Das 1. Problem ist, dass es prinzipiell fußkalt ist. (gemessene 2° Unterschied zur Temperatur auf Tischhöhe)
Das 2. Problem ist, dass der Fußboden sowieso höhenmäßig ausgeglichen werden muss.

Lohnt sich unter den Bedingungen die Fußbodendämmung und wenn ja wie viel kostet so etwas ungefähr?



Fussboden dämmen



Lieber Herr Neubert

ich hatte mir einen Fussboden mit Styrodur dämmen lassen. Wenn ich mich nicht irre, waren das 9 € je qm (6 cm). Dazu kommt natürlich noch der übliche Fussbodenaufbau (Estrich und Fliessen in dem Fall), die gehen weit mehr ins Geld.

Das Problem beim Fussboden kann die Feuchte sein, v.a. in Kombination mit Dielen und/oder Fachwerk. Es gibt hier im Forum sehr sehr viele Beiträge zum Thema. Mehr als Styrodur (eine "Art Styropor") wird im Forum Schaumglas empfohlen - das war mir damals noch nicht bewusst.

Viel Glück
stt



Viele Fragen



Nochmal mehrere dumme Frage hierzu.
Ich habe soviel gelesen, so dass ich verwirrter bin, denn vorher.

Wie sieht denn eine Optimale Decke aus.

1. Sind mehrere Schichten (Wärmedämmung/Trittschalldämmung) sinnvoll, was kommt dann unten hin, was kommt oben drauf?
Wenn dann müsste eigentlich der Trittschall obendrauf oder?


2. Müssen die Schichten richtig getrennt werden?
Ich habe hier viel von Rieselschutz, Folie oder Papier gelesen. Oder muß hier nochmal eine Schicht Holz gezogen werden?

3. Lässt man weiterhin den Fehlboden oder geht man heutzutage direkt auf die untere Decke?

4.Was verbindet man mit Balken und was lässt man lieber, damit der Schall nicht übertragen wird?

5. Was ist am sinnvollsten für die oberste Schicht. Estrich wird doch eher im EG eingesetzt. zwischen EG und OG sind sicherlich OSB Platten angeraten oder?

Wie gesagt, momentan sind unten drunter 2 Wohnungen. Eine wird alle paar Wochen mal genutzt und die andere im Moment gar nicht. D.h. Trittschall ist eigentlich nicht ganz so wichtig, Wärmedämmung um so mehr.

Und zu guter letzt: Müssen eigentlich Besonderheiten beachtet werden, wenn ein Kamin geplant ist?