Dachdämmung bei nicht genutzten Bodenräumen

15.12.2005



Ich habe von meinen Großeltern ein Teilfachwerkhaus übernommen und möchte eine Dämmung auf den Boden der obersten nicht genutzten Decke anbringen. Das Problem ist, die Decke besteht zu einem Teil aus Lehm/Holz etc. und der andere Teil (Anbau) aus Beton.
Am liebsten wäre mir eine Dämmung mit Mineralwolle oder so ähnlich, die ich in Bahnen auf dem Boden auslegen kann und entsprechend mit Stegen teilweise begehbar mache (für Schronsteinfeger etc. Geht das? Wie dick sollte die Dämmung sein und braucht man eine Dampfbremse? Gibt es jemanden der mir eine Aufbauanleitung liefern könnte, würde, aus Kostengründen, gern möglichst viel selbst machen.



Wie wärs mit Flocken?



ich rate in solchen Fällen zu einer Dämmschicht aus Cellulose Flocken. Diese werden mit einer Maschine auf die Decke aufgeblasen bis zur gewünschten Schichtdicke.
Eigenleistung ist dabei möglich. Die Kosten können u.U.sogar unter denen einer Mineralwolldämmung liegen.
Flocken haben den Vorteil einer besseren Winddichtigkeit, haben eine höhere Wärmespeicherfähigkeit, der Brandschutz ist besser, durch das Aufblasen ist man fugenfrei und es geht schnell.
Die Frage nach einer Dampfbremse lässt sich nicht pauschal beantworten (hat die Decke Fugen, wie ist der Aufbau genau....)
Kann man aber evtl. drauf verzichten (wenn Decke v. unten komplett verputzt ist zum Beispiel...)



Die Alten erhalten



Hallo Björn,

so wie Sie es vorhaben ist das in Ordnung. Sollen OSB oder Spanplatten auf die Stege? Ich würde zumindest keinen Rauhspund nehmen wg. Fugenbildung. Dampfsperre ist bei normaler Nutzung der darunter liegenden Räume nicht erforderlich. Ist das Dach völlig dicht? Nicht daß die Dämmschicht von Schlagregen oder Schnee von oben nass werden kann?

Ob Mineralwolle oder andere Materialien billiger sind, müssen Sie am besten selbst ausrechnen.

MfG J. Simon



Vorgehensweise



Die Lösungsvorgabe vom Christof vertreten wir ebenfalls, auch würden wir die Variante mit der Miwo komplett aus dem Gedanken verbannen.
Bei diesem Material gibt es eine rasante Aufnahme von Kappilarfeuchte, doch wesentlich langsamere Abgabe dieser.
Somit ist eigentlich der Überlegungsweg zur Zellulose (lose aufgeblasen und mit nachherige Wasserbesprühung oberflächenverfestigt) mit integrierten Laufmöglichkeiten ratsam.

Grüße von den Naturbauhandwerkern.



Wie hoch wären die Kosten bei den Verfahren?



Danke zunächst für die bereits gelieferten Antworten.
Zur weiteren Erklärung der Lage, dass Dach ist dicht, es existiert ein Treppenaufgang auf den Boden, Holztreppe mit Holztür (zugig!).
Was mich interessieren würde wären die Kosten, welche beide Verfahren (Mineralwolle bzw. Flocken) verursachen würden.
Der Boden hat eine Fläche von ca. 130 m². Die Dicke sollte schon so gewählt werden, dass die Dämmung auch den größten Nutzen bringt. Falls wichtig, das Haus hat vier Giebelwände, wobei drei auf dem Holz/Lehmboden stehen, die vierte auf dem Betonboden. Im Bereich des Betonbodens befindet sich auch der Heizungsschornstein. Der Übergang vom Holz/Lehm- zum Betonboden ist üder einen etwa ein Meter hohen Absatz zu erreichen. Die beiden Teile trennt ein ca. 5 bis 10 cm breiter Spalt, keine Ahnung wie tief der ist.
Wer könnte sich dies am besten mal vor Ort anschauen?



Hm...



eventuell ein Handwerker aus der Nähe?!
Am besten mal einen Fragen!
CW