Geschossdeckendämmung Balkendecke Mineralwolle

20.10.2010



Hallo,
oft schon ähnlich gefragt aber nicht auf meine Situation übertragbar:
In unserem 250 Jahre alten Haus müssen in zwei Räumen die verrotteten Balken der Erdgeschossdecke erneuert werden.
Situation 1: EG Küche, OG ungedämmter Dachboden, Skizze 1.
Es werden neue Balken eingezogen, diese sollen einige cm von unten sichtbar bleiben und mit Gipskartonplatten ausgefacht werden. Darüber Mineralwolledämmung. Immer wieder wird im Forum von einer Abdeckung mit OSB-Platten etc abgeraten. Wie halte ich aber ohne Abdeckung den Marder davon ab, sich in der Dämmung häuslich einzurichten? Aus dem riesigen Dachboden ist der sicher nicht zu vertreiben. Ist kondensierendes Wasser vom EG ein wirkliches Problem oder alles nur reine Theorie? Nimmt das Holz Schaden?
Situation 2: EG Wohnraum (Schlafzimmer), OG Wohnraum (Schlafzimmer), Skizze 2.
Gleicher Aufbau wie oben, Mineralwolldämmung wegen Schallisolierung aber als Fußboden OG geschliffene und versiegelte OSB-Platten geplant. Ist bei in etwa gleich beheizten Räumen in EG/OG hier eine Dampfsperre notwendig und sinnvoll und ist das bei von unten sichtbaren Deckenbalken überhaupt machbar?
Danke für jede Antwort!



Deckenaufbau



Von mir ein Hinweis:
Man nennt solche Decken auch Einschubdecken. Die Dämmung, Füllung usw. liegt in der Decke auf Einschubbrettern auf.
Die Deckenverkleidung wird extra unter (oder zwischen) die Balken plaziert.
Warum- das merken Sie spätestens wenn Sie ein Loch für die Lampe Bohren oder beim Einbau der Dämmung bzw. auf dem Dachboden einmal danebentreten.
Eine Decke nur mit Dämmung zu füllen macht innerhalb einer Nutzungseinheit keinen Sinn, nur zum kalten Dachboden.
Mit Ihrem Aufbau über der Küche wird sich das Kondensat im Winter bevorzugt an der Oberseite der GK- Platte sammeln.
Was den Marder betrifft: Einfache Brettschalung aufgebracht hilft dagegen und ist diffusionsoffen.
Bei Ihrer anderen Variante fehlt im Deckenaufbau etwas, das sonst immer auf dem Einschub liegt: Masse.
Damit wird die Decke vorgespannt und schwingt nicht beim Darüberlaufen.
Außerdem verbessert Masse den Schallschutz und den Brandschutz.
Zuletzt noch ein Hinweis:
Holzbalkendecken sollten mit den tragenden Wänden verankert sein. Dazu kann je nach gewähltem statischen System auch die Scheibenwirkung der Decke zählen. Ich hoffe, Sie haben das bei Ihren Varianten beachtet.

Viele Grüße

p.s. Zum Kondesatproblem wird es bestimmt noch Tipps zur Verbesserung Ihrer Varianten geben.



und



aus eigene Erfahrung möchte ich ergänzen: die feinen Fasern der Miwo können im Wohnraum eindringen und beim Bewohner ständige Hustenreize auslösen: Durch deinen nicht dicht zu bekommenden Randanschluss und Fugen kann das immer passieren: auf scherere und gesundheiltlich unbedenklichere Dämmung ausweichen. Kondensatprobleme sind ebenso zu brücksichtigen.
Besser wäre, die Balken unter GK (Brandschutz?) zu verbergen und die Lage der Balken durch Pfosten zu imitieren. Da ist auch eine Bremse gut einzuplanen.



Für diesen



Aufbau empfehle ich auch eiun schweres Material, der Dämmstoff gehört in die oberste Geschoßdecke oder unter den Boden.

Grüße Gerd



Was ist denn ein geeignetes schweres Dämmmaterial?



Die Schlackeschüttung -übrigens mit etlichen kleinen Dornbüschchen versetzt, wohl auch zur Marderabwehr- haben wir mühsam entfernt und entsorgt. Ich hatte zur Dämmung an Kunstharz-imprägnierte, weniger fusselnde Mineralwolle gedacht, die besser schalldämmen soll.



Anmerkung



als zu DDR-Bauzeiten Balkenkopfsanierungen durchgeführt wurden, hat man oft den Fehler gemacht, statt der ausgebauten Schlackefüllung Steinwolle einzbauen. Hinteher hat man sich über die hellhörigen Decken gewundet: passiert in Chemnitz af dem Sonnenberg...
zu schwerer Deckenfüllung gehört nu mal die von Dir ausgebaute und entsorgte Füllung. Alternivn gibt es viele, Mineralwolle ghört aberkeinesfalls dazu, da die kein Gewicht in die Decke bringt und somit die ntwendige Vobelastung fehlt.