Dach-Zwischensparrendämmung im Altbau

26.05.2005



Hallo, vor ca 15 Jahren habe ich meinen Dachboden ausgebaut.Eine Dämmung wurde von innen an die Dachschalung befestigt,60mm starke Mineralwolle,keine Hinterlüftung,keine Dampfsperre!
Da demnächst eine neue Dacheindeckung bevorsteht(Naturschiefer,Difusionsoffene Folie auf Schalung),habe ich die alte Dämmung herausgerissen um den Dachstuhl von innen auf evtl. Schäden zu prüfen und eine neue stärkere Dämmung anzubringen.Nach herausnehmen der alten Dämmung, mußte ich feststellen,der Dachstuhl ist in einwandfreiem Zustand!
Nun habe ich begonnen eine neue Dämmung anzubringen, wie folgt;Mineralwolle 120 0,35 zwischen die Sparren an die schalung,darauf eine Dampfsperre,darauf eine Lattung 3cm,
dazwischen soll noch ein 3cm starker Klemmfilz und darauf Sichtholz. Nachdem es ein paar warme Tage gegeben hat,mußte ich feststellen, zwischen Dämmung und Dampfsperre bildet sich stellenweise Kondenswasser. Ich nehme an, dies ist nicht normal und weist auf evtl undichte Stellen in der Dampfsperre hin. Es ist bei meinem Dachgeschoßaufbau nicht möglich eine 100%ige Schliesung der Dampfsperre in allen Rizzen und Ecken zu gewährleisten.
Ist es nicht besser, in diesem Fall auf die Dampfsperre zu verzichten, da die Dachräume nur als Hobbyraum und Gästezimmer genutzt werden? In den letzten Jahren sind ohne Dampfsperre keinerlei Schäden entstanden.
Was würden sie mir empfehlen?
mit freundlichen Gruß
Andreas Weise





Hallo Andreas Weise

Auf was jetzt das Wasser zwischen Dämmung und Dampfsperre hinweist, sei mal dahin gestellt. Ich kann es aus dem Stand auch nicht beantworten. Auch will ich mich zur Ausführung nicht weiter äußern.

Warnen möchte ich sie bloß vor einer falschen Herleitung.

Dass der Dachstuhl in den 15 Jahren trotz Dämmung ohne Dampfsperre keinen Schaden nahm, darf nicht zur allgemeinen Erklärung dienen, so was funktioniere doch auch ohne Dampfsperre.

Die Erklärung findet sich vielmehr darin, dass Sie technisch gesehen, so eine Art Untersparrendämmung ausgeführt hatten. So war der Dachstuhl weitestgehend luftumspült (also entgegen ihrer Annahme sogar sehr gut hinterlüftet), und Tauwasser konnte leicht wieder entweichen.

Bei der neuen Variante Zwischensparrendämmung ist die Gefahr der Schädigung infolge von Tauwasser, bei mangelhaft ausgeführter Dampfsperre als Schadensursache fast unausweichlich.


MfG



Hinterlüftung fehlt



Mein Architekt hat mir dazu folgendes gesagt...Da das mit der absolut dichten Dampfsperre im Altbau sowieso nie klappt, ist es fast unerlässlich eine Hinterlüftung oberhalb der Dämmwolle (wenn Sie unbedingt Dämmwolle nehmen wollen) vorzusehen. Ohne Hinterlüftung ist Schitzwasser vorprogrammiert. Reicht denn Ihre Dämmstärke aus 12 + 3???

Liebe Grüße Kathrin



Dampfsperre ja oder nein ?



Hallo Familie Weise herzliche Grüße.
Was haben Sie denn nun gemacht? Dampfsperre oder keine ?
Würde mich mal sehr interessieren.
Ich will mein Dach auch neu eindecken lassen. Der Dachdecker will natürlich eine Dampfsperre einbauen. Die alten Latten rausreißen alles neu machen! Dabei hat er sich den Dachstuhl noch nicht mak angesehen!!!
Unser Haus steht seid 1900 altes Fachwerk. Alles ist trocken! Kein Schimmel keine Feuchte, garnichts diesbezügliches. Der Dachboden ist ebenfalls trocken!
Seit 1900 ohne Dämmung!
Deswegen möchte ich mir diesen ganzen Quatsch auch nicht antun vonwegen Dämmung, etc. .
Konrad Fischer ist ja bekanntlich auch gegen Dämmung. Womit er sicher nicht ganz unrecht hat!
Sind Sie doch so freundlich und sagen mir mal, haben Sie nun den Dachboden gedämmt, oder nicht?
Mit freundlichen Grüßen Familie Elmar Müller.

Ps.Haben Gewitter und Regen. Habe den Dachboden mal inspeziert! Alles trocken!
So gesehen kann die Dacheindeckung auch noch einige Jahre warten ;-)
Wir haben die Ostseite Mit Schieferziegeln eingedeckt.
Auf der Westseite sind: made in GDR vermutlich Betonziegel.