Dachsparrendämmung mit oder ohne Dampfbremse bzw. - sperre

08.12.2007



Hallo,

ich beabsichtige ein Steildach auszubauen.
Dachstuhl Bj. 1935 - Siedlungshaus; USB + Lattung + Dachsteine ca. 3 - 4 Jahre alt, USB diffusionsfähigen (vermutlich) und auf Sparrren befestigt.
EG: 40 - 45 cm Stampflehm + Betonringanker (hört sich eigenartig an, wird noch überprüft, sicherlich wesentlich schmaler wie Wandstärke) Innenwände 12 - 15 cm Lehmsteine), dann Holzbalkendecke vermutlich mit Lehmstaakung. Genaue Angaben folgen.

Auf Grund des massiven Lehmbaues, interessiert mich generell die Frage.

Ist bei einer Zwischensparrendämmung eine Dampfbremse unbedingt nötig?
Bei Mineralwolle oder Steinwolle kenne ich nur Lösungen mit Inneren Abdichtungen, aber wie sieht es z.B. bei Hanf als Dämmstoff aus?

siehe z.B. www.thermo-hanf.de mit Dampfbremse
oder www. (Stopfhanf - find ich leider nicht, reiche ich nach) ohne Dampfbremse

Und zweitens: Muss die Holzbalkendecke EG zu OG ebenfalls eine Dampfsperre erhalten? Im EG sind sowohl Wohnräume, aber auch das Bad angeodnet?





Hier noch die Adresse für Dämmung / Hanf ohne Dampfbremse:

www.hanffaser.de



Mal grundsätzlich



bemerkt, bei einer Wärmedämmung findet immer ein Temperaturabfall in dem Bereich des Dämmstoffes statt, dass heisst, innerhalb der Dämmung entsteht Kondenswasser am Taupunkt. Diese Stelle ist abhängig von der Temperatur UND vom der vorhandenen Luftfeuchtigkeit. Also ist es sinnvoll, den Feuchteeintrag möglichst gering zu halten, um sicherzustellen, dass die eingebrachte Feuchtigkeit möglichst schnell abtransportiert wird. Nur ein trockener Dämmstoff ist wirksam. Deshalb ist mindestens eine Dampfbremse erforderlich. Dies gilt sinngemäss für alle gedämmten Umhüllungsflächen eines Hauses oder Raumes.
Vielleicht hilfts bei der Entscheidung.
MfG
dasMaurer





Erst mal Danke für die schnelle Antwort.

Grundsätzlich habe ich die gleiche Auffassung bzw. kenne die "Lehrmeinungen".
Wenn es allerdings mit den Materialien Hanf und Lehm (in denen auch ich noch recht unerfahren bin) auch ohne Dampfbremse gehen würde, könnte ich mir neben der Arbeit auch einige Risiken (Fugen oder Risse) ersparen.

Ich lasse mir von einigen Hersteller jetzt technische Lösungen zusenden. Mal sehen, was sie mir anbieten.

Beste Grüsse



Nun,



jeder Baustoff hat eine Dampfbremswirkung, abhängig von Material und Schichtdicke, das lässt sich berechnen. Also ist auch eine Mauerwerksschale vor dem Dämmstoff eine Dampfbremse, nur als Beispiel. Insofern gibt es keine Konstruktion ohne Dampfbremse.
MfG
dasMaurer