Dampfbremse --- Dampfolie --- Dampfsperre

07.10.2006



Hallo Leute,

nachdem nun die Dämmung geklärt ist, nun die Frage zur
Dampfbremse oder Co.

Hier der Aufbau.

Dachziegel auf Querlattung ==>
Sparrenlattung ==>
Unterspannbahn ==>
10cm Hanfdämmung (Sparrendämmung ==>

Weitere Sachen ???

Innverkleidung:
Holzvertäfelung oder Holzplatten,
Fermacell, Holzweichfaserplatten

....

Der Raum stellt das Kinderschlafzimmer unserer Tochter dar.

Hat zwei kleine Fenster 55/78 und besteht aus drei Dachschrägen. (Also alle Wände sind Dachschrägen, bis auf der Seite zum nächsten Wohnraum)

Wo muss eine Dampfsperre hin ?
Was ist der Unterschied zur Dampfbremse.
Geht auch Papierauf die Sparren ?

Danke für die Antworten



Papier ist keine Dampfbremspappe



Die Dampfbremspappe gehört hinter die Holzverkleidung.
Folien sind meist dampfdicht .D.h. der Wasserdampf bleibt im Wiohn/Schlafraum und erzeugt ein ungesundes, sog. "Barackenklima".Bei einer Dampfbremspappe kann der Wasserdampf langsam,da gebremst (deshalb der Begriff Dampfbremse) in der Hanfdämmung "verarbeitet" werden.



Dach



Also nehme ich eine Dampfbremse, damit die Feuchtigkeit nach
Außen abziehen kann !

Welche empfehlungen gibt es ?

Grüße

und

Danke



Bei Dampfbremspappen ist das Angebot recht vielfältig,



wir nehmen oft die po clima-Dampfbremspappen der Fa Moll aus Schwetzingen.
Infos gibts im Internet: www.proclima.de
Tel: 06202-27 82 0
Am besten eignen sich die armierten Dampfbremspappen.



Dampfbremse



Hallo
Wenn sie Wasser oder Wasserdampf in ihre Dämmung leiten wird diese durch das Wasser verarbeitet. So zusagen unnütz. Wasser leitet Temperaturen sehr gut, das soll eine Dämmung aber verhindern. Ihre Dämmung kann aber kein Wasser nach aussen abführen und wird sich vollsaugen. Ich würde ihnen eine Dampfsperre empfehlen unter Lattung Konterlattung der Innenverkleidung. Regelmäßiges Stoßlüften, morgens beim Bettenmachen z.b. oder bei offeem Fenster schaffen und Ihr Raumklima ist bestens.
Viele Grüße
Jürgen Weiss



Es wird



beim richtigen Aufbau kein Wasser weiter geleitet sondern Dampf. Ist die Konstruktion richtig aufgebaut, kommt es nicht zum Kondensatanfall in der Dämmung und die Feuchtigkeit wird in der Unterlüftung der Pfannen abgeführt. Dies funktioniert mit einer Dampfbremse wenn außen eine diffusionsoffene Folie verwendet wurde. Dies funktioniert sogar mit konventionellen Dämmstoffen, die tatsächlich keine Feuchtigkeit vertragen.
Die Empfehlungen von Klaus Schillberg bzgl. der Dampfbremsen sind richtig.
10 cm Dämmung sind jedoch zu wenig. 14-16 cm, je nach Material und Holzanteil der Dachfläche, sind Pflicht und sollten auch eingehalten werden.



Papeir oder folie



Hallo Leute,

es kommt noch eine 5cm Innendämmung oder nach den Sparren noch eine QuerDämmung mit Holzfaserplatten.

Aber soweit bin ich ja noch nicht. erstmal kommt eine
10cm Dämmung zwischen die Sparren. (besser als keine)
Bei der kleinen Dachfläche (20qm) kann ich dann auch in ein paar Jahren noch eine Außendachdämmung draufpacken.

Was ist nur bessrer Dampfbremse mit Papier oder Folie !!!

Grüße

Thomas Neumann



Vorher Konzept überlegen



Hallo Herr Neumann,

das dämmen ist keine ganz triviale Sache. Sie sollten nicht einfach mal "drauflosdämmen", wie gerade Geld und Zeit vorhanden ist. Z. B. sollte die Dampfbremse / Dampfsperre so liegen, dass max. 25 % der Gesamtdämmung auf der Raumseite der Dampfbremse liegen. Weiterhin sollte beachtet werden, dass die sd-Werte der einzelnen Dämmschichten nach außen hin abnehmen, also immer wasserdampfdurchlässiger werden. Von daher besteht durchaus die Gefahr, dass Sie sich einen kapitalen Feuchteschaden einbauen, wenn Sie mal hier mal da etwas Dämmung auf oder unter das Dach klatschen - um es mal salopp zu formulieren. Dann liegt nämlich im Zweifelsfall die Dampfbremse an der falschen Stelle oder ist aus dem falschen Material. Sie sollten sich also heute genau überlegen, wie die gesamte Dämmung einmal aufgebaut sein soll. Bei dem angedachten Materialmix würde ich Ihnen auch empfehlen, den Aufbau der Dämmung von einem Ingenieurbüro durchrechnen zu lassen (kostet nicht die Welt). Unter Umständen stellt sich die Frage nach der Materialwahl (Papier oder Folie) dann auch gar nicht mehr, weil aus technischen Gründen das eine oder andere Material ausscheidet.

Gutes Gelingen!



Recht



haben sie ja, hier nochmal der komplette Aufbau,
was ich vorhabe:

Von außen nach Innen:

Dachziegel auf Querlattung (Vorhanden) 24/38 Lattung
Sparrenlatteung (Vorhanden) 24/38 Lattung
Diffusionoffen Dachvliesfolie nicht verklebt (Vorhanden)
100 Sparren 74-77 Abstand (Vorhanden)

Dann soll kommen:

100 Thermohanf

Irgentwas, was den Wind nicht reinläßt,
==> Klima Dampbremse aus 2lagiger Pappe und armiert.

10mm Querlattung

Fermacellplatten


1x Dachfenster 66*118


Grüße

Thomas Neumann



Und wo



ist die Innendämmung? 10 cm Dämmung sind zu wenig (min 14-16 cm). Das andere hört sich ganz vernünftig an. Die Folie außen ist die Winddichtung und wäre desshalb besser verklebt. Innen kommt die Dampfbremse bzw. luftdichte Ebene.
Aber wie Thomas Mispagel sagt, einmal richtig durchgeplant und durchgerechnet wäre schon empfehlenswert, wenn innen noch eine Dämmung eingebaut werden soll.