Probleme beim Dachausbauen, Dämmen.

31.01.2011



Hallo,

ich bin ein neues Mitglied und habe schon sehr viel hier lesen können was mir auch weiter geholfen hat. Allerdings habe ich ein Problem. Für mich ist es allerdings ein großes, denn zum einen sind meine Nerven zurzeit eh nicht die besten und das gesparte Geld geht uns langsam aus.
Wir haben im Juli ein neues Dach bekommen. Kompletter Dachstuhl mit Aufsparrendämmung. Es wurde eine neue, vorher garnicht vorhandene Fußfette installiert. Dementspechend war nach dem Umbau rund ums Haus ein ca. 70cm langer Spalt zu sehen. Dieser wurde im Giebelbereich mit Ytong Steinen, im Traufenbereich mit OSB Platten verschlossen. Nun habe ich, bevor der Winter kommt alles runtherum von innen gedämmt. Mein Gedanke war: "Schnell dämmen bevor es kalt wird!" Soweit so gut, dachte ich.
Gestern habe ich hier und da kleinere Abschlussarbeiten für die Installierung der Dampfbremse, nach 2,5 Monatiger Pause erledigt und dabei sind mir im Aussenbereich Stockflecken aufgefallen. Nachdem ich die Dämmung wieder entfernt habe, habe ich festgestellt das hinter der Dämmung alles Nass ist. Teilweise habe ich schon Schimmelbildung, vielleicht auch Stockflecken, ich weiß es nicht. Liegt das jetzt an der fehlenden Dampfbremse? Ich denke ja. Kann ich jetzt die Dämmung wegwerfen? Sollte ich ein Trocknungsgerät besorgen? Heizungen sind im oberen Bereich noch nicht installiert. Wenn ich die Dämmung wieder einbringe MUSS ich scheinbar SOFORT eine Dampfbremse einbauen, oder? Wenn ich jetzt die Dämmung nicht innerhalb kürzester Zeit wieder einbringe, werde ich wohl aufgrund der Witterung, in kürzester Zeit im Untergeschoß auch Schimmel haben, oben wird es ja nun extrem kalt! Habe ich bereits einen Fehler gemacht indem ich die Dämmung platt vor die OSB Platte geschoben habe? Hätte ich hier 2cm Luft lassen müssen? Ihr merkt, ich habe wenig Ahnung... Ich brauche Hilfe...



Die



Osb-Platte ist hoch dampfdicht, somit hat sich hier Kondenswasser niedegeschlagen.
Ja, die verschimmelte Dämmung sollten Sie entsorgen, und die Osb-Platten gleich mit.
Stattdessen Rauspund, Holzweichfaser- oder Hanfdämmung, dann können Sie auf Dampfbremse etc verzichten.
MfG
dasMaurer





Hallo Stefan,

das Problem liegt wohl in den 2,5 Monaten Pause. In diesem Zeitraum ist Feuchtigkeit aus den Wohnräumen durch die Dämmung hindurch an die kalten OSB-Platten gelangt und dort als Kondensat ausgefallen. Die Dampfsperre hätte sofort nach dem Dämmen fachgerecht angebracht werden müssen. Das Ganze muss nun erst einmal abtrocknen bevor Du weitermachen kannst. Ich würde keine schimmelige Dämmung einbauen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer