Dachdämmung: Pavatex/Zellulose/xxx ???

28.03.2013 cipherwar



Hallo,
ich habe ein Bauernhaus, der Dachstuhl ist ungedämmt, d.h. unter den Dachziegeln sind so eine Art ölgetränkte Hartfaserplatten (anstelle von Unterspannbahn).
Jetzt soll dort ein bewohnbares Zimmer entstehen, es muss also gedämmt werden.

Derzeit überlege ich , ob ich die Balkenfächer mit Zellulose ausblasen lassen soll (unklar, ob die Zellulose zwischen den Ritzen von diesen Hartfaserplatzen durchrutschen kann) oder ob ich die Fächer mit irgendeiner Holzweichfaser (z.B. Pavatex) ausstopfen soll.)

Kennt sich jemand mit beiden aus und kann mir Vor- und Nachteile sagen oder eigene Erfahrungen?
Was würde wohl (incl. Arbeitsaufwand) teurer werden?

Oder gibt es noch eine andere ökologische Möglichkeit (Glasfaser etc. scheidet aus) ?



Ergänzung



Zur Ergänzung:
Das ganze soll als Büro eingerichtet werden. Der Raum soll so hoch bleiben, d.h. keine 2 Ebene eingearbeitet werden.
Rechts und links in die Dachschräge sollen noch je 2 Velux-Fenster rein...



Dachdämmung



Bis in den First hinein zu dämmen ist umständlich, viel teurer, deutlich fehleranfälliger da mehr Durchdringungspunkte und damit potentielle Fehlerquellen vorhanden sind, lässt sich schlechter instandhalten, die Schalldämmung ist auch noch schlechter.
Unabhängig davon was Sie mit ölgetränkter Hartfaserplatte meinen (eine Unterdeckplatte?) empfehle ich Pavaflex als Dämmung.

Viele Grüße





Hallo,

was meinen Sie mit "viel teurer"? Viel teurer als was?
Wenn ich den Raum nutzen will, MUSS ich dämmen, da geht kein weg dran vorbei.



Dachdämmung



Rechnen Sie mal die Fläche aus, die Sie bis zum First dämmen müssen und die Fläche die Sie nur bis zur Höhe einer Zwischendecke samt Decke dämmen müssen. Die Differenz dann mit dem m²- Preis multiplizieren. Dazu rechnen Sie noch die Kosten für ein Arbeitsgerüst das Sie für den oberen Bereich brauchen werden. Dann überlegen Sie schon mal wer von Ihnen dafür zuständig sein wird die Spinnenweben und den Staub im oberen Bereich regelmäßig wegzuputzen. Das sollte jemand mit sehr langen Armen sein. Oder ab und an da oben zu malern (obwohl das oberhalb der Zangenlage eine mehr oder weniger dunkle Höhle bleiben wird).

Viele Grüße





Gut, danke für den Hinweis. (Aber es soll frei bleiben. Die Frage ging ja auch nicht dahin, was schön, häßlich, nützlich oder sinnlos ist, sondern welche Dämmung die beste ist...)





jaja, mit reinen zur Frage bezogenen Antworten tun man sich schon mal schwer hier im Forum..........


Sorry, das ich nicht helfen kann aber den konnte ich mir net verkneifen.



Dachdämmung...



würde ich immer wieder so machen:

Wasserdichtes Unterdach
Zwischensparrendämmung (evtl aufdoppeln) mit Celulose
Dampfbremse
Sparschalung aus sägerauhen trockenen Brettern
Schilfrohr
Mehrlagiger Lehmputz.

Wenn das Isofloc vernünftig verarbeitet wird kommt das in die kleinste Ritze und ist setzungssicher.

Durch die Masse beste Schallschutzwerte und auch der sommerliche Wärmeschutz ist vom feinsten.

Ich kann den Wunsch nach einem offenen Dach bis in die Spitze nachvollziehen. Das gibt ein Gefühl von Großzügigkeit und Weite...

Der gezogene Schornstein auf dem oberen Bild ist ja auch ein Schmuckstück :-)...

Grüße vom Edersee



Noch eins



so siehts mit Möbeln aus...





Etwas höher geht es übrigens auch noch:

http://www.muehle-freienhagen.de/dach-und-dachausbau.html





Tja, wenn man genug Geld in der Tasche hat...:-)



...wenn man genug Geld in der Tasche hat...



Den Kommentar vom Fragesteller verstehe ich dann doch nicht.
Ein geplanter Dachausbau in der Größenordnung bis in die Firstspitze mit Veluxfenstern und allem drum und dran kostet schon ein paar Knöpfe.
Will man Kosten einsparung im Dachausbau ( auch bei der späteren Nutzung), ist der Lösungsansatz von Herrn Böttcher schon der Beste und will man noch mehr Einsparen dann nimmt man eben Glaswolle.

Mit freundlichen Grüßen
Danilo





Also, ich finde meine Kommentar nachvollziehbar. Wenn Du mal einen Blick auf den geposteten Link wirfst, bzw. darauf klickst,
http://www.muehle-freienhagen.de/dach-und-dachausbau.html
dann dürfte jedem klar sein, dass zwischen meinem Dachstuhl und dem dort abgebildeten noch einige Welten liegen..



Zurück zur Frage:



Zurück zur Frage:
Die Zellulose ist der beste Dämmstoff für diese Situation.
Nimand schneidet so gewissenhaft die Dämmmatten wie die Flocken jeden Hohlraum ausfüllen.
Die Ritzen stören nicht. Da gehen höchsten einzelne Flocken durch. Da das Gefach von unten nach oben gefüllt wird drücken die Flocken die Platten an der Überlappung zusammen.
Solche Konstruktionen haben wir schon öfter ohne Probleme ausgeblasen.
Auf der Innenseite OSB, besser eine Folie mit variablem sd-Wert die eine Zulassung für Einblasdämmung hat.
Viel Interessanter finde ich die Frage welchen sd-Wert die Hartfaserplatte hat.
Es gibt ölgetränkte und Platten aus Eukalyptusholz.
Beide werden im Unterdachbereich eingesetzt. Und für beide habe ich noch keine Werte herausbekommen...
Oft werden sie da verbaut wo erst später ausgebaut wird, wenn überhaupt. Unterspannbahnen sind in der Zwischenzeit mit dem UV-Licht und den Nagetieren überfordert.