Wie dämmen, bei einem Geschossboden Dachboden, der nicht geschlossen ist.

04.11.2012 Willy61



Hallo liebe Community,

Hilfe suchend wende ich mich an dieses Forum, da ich nicht mehr so richtig weiter weiß.
Wir haben ein Haus Baujahr 1953 gekauft und teilrenoviert. Um unsere Heizölkosten zu optimieren, soll jetzt bei unserem Dachboden die Geschossdecke gedämmt werden. Der Dachboden ist nicht ausgebaut und soll auch nicht ausgebaut werden, er besteht nur aus Lattung und Dachziegel, keine Unterspannbahnen o.ä.. Er muss nur zu Revisionszwecken begehbar sein. Der Boden ist zwischen den Balken mit einer Art Betonschlacke gefüllt. Die Räume darunter haben bereits ab 1m Höhe schräge Wände. Ich habe jetzt das Problem, dass die Geschossdecke auf dem Dachboden nicht bis an die Lattung / Dachziegel heranreicht, sondern 5 - 10 cm vorher aufhört (s. Bild). Ich gehe davon aus, dass dieser Bereich als Hinterlüftung für die Dachschräge der darunter liegenden Räume notwendig ist. Als „Dämmung“ dieser unteren Räume im DG wurden die Sparrenzwischenräume mit einer Art Schlackestein ausgemauert.
Und jetzt die Fragen:
Wie kann ich meinen Geschossboden auf dem Dachboden dämmen???
Kann ich bis an die Lattung dämmen?
Mit was sollte ich dämmen?
Benötige ich eine Dampfbremse / Dampfsperre?
Lohnt sich das dämmen des Dachbodens überhaupt, wenn dann die Wärme über die Wände des DG entweichen kann?

Bereits erhaltene Antworten:
Dachdecker: Dämmung mit Styropor, untendrunter eine Dampfbremse bis an die Lattung heran
Zimmermann: Dämmung da oben macht keinen Sinn, außer der Bodenluke, die sollte gedämmt werden, Wärme entweicht über die Wände im DG. Es sollte das Dach kpl. gedämmt werden (finanziell nicht möglich)
Baustoffhändler1: Styroporplatten ohne Dampfbremse bis an die Lattung heran
Baustoffhändler2: Dämmwolle / Decken-Filz mit Flieskaschierung und Dampfbremse (das wird doch feucht, oder?)

Ich weiß jetzt überhaupt nicht mehr, was ich machen soll bzw. gemacht werden muss.

Gibt es Vorschläge aus dem Forum?

Viele Grüße
Willy61



Moin Willy,



auch wenn du's wahrscheinlich nicht gerne hörst:

Ich denke dein Zimmermann hat hier die klarsten Worte gesprochen.

Wenn du dir aber mal einen Taschenrechner schnappst, von deinen bisherigen Heiz(!)kosten (also Warmwasser rausgerechnet, falls das mit dranhängt) mal 20% abziehst, hast du deine ungefähre Ersparnis pro Jahr.

Soo doll ist das nämlich garnicht.

Meine ganzen Dämmassnahmen rechnen sich rein über die Heizkostenersparnis in ca. 60 Jahren...;-))

Einen wirklichen Komfort-Gewinn hast du erst, wenn das DG auch vernünftig mitgedämmt wird.
Evtl. lohnt sich später die komplette Dachdämmung incl. neuer Dachfenster/Gauben um für die Kosten wenigstens einen Wohnraumgewinn rauszuschlagen.

Noch etwas weiterlesen kannst du hier im Forum z.B.unter "Dachdämmung", "oberste Geschossdecke", "Innendämmung".

Weitere Info's findest du hier: www.u-wert.net

Gruss, Boris



Dachdämmmung



ich schließe mich ebenfalls dem Zimmermann an.
Die anderen genannten Möglichkeiten sind weder Fisch noch Fleisch und der Finanzeinsatz ist für die möglicherweise erzielte Energieeinsparung nicht zu vertreten.
Und wie Boris Webler schrieb, die Kosteneinsparung hält sich in Grenzen.
Also die vorhandene Dämmung so lassen.
Evtl. über einen neuen Wärmeerzeuger (Heizkessel) nachdenken. Damit fängt das Energiesparen an.
Viel Erfolg
SG
Paul



Herzlichen Dank



an Boris und Paul. Ich hatte es fast schon befürchtet, dass die Antworten so ausfallen, da es der "Zimmermann meines Vertrauens" ist ;-)
Ich werde mich mal weiter durch das Forum lesen.
VG
Willy



Hallo willy



die anderen haben Recht. Geschossdecke nutz nix, wenn darunter die Wärme durch die Schräge abhaut.

Am besten wäre da wirklich eine komplette Dämmung des Daches.
Als kleinere Maßnahme würde ich auf den Dachboden Mineralwolle legen und für die Revisionszwecke einen Steg bauen. Fertig.Ob die Wolle feucht wird merkst du dann ja. Das wäre am schnellsten und billigsten. Mann kann auch den Boden mit Kanthölzern komplett aufbauen und die Wolle dazwischen packen.und nach oben mit OSB o-ä. Verschließen, um ihn nutzen zu können. Dann sollte aber auch eine Dampfsperre nach unten eingebaut werden.