Dämmung Dach Schon wieder

20.05.2012



Hallo,

ich habe mich nun im Netz schon mehrere Monate schlau geleasen,
was das Thema dämmen im Dachbereich an gehtr.

Wir haben ein Satteldach mit ca. 45 Grad Dachneigung
Das Dach ist als Pfettendach ausgeführt 12 Meter lang
3,5 Meter Hoch und das Haus ist 6 Meter Breit.
Die Sparren sind knapp 5 Meter Lang und sind und 7x13cm
Die Firstpfette ist 12x20cm.

Zuerst wollten wir die alte Dacheindeckung mit E20 Ziegeln von 1964 drauf lassen und die schon mehrmals beschreibene
85% lösung umsetzen (ohne Unterspannbahn etc.)
Nun haben wir uns entschieden die komplette Eindeckung zu erneuern.

Mein Gadanke war dabei Ziegel von Koramic E32,
darunter die Delta Foxx Folie als Unterspannbahn
mit SD Wert 0,02.
dann 12 oder 13cm Dämmung (Hanf oder Flachs)
Dann Dampfbremse (welche ist mir noch nicht klar).
Dann 2 Dämmebene mit nochmal 2-5cm Hanf oder flachs
und zum Schluss Holzweichfaserplatte mit Lehputz.

Das Dach soll komplett gedämmt werden wobei der Spitzboden
abgeteilt werden soll. Der Fist soll dann um diesen zu "lüften" offen gestaltet werden.

Das Unterdach soll über die Traufe in die Dachrinne entwässert werden.

So meine Vorstellung.
Ungeachtet der statischen durchführbarkeit wäre ich für Tips und anregungen dankbar.

Ich hoffe meine Beschreibung war prezise genug.



Wenn neu gedeckt wird ...



... würde ich immer eine leichte Aufsparrendämmung durch Unterdachplatten aus Holzfaser einer Folie vorziehen. Ideal so 35mm bis 60mm - je nach Außensituation (Bleche, Anschlüsse, etc.)

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Auch würde ich innen statt einer Weichholzfaserplatten eine



Lehmbauplatte verwenden. Das macht die Aussführung wesentlich einfacher.
Auch würde ich mal einen Einblasdämmstoff als Alternative prüfen.

Grüße





Einblasdämmung hatte ich mir auch schon überlegt.
Nur , da viel in Eigenleistung ausgeführt werden soll,
stehe ich dem kritisch gegenüber.
Ich weis nicht wie viel oder wie Fest man diese Dämmung
einblasen soll.
Wobei es in meiner Nähe einem Betrieb gibt, der Isofloc
verarbeitet...

Ein Unterdach aus Holzfaserplatte wäre mir auch lieber,
aber ich habe nur 24cm Hohlblock (Bims?) Aussenwände,
wo wir wieder beim Thema Gewicht wären.
Was wäre der Vorteil gegenüber einer Folie mit hohem SD Wert

Die Lehmbauplatte innen hatte ich mir auch schon überlegt...
Ist die zweite Dämmeben (Installationsebene) dann überhaupt
notwendig ?

Welche Dampfbremse innen würden sie verwenden ?



Wenn...



...die Unterdeckplatte zu schwer ist, ist´s die Lehmbauplatte erst recht.

Bei 130mm Zwischensparrendämmung und zusätzlich 50mm Untersparrendämmung müsste m.E. die Dampfbremse unter die Untersparrendämmung und nicht zwischen beide Dämmlagen.
Das gilt wohl zumindest für Mineralwolle. Rockwool/Cliprock und Isover schreiben, dass diese Anordnung zur Anwendung kommt, sobald die Untersparrendämmung >=20% der Zwischensparrendämmung ausmacht oder in stark feuchtebelasteten Räumen.

Gruß





Vielen Dank für die Antwort.
Aber egal ob Rockwool oder Isover,
ich nehme Grundsätzlich Abstand von Mineralwolle etc.
da diese nich Diffusionsoffen sind.

Meiner Meinung nach alles nur Märchen der
"Dämmittelmafia" !!!

Aus diesem Grund gibt es Hanf / Flachs / Lehm / Holz
Reet / Schilf / Kalk etc.

Wer einmal modrige Glasfaser aus dem Dach gerupft hat
weis diese Materialen zu schätzen !!!

Grundsätzlich ist es doch so, was unsere Großväter und
Urgroßväter verbaut haben und heute noch steht muss generell nicht schlecht sein was die Bauphysik angeht.



Warum...



...dann die Dampfbremse?

Ich hatte wohl auch die Qual der Wahl, aber selbst die "Naturdämmstoffhersteller" verzichten in Ihren Aufbauten nicht auf die DampfbremsFOLIE.
Ich kaufe mir also einen natürlichen, kapilaraktiven, diffusionsoffenen Naturdämmstoff, der ganz nebenbei das Dreifache von Mineralwolle kostet und packe ihn in eine Plastiktüte. :-(

Dass die Holzweichfaser nicht gammelt, wird sie noch mit Borsalz und wer weiß was behandelt. Ach so, brennen soll sie ja auch nicht. Aber gammeln würde sie ja ohnehin nur, wenn´s feucht wird. Wirds aber nicht, ist ja ne Folie drin. Und wenn doch, trocknets ja wieder ab, ist ja diffusionsoffen.

Nicht falsch verstehen, ich befürworte und verbaue durchaus Naturbaustoffe, aber gerade bei der Zwischensparrendämmung ist mein Eindruck, dass einige damit richtig viel Geld verdienen, dir aber letztlich auch keiner eine Garantie auf all die positiven Eigenschaften geben mag und Dir eben doch gleich noch die Dampfbremsfolie nebst Klebebändern verkauft.

Die Position der Dampfbremse spielt m.E. aber auch bei den von Dir erwähnten Materialien ein wesentliche Rolle. Die Bremse gehört wohl auf die Warme Seite der Dämmung, aber wo ist die, wenn vor und hinter der Dampfbremse annähernd gleichdicke Dämmschichten kommen?

Gruß



Mineralwolle



Lieber Stefan,
Parolen anderer wieder zu geben mag zwar bequem sein, entbindet aber nicht vom eigenen Denken.

Erlauben sie mir einige Korrekturen:
1. Mineralwolle ist im Gegensatz zu Ihrer Behauptung diffusionsoffen, diffusionsoffener geht es fast nicht.
Nach Ihrer Logik wäre das dann der beste Baustoff für eine Dämmung der Dachschrägen.

2. Anwendungsrichtlinien bzw. Einbauanleitungen von Materialherstellern sind keine Märchen, auch wenn Sie von der "Dämmmittelmafia" kommen. Was passiert wenn man sich nicht daran hält kann dann die von Ihnen angesprochene modrige Glas- (oder Hanf- Flachs- Weichholz)faser sein.
Dem Schimmel ist es egal wo er wächst, Hauptsache schön dunkel, feucht und nicht zu zugig.
3. Die bauphysikalischen Grundlagen haben sich in den letzten Generationen nicht geändert wohl aber die Lebensansprüche und damit die Wohngewohnheiten.

Viele Grüße



Eine 35er Holzdämmplatte ...



... bringt ca. 7 kg auf den m².

Nun kommt es weniger auf die Bimssteine, sondern mehr auf die Dimension Deiner Sparren und den Abständen. Ich habe dies als Alternative für die Unterspannbahn Delta Fox genannt. Der sd-Wert dieser Folie ist nicht hoch sondern hoffentlich niedrig.

Vorteile (Vorsicht! - evtl. alles Märchen):
- besserer Schallschutz
- die Sparren werden schon leicht gedämmt
- besserer Hitzeschutz
- Holz

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Die Einblasdämmung eingebracht



kostet etwa soviel wie Hanf oder Flachs im Materialpreis.

Gründsätzlich erzeugt die Dampfbremse Winddichtigkeit. So wird vermieden das warme Luft in der Dämmung abekühlt und Feuchtigkeit ausfällt.

Diese Funktion (windichtigkeit) kann auch die Putzschale bei entsprechend sachgerechter Ausführung übernehmen.

Übrigen muss die Windichtung nicht aus " Plastik" besteht die meisten Anbieter bieten Produkte auf Pappbasis an.

Grüße





Grundsätzlich will ich keine Materialien verbauen
welche schwer zu entsorgen oder nur mit Mundschutz etc.
verarbeitet werden können. Deswegen keine Mineralwolle.

Ich habe sehr viel im Netz darüber gelesen, und habe
aufgrund dessen meine Entscheidung gefällt.
Es dreht sich "nur" noch um das Zusammenspiel der
Materialien.
Aufsparrendämmung mit Holzfaserplatte :
Welches Produkt würdet ihr empfehlen ?
Muss darunter oder darauf noch eine Folie ?
Ist diese dann mit Bitumen behandelt ?

Würdet ihr die Entwässerung des Unterdaches über die
Traufbohle in die Dachrinne oder darunter ins Frei
tropfen lassen ?

Mit Folie / Dampfbremse innen :
Muss nicht Plastik sein, doch was gibt es hier sonst noch ?
Pappe oder Papier ?