Macht Dach zur Hälfte dämmen Sinn

23.09.2008



Hallo zusammen,

wir haben kürzlich ein älteres Haus gekauf und modernisieren dieses gerade. Beim Einbau eines Dachfensters haben wir nun gemerkt, dass die Dachdämmung ziemlich schlecht ist (z.B. 2 cm Abstand zwischen Dämmmaterial und Sparre links und rechts). Unser Problem ist nun, dasss sowohl das Dach als auch der Innenausbau relativ neu und in gutem Zustand sind. Das Dach wurde im Jahr 2000 neu eingedeckt, dabei wurde auch eine durchgehende Unterspannbahn (diffusionsoffen) eingezogen. Nun möchten wir auch nicht den kompletten Innenausbau opfern, bei der Hälfte des Daches hielt sich der Aufwand allerdings in Grenzen. Keine Gauben, keine Fliesen.
Nun kam die Überlegung auf, dass man zunächst nur eine Hälfte des Daches mit einer neuen Zwischensparrendämmung dämmt und die andere Hälfte dann in einigen Jahren, wenn auch die Baderneuerung ansteht durchführt. Kann man diese Idee weiterverfolgen oder sollte man das auf keinen Fall machen? Es gibt im Moment auch keine durchgehende Dampfsperre- oder Bremse im Dach. Im Moment ist der Aufbau von Innen nach außen: Styropor-Tapete, Gipsplatte, Heraklit, Glaswolle zwischen Sparren, Unterspannbahn). Danke im Voraus Rainer



Ich stehe schon auf dem Standpunkt



dass man die Dämmung des Gebäudes in Angriff nehmen sollte. Und wenn es nicht anders geht, kann man dies auch Zug um Zug machen. Dabei muss aber immer darauf geachtet werden, dass keine Probleme durch Wärmebrücken entstehen können. Dies läßt sich natürlich nur im Detail vor Ort abklären.Ich würde mir einen guten unabhängigen Berater vor Ort suchen, der die Massnahme begleiten kann.
Adressen gibt es hier im Marktplatz. Findet sich hier keine geeignete Person würde ich mich einmal bei www.baubiologie.de umsehen.



Wärmebrücken



... habt Ihr ja genug wenn Du schreibst:

"2 cm Abstand zwischen Dämmmaterial und Sparre links und recht"

Die Seite mit dem Bad ist das größere Problem. Die Styroportapete ist auch nicht gerade der Hit.

Wenn es finanziell machbar ist würde ich eine Sanierung von außen in Erwägung ziehen. Abdecken, Unterspannbahn abnehmen und die Dämmung entfernen und die Luftdichtungsebene von außen erneuern (z.B. Dasatop von Pro-Clima).

Jede Sanierung von Innen hat bei der Luftdichtungsebene ein Anschlussproblem von Raum zu Raum. Da sind Verarbeitungsfehler vorprogrammiert. Insofern hätte ich gegen eine Stück für Stück Sanierung Bedenken.

Als Dämmung Holzweichfaserplatten (z.B. GUTEX-Thermoflex) oder Flachs. Falls es nicht zu große Probleme bereitet, würde ich eine Unterdachplatte aus Holzfaser als Winddichtung und Unterdach der Unterspannbahn vorziehen.

Grüße aus der Korbstadt,

Frank