Dämmung bei ungeheiztem EG

07.08.2017 Sabine Z.



Hallo,

unser Haus hat (ganz typisch für die Region) ebenerdig nur ungeheizte Wirtschaftsräume. Die eigentlichen Wohnräume finden sich im 1OG. Früher war das mal Fachwerk, inwischen sind leider alle Aussenwände aufgemauert. Die Wände sind sehr ungleichmässig, größtenteils Vollziegel (24cm), teilweise Halbziegel (12cm), teilweise 45cm Sandstein.

Das Erdgeschoss ist feucht und wird wohl auch so bleiben: das Haus steht am Bach, alle Wände 65cm Sandstein, keine Sperren etc. Wir haben innen alle Putze runtergeschlagen, solange wir gut Lüften, hält sich das mit der Feuchtigkeit in Grenzen.

Wie dämmt man das nun am gescheitesten? Bisher war angedacht das mittels einer Vorhangfassade von außen zu dämmen.

Vorteile:
- einfacher/bauphysikalisch unkritischer
- Fassade muss eh gemacht werden
- günstig, kann man gut selber machen
- kein Wohnraumverlust

Folgende Fragen:
1) Macht es Sinn nur den 1OG zu dämmen? Wenn ja, wie weit muss man die Dämmung nach unten überlappen? Nicht dass man groß spart, aber die EG-Wände sind ja feucht.
2) Wenn man die Vorhangfassade bis zum Sockel führt, kann diese ja die EG-Wand vor Regen schützen. Macht es dann Sinn den Aussenputz abzuschlagen (im ungedämmten Bereich) um die Wand bei der Trocknung zu unterstützen?

Falls jemand einen Energieberater im Raum Aschaffenburg empfehlen kann der sich mit solchen Fragestellungen auskennt, bitte melden!

Danke & Grüße



Wärmebrücke



Die EG-Mauern aus Sandstein stellen eine Wärmebrücke dar, eine durchgehende Dämmung fände ich lohnend.

Fenster wenn möglich aussen anschlagen. Dann gibt es weniger Wärmebrücken bei den Leibungen.

Was sind die Ziegel ? Wirklich Vollziegel, oder doch moderne Hochlochziegel ? Das macht einen Unterschied für die Wärmeleitung.

Wie ist die Decke vom EG zum OG aufgebaut ? Holzbalken oder Beton ?



Details



Ja, sind Vollziegel. Fachwerk wurde wahrscheinlich schon um 1900, spätestens aber 1930 entfernt.

Fenster aussen anschlagen ist teilweise schwer, wir haben Sandsteinlaibungen und -fensterbänke an manchen Fenstern. Die sind auch fast der einzige Grund die gegen eine Außendämmung sprechen.

Obere Geschoßdecke ist eine Holzbalkendecke mit Sandschüttung. Die Decke zwischen EG und OG ist ein Kappendecke (Halbstein). Alles ungedämmt.

Bisher angenommende U-Werte:
- Außenwände: 2,4 (24cm Vollziegel)
- Giebelwände: 2,5 (12cm Ziegel / 45cm Sandstein)
- Decke: 1,4
- Boden: 1,5

Die Dämmung ganz runter zu ziehen bereitet mir Sorgen wegen den feuchten Wänden.





Eine sehr komplexe Problematik. Hier würde ich, ohne Ortstermin, vor jedem Ratschlag absehen. Grundsätzlich ist Feuchtigkeit im konstruktiven Bereich (Mauerwerk) eines Bauwerks immer problematisch. Mein Rat: Einige € in die Hand nehmn und die Problematik von einem Fachberater nicht "Handwerker" also Energieberater oder Architekt am Pbjekt beurteilen lassen und dann einen Sanierungsvorschlag erarbeiten lassen. Das kostet bewahrt aber vor Scharlatanerie und davon gibt es leider sehr viel!!! Eberhard Lampert Architekt



Danke



Danke für die Antworten. Daher ja meine Frage nach einer Empfehlung für einen Energieberater oder Architekten. ;)





Bi zwar gebürtiger Aschaffenburge wohne und arbeite aber schon seid 30Jahren in Erlangen. Energieberater in Unterfranken am besten im Internet suchen. Kompetenz anhand der Kommentare prüfen. Sonst gibt auch die Bayeriche Architektenkammer in M unverbindlich Auskunft.