Kellerdecke Isolieren

16.06.2011



Hallo Fachwerk Mitglieder
Wir sanieren ein altes Bauernhaus und möchten die Keller-Decke neu machen da die Balken morsch sind.
Wir haben 10x16cm Balken die komplett eingepackt werden müssen mit Dämmungsmaterial (also 16cm Steinwollen Dämmung). Oben, als Boden für den Wohnraum kommt wieder eine Brettschicht von 3cm und Unten, die Decke des Kellers eine Atmungsaktive Schicht aus Holzfasern (3cm Dick).
Mit diesem Vorgang werden die Balken nicht mehr zu sehen sein und ich befürchte dass diese, durch die Feuchtigkeit Schaden nehmen.
Der Keller ist Feucht max. 80% und haben bereits ein Fenster auf die Nordseite angebracht um ein Durchzug zu garantieren der die Feuchtigkeit reduzieren sollte.
Da wir in Land wohnen gibt es auch Nagetiere und befürchte dass die Keller-Decke (Holzfaser Platte) von Mäuse Problemlos durchdringen wird dann haben wir die Mäuse in der Isolation.
Welches Dämmmaterial eignet sich am Besten für einen Boden wie dieser und sollte man mit Dampfbremsen oder gar Dampfsperren arbeiten um eine saubere Lösung zu bekommen?
Besten Dank für Eure Hilfe.
Phil



Mäuse, Dämmung, Feucht



Hopp Schwiiz

Warum waren die Balken morsch?
Warum wollen Sie mit Wolle dämmen?
Warum glauben so viele Menschen an Computerbildchen und Programme?

Wie die Maus, die voller Angst in die Augen der Schlange schaut und dabei vergisst, dass von hinten der Storch ankommt!

Wie war das klassisch gelöst?
Bauen Sie mit Masse und Luft.

FK





Hallo,

da Holz einen rcht brauchbaren Wärmedämmwert hat, wäre es nicht nötig, es in 16 cm Dämmung zu verpacken. 5 cm reichen auch. Dazu würde ich aber Holzweichfaser nehmen: Holz zu Holz paßt gut und es wird eventuelle Feuchtigkeit auch wieder raustransportiert.

Grüße



Ist dies ne Lösung?



Hallo
Besten Dank für die Antworten die eingetroffen sind.
Warum die Balken morsch sind ist auf den vorherigen Besitzer zurück zu führen, der ein Fenster zugemauert hat in der Annahme dass dies der Grund für die Kälte im Wohnraum sei.
Die Balken sind noch original und wurden im 19. Jh. verbaut.
Wolle muss nicht sein und so wie im 2. Beitrag von Hr. Bekmann deutlich erklärt wird, werde ich sicherlich Holzweich- fasern nehmen. Das Problem, wie FK richtig erkannt hat, ist dass wir in der Schweiz leben und hier ein Dämmwert von 0,25 W/m2K gesetzlich vorgeschrieben ist, wenn die Substanz berührt wird (Ausnahme ist das Tapezieren) :o(
Auch wenn ich der gleichen Meinung wie Hr. Fischer, Herr Leibundgut (ETH Zürich) bin, und nicht richtig finde allzu viel zu dämmen, bin ich „gezwungen“ dieses zu tun. Es wurde mir empfohlen eine Betondecke rein zu tun aber finde diesen Eingriff doch ein bisschen zu heftig. Klar, kann man sagen dass auch eine 16cm Dämmung nicht wirklich ein kleiner Eingriff ist aber möchte doch etwas beitragen, um die Ressourcen auf der Welt zu schonen ohne den Stil des Hauses zu viel zu ändern.
Ist die einzige Variante, die Dämmung über die Balkenlage zu platzieren (Siehe Abbildung)?

Ausserdem finde ich Programme sehr hilfreich, und Bildchen sagen mehr als tausend Worte. Ich frage mich was wäre ein Architekt ohne Rechner und Bilder.

Nochmals Besten Dank für Anregungen.



Faser ist Wolle



Hallo

Sie schreiben:
dass wir in der Schweiz leben und hier ein Dämmwert von 0,25 W/m2K gesetzlich vorgeschrieben ist, wenn die Substanz berührt wird

Ausserdem finde ich Programme sehr hilfreich, und Bildchen sagen mehr als tausend Worte. Ich frage mich was wäre ein Architekt ohne Rechner und Bilder.


1. Welche Gesetzesgrundlage gibts dazu in der Schweiz?

2. Mit Speck fängt man Mäuse?

Bleiben Sie wachsam, bevor Ihnen die Konstruktion "absäuft"!

FK



Dämmung



In den Deckenhohlraum Zellulose einblasen.
Kann Feuchtigkeit wieder abgeben und wird von Nagetieren gemieden.
Gruß
SB





Hallo SB

Besten Dank für den Beitrag, werde mich über diese Variante Informieren.
Ich gehe davon aus, das Sie auch die 2. Variante des Deckenaufbaus nehmen würden, damit die Balken nicht zu lange einer Hohen Feuchtigkeit ausgesetzt werden, oder ist Variante 1 durchaus auch vertretbar?