Was machen mit vorhandener Innenwanddämmung ?

04.07.2009



Hallo zusammen,

bin gerade dabei einen Dachstuhl auszubauen. Das Haus ist ein Fachwerkhaus um 1900. Die Wände wurden teils mit Bruchsandstein und teilweise auch mit Lehmbacksteinen gemauert.

Im Dachgeschoss wurden die Giebelwände teilweise schon von innen mit Holzständerwänden und 2xRigips(12mm) und 5cm Styroporkaschierung verkleidet. Zwischen der Plattenwand und der eigentlichen Aussenwand ist teilweise ein bis zu 7cm großer Hohlraum. Dieser Aufbau ist alles andere als ideal. (Zugluftentwicklung) Ein Dampfbremse fahlt ebenfalls.

Es ist abzusehen das in 2-3 Jahren eine Außenwanddämmung
durchgeführt wird.

Was würden Sie mir für die weiteren Schritte raten ?
Vorwandbau abreisen und neu aufbauen?
Evtl Schüttung hinter den Wandvorbau?
Oder so belassen ?


Ich bin für jeden Rat dankbar...



Neu und gut!



Hallo

Wie Sie beschreiben ist der Aufbau nicht der idealste.
Wenn Sie schon vorhaben in den nächsten Jahren aussen eine Dämmung anzubringen (ich würds lassen), würde ich jetzt die alte Innen"dämmung" entfernen und ganzflächig neu Verputzen (Lehm oder Luftkalk).

FK



vorh.Innenwanddämmung



Hallo,

anyway: innen alles raus bis aufs rohe Fachwerk und mit Putz neu aufbauen. Lehmputz oder Luftkalkputz verwenden.
Unter Umständen muß ausgegelichen werden, dann Ausgleichslattung und Sparschalung aufbringen und mit Lehm arbeiten.
Außendämmung ist gut.

Grüße vom Niederrhein



Außendämmung überdenken



Auf eine Außendämmung würde ich verzichten. Diese spart Ihnen kein Geld ein, im Gegenteil. Lassen Sie sich nicht von einer Dämmlingswelle unwissend tragen.

Die Grafik zeigt nüchtern die Verbrauchswerte neuer gedämmter Familienhäuser. Die Wärmedämmeinsparung ist reine Fantasy und existiert nur auf Papier. Im Übrigen decken diese Statistiken sich mit denen der BundesStatistik. Ein niedriger Verbrauch durch Dämmung konnte nicht festgestellt werden. Im Gegenteil! Eine Armotation dürfen Sie in Wirklichkeit also nicht erwarten.



Herzlichst
A.Zima



@Herr Zima



Ihre immerwiederkehrenden Fantasien über den Unsinn einer Wärmedämmung und deren "Amotation" macht auch die Wiederholung nicht zur Wahrheit.

Erklären sie mir einfach (Herr Kurz kann Sie ja gerne dabei unterstützen) mal mit eigenen Worten, warum ein besonders gut gedämmtes Passivhaus sich mit einem 5 kw statt mit einem 50kW-Heizkessel beheizen lässt.

Was Sie vermutlich nicht aus ihrer Grafik gelesen haben: die Stadtwerke wollen den Einspareffekt von Brennwerttechnik demonstrieren.



Lehmputz und Holzfaserdämmplatten ?



Recht herzlichen Dank für die bisherigen Antworten.

Ich werde mich mal wohl mal über den Aufbau mit Lehm und Holzfaserdämmplatten hinter dem Gefache informieren.
Ist dieser Aufbau auch für Bruchsandstein geeignet?
Gibt es da kompetente Ansprechpartner und Beratungsexperten
hier im Forum ?
Vielleicht wirds auch nur ein einfacher Lehmputz
und später dann eine Außendämmung mit Holzfaserplatten.

Gruß und Danke im Voraus



Holzweichfaser macht nicht immer Sinn



Hallo Herr Göb,


Die Stadtwerke Metzingen haben die Statistik veröffentlicht um die große Kundennachfrage von Durchschnittsverbrauchswerten nachzukommen (Steht sogar dort). Aber Sie haben Recht, auch eine Wirkung der unterschiedlichen Heiztechniken wird sichtbar. Daher mag ich diese Statistik ja auch.


Auch ein Passivhaus benötigt und erhält die gleiche Wärmezufuhr wie jedes andere Haus auch. KW Verbrauch und KW Heizleistung sind unterschiedliche Werte. Ein Passivhaus wird mit Wärmepumpen ausgestattet, welches aus 1 KW Verbrauch satte 3,5 KW Heizleistung herstellt. Somit reduziert sich der Verbrauch für den Bewohner sehr deutlich, was an den geringen Heizkosten zu entdecken ist, aber die hohe Heizleistung von ca. 17,5 KW um das Passivhaus zu wärmen, bleibt. Die 10KWh/qm Regel wird auch hier strikt eingehalten und auch benötigt. Da jedes Einfamilienhaus mit ca. 10KW bis 20KW Heizanlagen ausgestattet sind, fällt das Passivhaus mit seiner teuren Pumpentechnik von 5KW in diesen Bereich. Die hochgelobte Dämmwirkung eines Passivhauses kann nicht nachgewiesen werden.


Im Gegenteil ! Dabei wurden die anderen Ersparnisträger wie Solarkollektoren, Dichtheit, kompakte Außenfassade, Wärmetauscher und Südseitenfenster noch nicht einmal mit berücksichtigt. Ist auch nicht nötig, um die Unwirksamkeit der Dämmung zu entlarven.


Das Bild zeigt, dass eine Ziegelwand in der Praxis besser dämmt als die Gedämmte. Komisch ? Seltsam ? Nein, nur der gleiche Nenner. Mal keine unterschiedlichen Heizanlagen. Die solaren Gewinne von ca. 82 Watt / qm an der Ziegelwand, welches die Gedämmte durch die Dämmung nicht einfährt, macht ihn schließlich zum Sieger. Forschungsprojekt Fraunhofer Institut der Bauphysik

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Martin, es macht keinen Sinn über die richtige Durchführung von diversen Dämmplatten zu diskutieren, wenn Sie auf der anderen Seite Bauschäden dadurch provozieren. Eine Dämmung mit Holzfaser lohnt nur, wenn die Außenwandstärke zu dünn ist. Und selbst dann wäre ich eher für eine Massivverdickung (z.B. nur Putze oder Stein auf Stein) ohne Lufteinschlüsse. Jedes Material besitzt bereits eine Dämmwirkung, dann nehmen Sie doch das beste Material und nicht das mit dem besten U-Wert.

Herzlichst
A.Zima



Hat keinen Sinn



Herr Zima sich mit Ihnen zu unterhalten, wenn über das Grundsätzliche keine Einigung herrscht, hatten wir beide ja schon mal bei Ihrer abstrusen Theoriefindung.

Sie mischen hier Heizlast, Verbrauch, Arbeit und Leistung wild durcheinander, kopieren irgend welche Grafiken, die auch noch falsch interpretieren, auf meine ernst gemeinte Frage haben sie nicht mal im Ansatz geantwortet.

Das einzige was Sie hier stiften ist Verwirrung bei eventuell unbedarften Anfragern.



Ich komm immer noch nicht dahinter



Aber ich sehe hier ein 49 cm starkes Mauerwerk im Vergleich zu einem 24 cm starken Mauerwerk mit 23 cm Dämmung das kann doch gar keine vergleichbare Ergebnisse liefern. Hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen, oder täusche ich mich da?

Grüsse Thomas



immer die gleiche diskussion



ich denke, es ist klar, dass 20cm kunststoffdämmung sowohl heizlast als auch heizenergiebedarf senken. Wer wollte das ernsthaft bestreiten?

Aber kann das das alleinige Argument sein? Was ist mit der Bauphysik, gerade bei alten Fachwerkhäusern? Oder altem Mauerwerk?
Was ist mit der Ästhetik der Fassade?

Und: gibt es eine Gesamtbetrachtung, eine Ökobilanz dieser Dämmsysteme? Das Zeugs wird letztlich aus Öl hergestellt, auch die Produktion selbst erfordert Energie, dann der Transport und die Montage.... und wie lange hält so was? Und die Entsorgung?

Mich würde wirklich diese Bilanz interessieren.
Bei uns ist ein WDVS jedenfalls kein Thema, Enerieausweis hin oder her.



Die Gesamtbilanz ist negativ!



Das Bauforschunginstitut in Hannover hat in den letzten Jahren Fachbücher herausgebracht in denen Tabellen mit Instandsetzungskosten und -intervallen zu sehen sind.
Demnach entstehen für ein WDVS gegenüber einem Verblendmauerwerk über 4 mal höhere Kosten in den nächsten 80 Jahren, sowie über 3 mal höhere Kosten als bei einer Außenwand mit Edelputz.
Der Höhepunkt in den Tabellen zeigt sich nach 40 Jahren mit
der Erneuerung des WDVS.
Unwirtschaftliche Maßnahmen haben laut EnEv zu unterbleiben!
Außerdem sind bei 20 cm Styropor schnell 40 cbm Sondermüll auf der Wand.
Ich habe schon viele Fotos hier veröffentlicht.
Das nächste Foto aufgenommen in Hannover unweit vom Stadion.
Keine 5 Jahre ist dieses "schöne" System auf der Wand!!!
Grüße aus dem Leinebergland
von C. Jaskulski



Hallo



Wenn ein Vollwärmeschutz eh geplant ist, würde ich die von Ihnen beschiebenen Aufbauten entfernen und die Wände Ziegelgewebe bespannen und mit Kalkmörtel verputzen.

Grüsse Thomas



Abwägung



Der Einsatz von Wärmdämmung sollte natürlich immer eine Abwägung sein zwischen: Was will ich erreichen, was "leiste" ich mir, welche Materialien setze ich ein (warum eigentlich unbedingt WDVS in Styropor?), ästhetische Aspekte, ...

Es gibt hier wie im richtigen Leben kein Ja & Nein.