Neuausfachung mit Hochlocchziegeln??

28.01.2006



Hallo ich lese schon seit geraumer Zeit in diesem Forum,
da ich mit dem Gedanken spiele ein Fachwerkhaus zu kaufen.
Nun bin ich fündig geworden - der alte Hof (erste Hälfte 19. Jahrhundert) ist aber ganz schön gerockt.
Seit Generationen wechselnde Bewohner, die ohne grosse Ahnung und anscheinend ohne sich zu informieren in eigenregie gepfuscht haben.
Das will ich nicht tun.
Ich habe hier viel über Ausfachungen gelesen, Lehm scheint für viele die beste Wahl zu sein.

Nun die Frage:
Um wenigstens ein wenig Dämmung zu erhalten Frage ich mich,
ob nicht auch Hochlochziegel zur Ausfachung herangezogen werden können.
Ich habe auch mit der Suchfunktion des Forums keine Beiträge zu diesem Thema gefunden.
Oder gibt es ähnliche Steine in Lehm??

Herzlichen Dank schon vorweg für eventuelle Antworten.

Mit freundlichem Gruß
Felix König, Braunschweig



Um ein Fachwerkhaus





Ausfachungsideen



Hallo
anzubieten wäre der 1200 er Leichtlehmstein von Claytec oder der 600er
"Leichtlehmsteine 07.011 (1200 NF) und 07.013 (700 2DF)" mit Lehmmörtel, oder aber auch mit Kalkmörtel (04er), dann aussen mit mehrlagigem Kalkputz und Kalkkaseinfarbe arbeiten - seit hunderten Jahren bewährt und auf die Konstruktion und Situation optimiert - ... gut: Lehmgeflecht und Bewurf ist das bewährte und erprobte - aber qualitativ sind da wenig Unterschiede ...

konzeptionell mit der Heizung und mit anderen Merkmalen und Ausstattungen planen (lassen) - GESAMTKONZEPT

Lassen Sie sich nicht von Dämmungsfanatikern und ENEV-Süchtigen das Haus kaputtdämmen!

Ein Literaturtip zu Gefachen und vor allem Fehlern dazu: M. Gerner; Schäden an Fachwerkfassaden isbn 3-8167-4690-X

mfG

Florian Kurz



Um ein Fachwerkhaus



zu dämmen, reicht auf keinen Fall die Ausfachung, auch wenn ein Leichtziegel oder Lehmstein genommen wird. Der Vorschlag von Florian Kurz ist lediglich eine Ausfachung, keine Dämmung. Will man ein solches Haus dämmen, muss man sich über eine Außen- oder Innendämmung Gedanken machen.
Zu diesem Thema gibt es schon reichlich Diskussionen. Einfach mal ein bischen im Forum stöbern.



Hochlochziegel-Infos



hallo Herr König,
sie wollten wissen,wie Hochlochziegel als Ausfachung im Holzfachwerk geeignet sind. HLZ werden bei hohen Temperaturen fast bis zur Sintergrenze gebrannt. Dadurch verändert sich das Wasseraufnahme/Abgabevermögen sehr negativ (d.H. wenn Schlagregen an die Fachwerkfassade kommt,saugen die HLZ das Wasser an und halten dies eine -kurze Zeit zwar -in den kapillaren Waben fest.Durch die vhd. Luftkammern wird das Wasser nicht oder sehr schlecht weitergeleitet. Im Winter kann das Wasser gefrieren und taut dann wieder sehr scnell bei Sonnenschein auf und kondensiert meist an der Innenseite der Wand.Den von den Herstellern genannten rechnerischen Wärmedämmwert kann man dann an der Fassaden-Wetterseite komplett vergessen.
Eine bessere Lösung wären Feldbranntziegel aus hist. Baustoffrecycling,die sind ohne Luftkammern gemacht und bei niederen Temperaturen gebrannt,sodaß das Wasseraufnahme/Abgabeverhalten (Hygroskopizität genannt) erhalten bleibt.Jedoch dämmen auch diese Steine nicht.
Eine bessere Lösung fürs Fachwerk sind Lehmsteine, z.B. kleinformatige (NF,2 DF-Formate)HolzLeichtlehmsteine,da diese mit wärmedämmenden Zuschlagsstoffen gemacht sind -ohne Vakuumpressung- und aufgrund der niedrigen Gleichgewichtsfeuchte von Lehm (ca 1-1,5%)das Holzgebälk trocken halten. Bei trockenem Holzgebälk haben viele Holzschädlinge keine Überlebenschance.Deshalb wird hier am Übergang von der Gefachausmauerung zum Holzwerk mit Lehmmörtel gemauert.
Weitere Infos,Detailbeispiele zu Fachwerk-Außenwand-Komplettaufbauten,Preislisten und Infos zu Selbstbau-Praxisseminaren finden Sie unter
www.texbis.de



Aussehen und Wirkung



Eine Ausfachung mit Hochlochsteinen (Ziegeln) kann man schon machen, doch die Ergebnisse der Funktion merkt man in ein paar Jahren.
Feuchtigkeitsprobleme, Rissbildungen, Abplatzungen etc.
Die Ausfachung mit den heutigen üblichen Ziegel"schund" ist leider mit keiner langen Freunde einhergehend, denn die alten Materialien hatten ganz andere Eigenschaften und Herstellungsverfahren.
Somit bleibt also kaum eine große Auswahl übrig, die an Lehmsteinen, -techniken oder Ziegelmaterialien nach historischem Vorbild (Weichbrand, Holzkohlebrand etc.) vorbei kommt.
Trotzdem ist über weitere Oberflächengestaltung und die Windichtigkeit der Außenwandflächen nachzudenken.
Thermik und Speicher sind hier die Hauptthamatiken.
Die Vorredner haben da schon einiges erläutert und ein weiterer Großteil dazu findet man in der Tiefe der Forumsgallerie.

Grüße Udo



Besseres Ergebnis



So könnte eine Alternative aussehen.

Grüße



Nicht mit leichten Baustoffen dämmen!



Wie der Fred schon schrieb, darüber wurde hier schon oft gestritten.
Lesen Sie mal nach, und machen Sie sich einen Reim drauf.

Ich empfehle die Ausmauerung mit handgeschlagenen Steinen, dabei ist es fast egal ob gebrannt oder nicht.
Lehm und Holz passen hervorragend zusammen, Kalkmörtel und Holz sind kaum schlechter.
Wenn Sie etwas zur Verringerung der Heizkosten tun wollen, setzen Sie innen eine Wand davor. Diese allerdings massiv!
Lehm oder Ziegel ist dann auch egal. Die Entscheidung liegt dann wieder bei Ihnen bzw. bei demjenigen der es Verarbeiten soll.

Auf jeden Fall möchte ich hier noch einmal den etwas zu kurz gekommenen Hinweis auf eine dazugehörige Heizung vom Herrn Kurz aufgreifen.
Installieren Sie unbedingt eine Strahlungsheizung. Ofen mit keramischer Oberfläche, direkte oder indirekte Wandheizung heißen die Möglichkeiten.
Ich persönlich favorisiere die Heizleiste.

Einfach, übersichtlich, sicher, preiswert!


Mit den besten Grüßen von der Ostsee



Der Ingo


Und ähhhhm... gebrannte oder ungebrannte, traditionell gefertigte Steine gibts natürlich günstig im Ziegelkontor!

Foto:
Produktion von Handstrichsteinen in einer polnischen Ziegelei schon fast an der ukrainischen Grenze.
Diese Steine sind auch gebrannt mit ca. 3 kg. je RF Stein recht leicht und wunderbar porös.
Egal ob mit Lehm- oder Kalkmörtel. Wunderbar zu verarbeiten!



Doppelt gemoppelt!



Nichts ist schlimmer als eine Netzverbindung die mal geht, und mal nicht! Dann lieber eine schööööön langsaaaaammmme Modemverbindung! Da bleibt wenigstens genug Zeit um mal Wein nachzugießen!



Dann nutze ich eben die Dopplung um noch ein Bild der gebrannten Stein hinzuzufügen.



Herzlichen Dank...



für die vielen schnellen Antworten, die mich auch überzeugt haben.
Eine Innendämmung atelle ich mir - wie in einem Beitrag vorgeschlagen - auch vor.
Nun also Lehmsteine und Innen gedämmt. - Angst habe ich nur vor Feuchtigkeitsauusfall im Wandaufbau.

Das Haus steht nicht unter Denkmalschutz, gibt es trotzdem eine möglichkeit um die EnEV herumzukommen. (Es muss definitiv neu ausgefacht werden).

Bei meiner bisherigen Suche habe ich mir das "Infomäppli" von Pavatex zuschicken lassen.
Dort wird eine Variante vorgeschlagen, bei der mit "Unger-Diffuterm Holzfaserelementen" Innen und in der Ausfachung gedämmt wird. Ist das überhaupt vom Taupunkt her zu machen??

Ich freue mich schon auf die Antworten.
Nochmal grosses Lob an die Mitglieder dieses Forums.
Komptetente Fachwerkinteressierte, die Ihr wissen gerne weitergeben zum Wohle der Erhaltung alter Häuser - einfach toll!!

Viele Grüsse
Felix



ichh halte wenig …



von solchen Mischkonstruktionen!
Ausfachen - Putz Innen und Aussen
und Strahlungheizung Wandleistenheizung z.B. sancal.de
oder andere vernünftige Systeme
ohne Innendämmung - alles nur blanke Theorie und die Alten Konstruktionen haben sich bewährt.
(heutzutage sieht man, was passieren kann, wenn die "Technik" die Vernunft verdrängt - BadReichenhall; Katowitz, ... die Teile haben alle "rechnereisch gehalten" ....)

less is more

FK



Einfach und übersichtlich!



Halten Sie Ihre Konstruktionen schon durch die Verwendung weniger homogener Materialien einfach, dauerhaft und sicher!

Vieleicht funktioniert das vorgeschlagene System. Auf jeden Fall nur wenn keine(absolut keine) Fehler gemacht werden.
Es gibt wohl keine Baustelle, auf der nicht kleine oder auch größere Fehler gemacht werden! Fraglich ist nur ob auch jeder Fehler einen Bauschaden nach sich zieht!

Damit eine komplexe Dämmkonstruktio funktionieren kann, müssen Sie jedoch von innen sperren.
Abgesehen von den negativen Auswirkungen einer Dampfsperre auf das Wohnklima, bleibt auch das Risiko, daß die Dampfbremse eben nicht dicht ist oder auch im Laufe der Zeit undicht wird.
Dann haben Sie an wenigen Stellen in der Konstruktion "Lecks" an denen die warme Feuchte Luft wie aus einem Luftballon mit hohem Druck in die Dämmung entweicht, und dort kondensiert. Vieleicht wird es nicht so schlimm, vieleicht trocknet die Dämmung auch wieder im Sommer. Vieleicht auch nicht.
Verwenden Sie eine Strahlungsheizung wird die Wahrscheinlichkeit von Schäden geringer.


Wenige Materialien, Holz-Kalk-Ziegel-Lehm, das mit einer Strahlungsheizung kombiniert. - So geht es mit Sicherheit -
Dafür lege ich meine Hand ins Feuer, und nicht nur 3 bis 5 Jahre bis die Gewährleistung abgelaufen ist.


Mit den besten Grüßen von der Ostsee


Der Ingo


Foto:
Denkmal mit eigenwilliger Konstruktion in Stralsund.
Es wurde um 1820 auf den Fundamenten eines alten Hauses errichtet im ehemaligen Kanonenweg (dort befand sich während des 30-jährigen Krieges das Feldlager Wallensteins, von dem er seinerzeit vergeblich die Stadt belagerte) gebaut. Die Stiele des Fachwerks wurden, in rügenscher Arme-Leute-Bauweise, direkt auf das Fundament gestellt. Eine Schwelle gab es nicht.
Für die Ausmauerung der Gefache wurden Klosterformate aus der Dritt- oder Viertverwendung mit Lehm vermauert.
Da es im Haus Schwamm gab, bestanden Bedenken mit einer Luftschicht. So wurde eine verlorene Schalung mit Lehmmörtel verfüllt. Die dann installierten Heizleisten trockneten dann nicht nur sehr schnell die Konstruktion, sie überzeugten mich seinerzeit auch von Heizleisten an sich.



Hier das Ergebnis einer solchen Konstruktion:





---Forenreferenz-----------
Kondensat an der Fensterinnenseite -
in unserem Haus haben wir eine Erscheinung die ich sonst nur aus Altbauten kenne. An der Innenseite der Fenster bildet sich oft Kondensat. Unser Haus ist ein Fachwerk Neubau, ausgefacht mit Leichtlehmsteinen, an den Außenwände eine Leichtlehmvormauer 2DF und Außen mit 6cm Holzweichfaserplatten gedämmt. Die Fenster haben (sofern ich nicht irre) K = 1,1. Laut Berrechnung hat die Wand einen schlechteren k-Wert als die Fenster. Beheizt wird das ganze mit Wandheizung. In unserem Haus stehen obendrein noch jede Menge Grünpflanzen rum. Ich habe zwar eine Vermutung woher die Kondensatbildung kommt, sicher bin ich aber nicht. Falls jemand eine Idee hat woran das liegen kann, immer her damit.

Harry Unger mehr ...
----------------------------------





Der Ingo



@Ingo Rhein



Aus meiner Sicht enthält der Beitrag mehrere sachliche Fehler:
- bei einer Innendämmung mit Holzweichfaserplatten ist keine Dampfsperre sondern lediglich eine Dampfbremse erforderlich. Das ist etwas völlig anderes. Ich gebe allerdings zu, dass eine Innendämmung keine einfache Angelegenheit ist und eine gute Planung und Ausführung voraussetzt.
- Luftundichtigkeiten bereiten immer Probleme nicht nur in einer gedämmten Konstruktion
- Eine mit 6 cm Holzweichfaserplatte gedämmte Wand hat auf keinen Fall einen schlechteren Dämmwert wie ein Fenster. Alleine die Dämmplatte erreicht bereits einen Wert von höchstens 0,75 W/(m²K). In der Wand wird sich ein Wert von weniger der Hälfte der Fenster ergeben, die vermutlich ein Glas von 1,1 also einen Wert U-Fenster von ca. 1,3 W/(m²K) einhalten werden.

Wandflächenheizung oder auch Fußleistenheizung kann auch ich nur empfehlen. Ob ich die eingebrachte Wärme dann aber durch eine vielleicht 14 oder 16 cm starke ungedämmte Fachwerkwand in den Vorgarten ableiten möchte? Ich weiß nicht.

@Florian Kurtz
Wo und in welcher Form haben sich die alten Konstruktionen bewährt? Das so pauschal in den Raum zu stellen halte ich für gewagt. Ich könnte genauso pauschal sagen: Die alten Häuser verbrauchen Energie in einer Größenordnung, die wir uns heute nicht mehr leisten sollten. Sie sind unbehaglich und zugig und wer hat schon eine Wandflächenheizung. Und ich weiß noch, dass meine Mutter mich mit Wollmütze ins Bett gebracht hat, weil die Schlafräume gar nicht beheizt waren.
(In diesem Zusammenhang ohne genaues Hintergrundwissen von Bad Reichenhall und Katowitz zu sprechen, halte ich, angesichts der menschlichen Schicksale für geschmacklos)

@Felix König
Ist das Gebäude kein Denkmal, kann man sich mit einem Nachweis der Unwirtschaftlichkeit von den Vorgaben der EnEV befreien lassen. Ob das gelingt? Warum auch!
Ich halte es allerdings, bevor man derartige Entscheidungen trifft für sehr sinnvoll, vorher eine Energieberatung durchführen zu lassen. Meistens werden ja noch andere bauliche und technische Veränderungen vorgenommen, die dann möglicher Weise die Forderungen am Einzelbauteil erheblich herabsetzen.



@ Fred!



Es ist eben doch egal, ob Sie sich eine Tüte aus Plastik oder Pappe über den Kopf ziehen!

Ich weiß sehr wohl, wo der Unterschied zwischen Dampfbremse und Dampfsperre liegt. Aber das ist Zahlengeplänkel.

Wenn Sie mit leichten Baustoffen dämmen, müssen Sie den Wasserdampf daran hindern in die Konstruktion zu gelangen!
Oder?
Ob das Mittel dafür dann Dampfbremse oder Dampfsperre heißt, spielt für das Wohnklima doch eine untergeordnete Rolle!


Was gute Planung und Ausführung betrifft, möchte ich gern glauben, daß Sie das richtig machen und auch mit Firmen arbeiten die Ihre Vorgaben richtig umsetzen.

ABER:
In der Realität wird es kaum möglich sein, alle Projekte auch nur diesen Forums von Ihnen oder anderen verantwortungsvoll planenden Ingenieuren begleiten zu lassen. Abgesehen davon klingt auch diese Frage nach: "Wie kann ich das selbst günstig und trotzdem richtig machen?"
Das sind die Realitäten.
Auch werden auf dem Bau IMMER Fehler gemacht. Auch sorgt der Bewohner später selbst mitunter für Bauschäden, etwa durch in die Luftdichtigkeitsebene geschlagene Nägel oä.

Verzeihende Bauweise ist Teil des richtigen Bauens.
Einfach - übersichtlich - dauerhaft - homogen.



Ich will verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Resourchen gar nicht in abrede stellen.
Aber sparen, koste es was es wolle, ist wohl nicht der richtige Weg, zumal die Ergebnisse der Dämmstoffhysterie überall augenscheinlich werden.
Ich denke man kann es sich nicht leisten mehr Geld auszugeben, als man hat!
Und einer eventuellen Energieeinsparung bei den Heizkosten stehen immer Mehrkosten für aufwendige Konstruktionen, Schadensbehebung bei Fehlern und späteren Entsorgungskosten gegenüber.


Abgesehen davon; was ist uns denn unsere Gesundheit wert?

In trockenen ausreichend mit Frischluft versorgten Häusern lebt es sich besser. Garantiert!


Mit den besten grüßen von der Ostsee


Der Ingo


Foto:
Ich habe auf meinem Weg zur Arbeit diesen Schnappschuß gemacht.
Das Haus wurde im vergangenen Jahr energietechnisch auf Vordermann gebracht!
Hier sieht man ein erstes Ergebnis.
Im Sturzbereich kondensiert das Wasser aus der Rauminnenluft.
Grund sind falsche Fenster und die Dämmung. Die Außenwand wird nicht mehr warm gehalten, so steht dort das Wasser.
In Zukunft wird diese Stelle schwarz wie nach einem Wohnungsbrand werden.
Abgesehen davon, daß der Sturz auch stark auskühlen wird.
Dadurch ist der Gammel nicht nur an der Außenseite der Wand, sondern auch innen. Zuerst an der Laibung, später auch schön verteilt in den Ecken, immer dort wo viel Wand mit wenig Luft von der Luftheizung in Berührung kommt. (übrigens hilft dagegen hervorragend eine Heizleistenanlage)
Ich werde das Bild mit der schwarzen "Rauchfahne" nachreichen.



Dämmung bringts!



Hallo Fred!
berechnen Sie ruhig weiter und glauben Sie gerne daran!
Ich mach es nicht!
Auch das Gleichnis der Energieverschwendung der "Altvorderen" kann ich so nicht gelten lassen - Die Summe wird nach dem gesamten Schlussstrich gemacht!
Wir verbrauchen doch schon bei der Herstellung diverser Dämmmaterialien und deren Verschickung mehr Energie, als dass wir sie einsparen können. Durch Suventionen niedrig gehaltene Transportwege, etc. bla bla ..

Berechnen kann man alles - auch Holzleimbinder, Taupunkte etc. Die Wirklichkeit schaut aber ganz anders aus! Leider!

FK



Nicht doch Florian



bitte nicht bla, bla, bla ...
Wenn die Energieeffizienz von Dämmstoffen nicht gegeben ist, können sie das sicher belegen. Aber nein rechnen geht ja nicht, denn rechnen ist glauben und nicht rechnen ist wissen ... oder hab ich da was falsch verstanden (*ggg*)?



Hallo Ingo



Es gibt natürlich einen Unterschied für das Raumklima zwischen einer Dampfbremse von 2 1/2 m und einer Dampfsperre von 100 m.
Verzeihende Bauweise ist ein gutes Schlagwort. Das ist einer der Gründe, weshalb ich mich an die Naturbaustoffe halte. Und auch die Gesundheit liegt mir sehr am Herzen. Dazu gehört dann aber auch, dass ich schon in vielen alten zugigen und schimmeligen „Hütten“ gewesen bin, denn auch in der Vergangenheit war nicht alles so gut, wie wir es uns in der Zukunft wünschen.
Der Schnappschuss ist gut. Er zeigt vor allem anderen ein extrem schlechtes Lüftungsverhalten der Bewohner (darf ich das Foto verwenden?). Der Planer hätte dies sicherlich durch eine andere Fensterempfehlung verhindern können. Aber vielleicht hat er es ja versucht, die Bauleute wollten aber nicht auf den Fachmann hören. Jedenfalls kann eine angewärmte Außenfassade nicht die Lösung des Problems sein und ich kann mir auch nicht denken, dass sie das ernst gemeint haben. Gegen Heizleisten habe ich wie bereits erwähnt fast gar nichts einzuwenden. Aber in diesem Fall hätten sie den Schaden nicht verhindert.



Und nun noch mal an Herrn Felix König



ich empfehle die gleichen Produkte wie die Herren Mühle, Rhein und Kurtz. Allerdings halte ich eine Energieberatung und im Anschluss die Planung einer entsprechenden Gebäudetechnik und einer entsprechenden Dämmung für die gute Lösung, die die Bedürfnisse der Menschen im Haus und das Bedürfnis einer möglichst wenig belasteten Umwelt miteinande in Einklang bringen kann.



Danke



Dir Fred erst einmal Danke für die nette Fachunterstützung.
Die Frage ist doch immer, aus welcher Blickrichtung man die gesamtenergetischen Betrachtungen führt.
Ob nur für sein zu sanierendes oder zu bauendes Gebäude, die Herstellungskosten aller zum Einsatz kommenden Dämmstoffe bzw. Materialien?
Der eigentliche Faktor, so wäre unsere Positionierung, ist die bauphysikalische Gebäudebetrachtung.
Diese sollte nach den ausgewählten und ausgeführten Maßnahmen eine langanhaltende Funktion sicherstellen und dazu eben eine gute Auswahl der Produkte finden.
Daraus läßt sich aber nunmehr ableiten, daß die Naturbaustoffe wesentlich besser funktionierende Eigenschaften aufweisen, weil sie eben bauphysikalisch betrachtet nachhaltiger sind (sorptionsfähig, feuchtespeichernd, natürlicher Holzschutz etc.!).
Die Auswahl soll und kann nur der Gebäudeeigner tun, weil nur er seine eigenen Ansprüche genau definieren kann.
Als Fachbetriebe können wir die Kundschaft begleiten, doch zwingen sollte man sie nicht!
Wenn man vernünftig argumentiert, aufzeigt, erklärt, berät und nachweist, bleibt für die Entscheidungen nachher sowieso fast nur noch die natürlichen Baustoffe übrig.

Grüße Udo