Aufspritzdämmung?

18.08.2008



Hallo,
hat jemand hier schon einmal von einer Aufspritzdämmung auch für schwierige Kellerdecken gehört wie sie die Firma COGITO auf ihrer Website beschreibt (www.cogito-gmbh.de/kellerdeckendaemmung.php)? Wenn ja, was haltet Ihr davon? Gruß, Britta



Dämmung Kellerdecke



Nun, das kommt ganz darauf an.
Welches Deckenmaterial, welcher Zustand, welcher Zweck soll erreicht werden, welche Nutzung des Gebäudes liegt vor, spielt der Preis und die Zeit eine Rolle, ist Eigenleistung gewünscht?
Was halten Sie denn davon?

Viele Grüße



Keine Angaben



über die Wärmeleitgruppe, keine Informationen über Materialzusammensetzung.
Ausserdem hängt die Wirksamkeit einer Dämmung von der gesamten Konstruktion der Decke ab. Unter Umständen kann diese völlig wirkungslos sein. Das lässt sich aber nur vor Ort feststellen.
MfG
dasMaurer



Danke für die Antworten,



vor allem die zweite war hilfreich. Gruß aus Berlin.



"Kann völlig wirkungslos sein"



Das gibt mir zu denken. Vom Keller aus beginnt unsere Deckenkonstruktion mit den üblichen Schilfmatten als Putzträger und dahinter ist erstmal ein Hohlraum von ca. 6cm. Kann es sein, dass es aufgrund dieses Hohlraumes im EG weiterhin ziehen wird, auch wenn ich unten Dämmmaterial aufbringe? Am liebsten würde ich ja in diesen Hohlraum Zellulose einblasen lassen, aber eine Firma in unserer Region meinte, dass wäre zu schwierig.



Dämmung



Moin zusammen
Diese Dämmung habe ich bei einem Nachbarn von mir gesehen. Ist eine Stahlhalle zur Lagerung von Kartoffeln. Hat man sogar über die großen Tore gespritzt. Nachher mit einem Messer die Fuben nachgeschnitzen um die Tore zu öfnen. Wenn ichs richtig weis ist die Sache difusionsdicht.
Gruß Jürgen



Moin Britta,



erfahrungsgemäss kann ich sagen, dass es bei Altbauten unmöglich ist, für nachträgliche Wärmedämmung irgendwelche Verfahren zu empfehlen. Man muss das vor Ort entscheiden, welche der ungezählten Möglichkeiten sinnvoll sind. Oft muss man verschiedene Dinge kombinieren, um eine sinnvolle, funktionierende und für die Bausubstanz unschädliche Lösung zu finden.
MfG
dasMaurer



Nochmals



vielen Dank für alle Antworten auf meine Fragen.



Erst einmal zur Dämmung



Wir haben bereits Erfahrung mit Mineralaufspritzdämmung auf massive Kellerdecken.
Mittels einer Fördermaschine wird leicht zementierte Mineralfaser vor Ort gefördert und dort beim Austritt mit Wasser benetzt. Damit entsteht eine aufbaufähige Dämmschicht von mind. 7 - 8 cm. Nachher wird diese noch leicht Feuchte Masse mit einer Andruckwalze planeben abgerollt. Das damalige Material ist uns leider nicht mehr bekannt (waren ja nur Mitarbeiter gewesen!).
Doch baugleich ist nachfolgender Link zu nutzen.
http://www.kematherm-borna.de/

Aus Ihrer Betrachtung heraus ist es aber eher nicht empfehlenswert, da es sich um eine Holzbalkendeckenkonstruktion handelt. Hier sollte eher über eine gute fachliche vor-Ort-Begehung die entsprechende Lösung erarbeitet werden.
Die Mineralfaserdämmung ist eher für massive (Ziegel, Betong, Stahl und Beton) Decken geeignet.

Handwerklicher Gruß

Udo Mühle





Vorteile der Spritzdämmung;
-Fugenlose Dämmschicht!!
-schnelles Applizieren
-Schichtdicken bis 100mm in einem Arbeitsgang
-sofort nutz bzw. überarbeitbar
-gute Dämmwerte(Materialabhängig)
-Lösemittelfrei, B1

größter Nachteil;
-keine UV-Beständigkeit!
Daher muß bei Sonneneinwirkung eine Deckschicht aufgespritzt werden und diese ist absolut Diffusionsdicht, heißt hier Konkret das eine Bitumenbahn daneben wie ein Schweizer Käse wirkt!

gruß jens



Jedes kleine Kellerfenster



lässt da wohl zuviel Sonnenlicht durch, zumal die bei uns recht hoch sind. Ist das richtig?





Missverständnis, gemeint ist direkte Sonneneinstrahlung über viele Stunden.
Damit ist das Aufspritzen auf Dächer gemeint!
Hier muß in jedem Fall eine Dicht und UV-Schutzschicht aufgespritzt werden.
In Deinem Keller ist das nicht notwendig!

Du solltest aber einen Zulassungbescheid für den Schaum verlangen!

gruß jens