Aufsparrendämmung ausgeführt + Zwischensparrendämmung geplant

06.03.2005



Im Rahmen einer Neuendeckung wurde das Dach mit einer Aufsparrendämmung (80 mm Linitherm PAL N+F mit Alukaschierung )komplett isoliert. Die Dämmplatten wurden direkt auf den Sparren verlegt, d.h ohne Holzschalung. Da das Dachgeschoß nunmehr ausgebaut werden soll, ist geplant, zwischen den Sparren zusätzlich zu dämmen. Letztendlich bieten sich mir zwei Alternativen : Mineralwolle oder eine Zellulosedämmplatte.

Meine Fragen :
1.Welche Vorteile / Nachteile der beiden Dämmstoffe ?
(in Verbindung mit vorhandener Dämmung)

2.Ist die Zwischensparrendämmung anliegend an die Aufsparrendämmuung zu verlegen? Die Sparrenhöhen sind ausreichend, so daß auch ein Luftspalt zwischen beiden
"Dämmebenen" möglich ist

3.Dampfsperre oder Klimamembran (Isover), oder garnichts ?

Kurzum , wie ist der fachmänisch richtige/sinvolle Aufbau? ( Je nachdem welches Dämmmaterial zum Einsatz kommt und unter Berücksichtigung der vorhandenen Aufsparrendämmung.


Vielen Dank

Grüße Jörg



Neubau oder Altbau



warum soll zusätzlich gedämmt werden?

Das Problem sind nicht die Dämmstoffe die zusätzlich eingebaut werden sollen sondern die vorhandene PU-Dämmung und hier vor allem die Alu-Kaschierung. Damit habe ich bei weiteren Dämmassnahmen eine außen liegende Dampfsperre, was bauphysikalisch nicht zu vertreten ist. Eine Unterlüftung der vorhandenen Dämmung würde diese Dämmung unwirksam machen, wird also auch nicht in Frage kommen. Eine nun zusätzlich eingebaute innenliegende Dämmung ist auf ca. 60 mm (eher weniger)beschränkt, damit es nicht zu Feuchigkeitsproblemen kommt. Wird die Dämmung stärker ausgeführt, muss innenliegend eine mindestens ebenso starke Dampfsperre eingebaut werden wie die Alukaschierung der PU-Platten.

Mich würde einmal interessieren, was zur Auswahl dieser Platten geführt hat und welcher weitere Ausbau vorher geplant war, denn ich gehe davon aus, dass jemand der Zellulose einblasen lassen will nicht auf die Idee kommt PU-Platten aufs Dach zu legen.



Ökologische Baustoffe Andreas Breuer



Hallo Herr Walter,
mir kommt die Fragestellung bekannt vor. Durch die Alu Kaschierung haben Sie eine Dampfdichtheit hergestellt. Also
benötigen Sie eine bei Ihrem Bedarf eine Dämmung die sehr gut mit Feuchtigkeit umgehen kann, wie z.B. Homatherm oder Hanf.Desweiteren ist die Möglichkeit des Feuchterücktransportes zu gewährleisten. Ich werde mich um eine Berechnung für Ihren Fall kümmern.
MfG Andreas Breuer



Aufsparrendämmung ausgeführt + Zwischensparrendämmung geplant



Danke Für die schnelle Antwort. Dies hatte ich mir schon gedacht/befürchtet.
Die Entscheidung für die PU-Dämmung ist wohl teils aus Unwissenheit, teils aus falscher Beratung zur damaligen Zeit gefallen.
Nun gut - nun muß eine Lösung gefunden werden.

Die zusätzliche Dämmung ( zwischen den Sparren ) soll natürlich eine Energieeinsparung bringen, da mir eigentlich 80 mm Linitherm nicht ausreichend sind.

Welche Spezifikation sollte die "erste" Dampsperre besitzen, damit Feuchtigkeit vermieden wird bzw. welche Alternativen bieten sich an ?

Danke

J. Walther