Fragen zur Außendämmung?

11.02.2006



Hallo,
ich hoffe es kann mir jemand Antwort auf meine Fragen geben.
Wir bauen unser Dachgeschoß aus. Der ganze Aufbau und die Wände bestehen aus Holz.
Für das Dach wollten wir eine Aufdachdämmung vorsehen (weil es eh neu gedeckt werden muß).
Nun meine Frage zu den Wänden: Der Aufbau besteht aus 2cm starken Holzbrettern, die auf der Außenseite von den Ständerbalken horizontal aufgenagelt sind. Die Ständerbalken sind 15 x 10 cm stark, in dem Abstand wie die Sparren von 60 cm. Wie kann ich die Wände am besten dämmen??? Mein Zimmermann sagte mir es reicht aus, wenn ich Klemmfilzdämmung und eine Dampfsperre auf der Innenseite anbringe. (Ich habe jedoch bedenken wegen der Außenfeuchtigket.)
Noch ein Anhängsel: Der Dachüberstand beträgt 1,5m.

Freue mich auf fachmännischen Rat der in diesem Forum
ja reichlich vorhanden ist.



Aussendämmung



sollte gut überlegt sein!

Sei schreiben: "Der ganze Aufbau und die Wände bestehen aus Holz"
Ist das ein Blockbohlenhaus?
Wenn dem so ist- warum soll das im Dach nicht auch so funktionieren?
Filze, Gespinste und Dämmmattenplatten sind m.E. nicht sehr gut dafür - da gibt es m.E. zu viel bauphysikalische Probleme!
Die Anschlüsse der Folien und die Details auf der Baustelle werden meist sträflich vernachlässigt und verdsagen dann irgendwann!

FK



Fassade mit hinterlüfteter Holzschalung



der vom Zimmermann vorgeschlagene Dämmaufbau mit innerer Dampfbremspappe ist bauphysikalisch machbar. Als Fassadenschutz vor Feuchtigkeit würde ich eine hinterlüftete Holzschalung empfehlen.Auch möglich wären Holzschindeln,Schiefer etc.



was ich



nicht verstehe ist die aufdachdämmung. wenn sie eh das gesamte geschoß in form einer "zwischensparren"dämmung dämmen, warum eine solche geldausgabe beim dach?
die paar wämrebrücken mehr machen es dann auch nicht fett.. und aufdachdämmung ist sehr teuer, ich hatte mir das alternativ anbieten lassen bei meinen ausschreibungen - autsch.
man muss ja nicht geld sinnlos in die landschaft pulvern.



Dämmung



Aufdachdämmung ist wie Bettina Ingenkamp schon schreibt eine teure Angelegenheit. Dieses Geld würde ich lieber in gute Materialien (Naturdämmstoffe) für die gesamte Dämmmassnahme stecken. Außerdem ist die erforderliche luftdichte Ebene bei einer Aufdachdämmung viel schwieriger herzustellen.
Was die Wände betrifft ist der Vorschlag des Zimmermanns nicht schlecht, aber mit anderen Dämmmaterialien und der von Klaus Schilling vorgeschlagenen Dampfbremspappe sowie einem äußeren Fassadenschutz. Das schöne ist der große Dachüberstand, der hier einen wirklich guten Aufbau möglich, aber eine Aufdachdämmung auch um einiges schwieriger macht.
Wie Florian Kurz schon schreibt, ist besonderes Augenmerk auf die Anschlüsse der verschiedenen Schichten zu richten. Das diese Dingen ein besondere Aufmerkmerksamkeit verlangen ist kein Grund darauf zu verzichten, da es keine wirklich vergleichbaren durchführbaren Alternativen gibt. Ratsam ist es hier eine fachlich geeignete Person für die Ausführungsplanung und Überwachung an die Baustelle zu holen. Wenn Florian Kurz von der Verwendung von, wie er immer schreibt, "Filze, Gespinste und Dämmmattenplatten" abrät, mache ich hier einen Unterschied zwischen den Standard Baumaterialien wie Mineralwolle, Styropor und den Naturbaustoffen. Mit den letztgenannten Materialien lassen sich gute, langlebige Dämmkonstruktionen herstellen, da diese Materialien hierfür die richtigen bauphysikalischen Eigenschaften mitbringen.