Innenwanddämmung eines Blockbohlenhauses

07.08.2008



Hallo liebe Community,

nachdem ich mich durch einige Foren gelesen habe und feststellen musste das sehr viele individuelle Meinungen zum Thema Innendämmung bestehen, bin ich nun etwas verunsichert, was mein Vorhaben angeht.

Ich habe vor einiger Zeit ein Blockbohlenhaus (BJ 1979; Blockbohlenstärke 7 cm) erworben und möchte dieses von innen dämmen. Dabei hatte ich an folgenden Aufbau gedacht:

- Blockbohlen (7 cm)
- Mineralwolle (18 cm)
- Dampfsperre (Isover, feuchtevariabel)
- Konterlattung (3 cm stehender Luftraum)
- Heraklith (2,5 cm; Wand- u. Deckenseitig; zementgebunden)
- Wandheizung
- Lehmputz (3 cm)

Was meint Ihr zu meinem geplanten Aufbau? Gibt es hier Aspekte die ich nicht berücksichtigt habe, bzw. Folgeschäden verursachen könnten?

Für Euren Rat wäre ich dankbar!
Gruß Thomas



Wie



hört sich das an:

Blockbohle
Putzfähige Weichholzfasderplatte z.B. 10 cm
Wandheizug
Lehmputz

Grüße Gerd



Wie hört sich das an :-)



Ich finde auf jeden Fall besser, Gerd.

Thomas, laß die Experimente mit Innendämmung aus Mineralwolle und Klimamembran.

Gruß Patrick.



Was ist daran Falsch?



@Patrick
Sei bitte so nett und sagt mir warum es sich dabei um ein "Experiment" handelt? Welche Gefahren bestehen bei dem genannten Aufbau?

Momentan sieht der Wandaufbau wie folgt aus ...
Blockbohle (7 cm)
Glaswolle (7 cm)
Holzverkleidung (1 cm)
Habe bereits Zimmer entkernt und konnte keinerlei Schäden feststellen.

@Gerd
Wie sieht es bei deinem Vorschlag ...
- Blockbohle
- Putzfähige Weichholzfasderplatte z.B. 10 cm
- Wandheizug
- Lehmputz
... mit der Wärmedämmung aus? Reicht dieser Aufbau wirklich aus?



Blockbohlenhaus



Hallo,

bei der Beschreibung "Blockbohle 7 cm, Bj 1979" muß man ja mal nachfragen, also:

Ist das Haus
- ein Geräteschuppen ?
- ein Haus, das dem dauernden Aufenthalt von Menschen dienen soll ?
- soll es niedrige Innentemperaturen haben 17-19 Grad
- soll es normale Innentemperaturen haben > 19 Grad ?

Was genau wird die Nutzung sein ?

Grüße



Grund der Nutzung ...



Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Ferienhaus, das jetzt als Wohnsitz dienen soll.

Es soll im Sommer möglichst kühl und im Winter warm, bzw. mit einem geringen Wärmeverlust versehen sein.



@Thomas



Wofür soll der Aufbau reichen?

Auf jeden Fall erstellst Du so eine Konstruktion mit kleiner Schadensanfälligkeit, und hoher Behaglichkeit.

Die Baustoffe haben eine hohes Trocknungspotential, durch die Wandheizung wird die Oberflächentemperatur auf allen Flächen angehoben.

Grüße Gerd



Das könnte dann ja auch erklären...



...warum der Aufbau bis jetzt funktioniert hat. Weiter waren die 7 cm Glaswolle ja auch nicht die Riesendämmstärke und das Holz nach außen hat ja auch eine nicht sooo schlechte Dämmwirkung.
Eine Erhöhung auf 18 cm Miwo mit allen entsprechenden etwaigen Schwachstellen halte ich für sehr fehleranfällig. Ich kann mich mit einer solchen Dämmung nur in den Dachschrägen anfreunden, weil man dort in der Regel sauber andichten kann. Aber bei Wänden geht es schon mit den Deckenanschlüssen los. Außerdem ist bei einem Dach die Dämmung hinterlüftet (USB, dann Konterlattung, Luft Ein- und Austritt an Trauf/First). Das fehlt bei deiner Konstruktion und erhöht die Gefahr bei Fehlern.
Wenn dann noch der entsprechende gestiegene Feuchteeintrag durch eine Dauernutzung kommt, wäre ich sehr skeptisch.
Dann auf jeden Fall lieber Gerds Vorschlag, der weitaus fehlertoleranter und schadensunkritischer ist.

Gruß Patrick.



Um ein gesundes Raumklima zu schaffen, eignen sich Lehmbaustoffe



sehr gut. Falls statisch machbar, würde ich eine 6cm dicke Lehmplatten-Vorsatzschale mit Zwischendämmung ca 8-10cm empfehlen.
Wenn Sie eine mit Dampfbremsfolie geschützte Mineralwolldämmung einbauen,schaffen Sie ein sehr ungesundes Barackenklima.



Die Gerd Meurer'schen Vorschläge



Die Lösungsvorschläge von Gerd Meurer teilen wir ebenfalls.k
Doch die nachfolgenden Antworten lassen uns zu etwas nachdenlicheren Lösungsfindungen suchen.
Wir würden innenseitig homogene Massivlehmschalen einsetzen, soll heißen, dass eine Lehmsteinebene vorgeblendet wird.
Wie und welche Detailausbildungen erforderlich sind, muß eine genaue vor-Ort-Analyse zeigen.
Wir stehen gern zur Lösungsfindung mit bereit.

Handwerklicher Gruß
Udo Mühle