Neue Holzdeelen im Erdegeschoss verlegen - Problem Isolation

01.08.2007



Wir haben im Erdgeschoss die alten Deelen entfernt. Es befinden sich dicke Eichenbalken auf großen Sandsteinblöcken gut 70cm über dem Erdboden.
Meine FRAGE: Wie kann ich eine Wärmedämmung vornehmen?
Habe Befürchtungen, dass ohne Dämmung die kalte Luft unter den Bodenbrettern durch die warme Raumluft kondensiert, es zu Fäulnis kommt.



Gucken sie mal im Netz ...



unter Glasschotter. Das könnte etwas sein ...



moin,



70cm Dämmung einbringen wär nicht so doll ,hm ? Also als Vorschlag : Die Balkenwischenräume schließen - nach unten mittels Fehlboden , Dämmung rein ,
Dampfbremse von oben und wieder Fußboden drauf .
Viel Erfolg Jürgen Kube

ps. EnEv beachten



70 cm Dämmung ...



da habe ich nicht aufmerksam gelesen! Entschuldigung!

Das ist natürlich zu viel. Andererseits kann man evtl. doch darüber nachdenken ... Schaumglasschotter ist nicht so wahnsinnig teuer (ca. 70-90 Euro/m³). Mit den ganzen Eigenschaften - kapillarbrechend, dämmend uva. spart man sich viele Arbeitsgänge. Die Frage ist, ob man die ganzen 70 cm aufffüllen müßte oder besser eine Luftschicht beläßt.

Vom Arbeitsaufwand her ist es in jedem Fall schneller ein Schüttgut einzubringen, als mit Fehlboden etc. zu arbeiten. Preislich müßte man vergleichen. Funktionieren müßte es jedenfalls ganz gut.

Also doch Glasschotter?
Was sagen Sie zu den Überlegungen Herr Kube?



kömmt ..



auf die Stärke der Balkenlage an : paar latten an die Balkenunterkante , Schalung und Rieselpapier druff und dann dat ganze mit Zellulose auspusten , ist denk ich günstiger als , mal grob geschätzt bei nem kleinen Haus 50 m³ was auch immer einzuschütten .. zumal die Selbermachquote hoch liegen wird ..
Gruß Jürgen Kube



Bei dem Aufbau ...



hätte ich dann aber doch ein ungutes Gefühl. Wenn die befürchtete Feuchtigkeit sich nun einen Weg in die Zellulose sucht.

Da könnte man bei dem Aufbau AUCH Glasschotter nehmen (statt der Zellulose) - Nein, ich bin kein Glasschottervertreter :-)

Ich bin nur Glasschotteranwender und muß sagen: Hut ab vor diesem Baustoff!!!

Aber insgesamt klingt der Aufbau (paar latten an die Balkenunterkante , Schalung und Rieselpapier druff und dann dat ganze mit Zellulose auspusten) nicht zu kompliziert. Das ist sicherlich auch machbar.

Also Herr Brandt,was sagen sie?

Noch eine Frage - wie war der Aufbau früher realisiert? Mit einer belüfteten Luftschicht? Gibt es irgendwelche Feuchtigkeitschäden an den Balken?





Dank für die Tipps!!!

Die unisolierten Holzdeelen waren gut von unten belüftet. dann wurde vermutlich in den 80iger Jahren Spannverlegeplatten + Teppichboden verlegt u. damit die Luftcirkulation unterbrochen.

Fazit: Deelen teils faul, teils wurmstichig. Einige Balken sind ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, müssen teils ausgetauscht werden.

Neue Frage:

Die Balken sind alle von den Maßen völlig unterschiedlich, teils von unten rundlich. Das Anbringen einer ordentlichen Lattung + Einbringen eines Bodens für eine Schüttung ist fast unmöglich.

Kann ich eine Lattung anbringen, evtl. auch Drahtbespannung (grüner Zaundraht)wenn in welchem Abstand, Dämmwollplatten auflegen und anschließend eine Dampfsperre auf die Balken bringen?

Wenn ich ebenfalls unter den Böden zu den Außenwänden eine Belüftung (vergittertes Loch) schaffe müsste das Feuchtigkeitsproblem doch geregelt sein.



Das ist aus der Ferne nur schwer zu beurteilen - ich mache trotzdem mal einen Versuch



Die Balken sind alle von den Maßen völlig unterschiedlich, teils von unten rundlich.
--> dazu hätte ich ja gerne ein Bild. Da kann man sich das besser vorstellen ...

Ob der Zaundraht lange lebt hängt ganz entscheidend von der Feuchtigkeit ab, die sich darunter ansammelt. Ich würde es nicht mit Zaundraht machen. Es ist für mich nur schwer vorstellbar, dass man mit Holz keine vernünftige Konstruktion hinbekommen kann. Wie wäre es, wenn Sie Kanthölzer senkrecht an den Balken befestigen und an diesen dann einen waagerechten Fehlboden ...
Auch wichtig ist, dass der Dämmstoff mit Feuchtigkeit "gut umgehen" kann. Wenn es Dämmmatten sein sollen fällt mir da zuerst Hanf ein. (Es gibt auch Hanf-Stopfwolle ohne irgendwelche Zusätze).

Eine Belüftung über ein vergittertes Loch scheint mir nicht ausreichend zu sein. Sie schreiben ja, dass es genug Feuchtigkeit gab , um die Balken anzugreifen. Das wird über ein vergittertes Loch nicht abzuleiten sein. (es sei denn sie machen es 1mx1m ;-)) Andererseits haben sie relativ viel Raum auf den sich die Feuchtigkeit verteilen kann ...!

Grundsätzlich müßten Sie sich für eine von zwei Varianten entscheiden. (Oder gibt es mehr?)

1. Variante: Abdichtung gegen Feuchtigkeit von unten.
2. Variante: Komplett diffusionsoffener Aufbau.

(Wobei es bei der 1. Variante nicht Schaden würde, wenn über der Abdichtung auch diffusionsoffen gearbeitet wird.)

Da herrschen "Meinungskriege" und jede Seite hat für Ihr Produkt die entscheidenden Vorteile auf Ihrer Seite ...

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Feuchtigkeit die abgeleitet wird, (diffusionsoffen) weniger Chancen hat etwas zu schädigen. Somit ist für mich ein diffusionsoffener Aufbau wichtig. Ob es jetzt schädlich ist darunter abzudichten oder nicht, muß man vielleicht im Einzelfall betrachten.



Dank für die Antwort



Hallo Herr Klocke,

Dank für Ihre Antwort!!! Ihr Tipp klingt sehr kompetent.

Ich würde sehr gerne den Weg einer schnelleren Kommunikation einschlagen. Wären Sie damit einverstanden?

Meine E- Mail: gebra@teleos-web.de

Vielleicht könnten wir dann Telefonnumern austauschen? Ich würde Sie sehr gerne dazu anrufen und im Vorfeld Bilder schicken.

Viele Grüße

Gerold Brandt