Ober- undDachgeschossausbau Boden-/Wandaufbau/Dämmung

22.01.2011



Hallo Bauprofis,

ich beabsichtige im Haus meiner Eltern einen Teil des
Hauses auszubauen (1.OG und DG). Im OG müssen die Fußböden erneuert werden. Eine Garage und Werkstatt ersteckt sich darunter. Im Moment sind alte Dielen mit Kanthölzern und Schlacke auf der Betondecke. Ein Großteil (Flur, Küche, Bad) soll gefliest werden. Das Wohnzimmer soll einen Boden mit Sichtdielen erhalten.
Nun stellt sich uns die erste Frage, der Bodenaufbau. Für den Dielenboden würde ich analog zum bisherigen Aufbau Kanthölzer und Dämmung machen (welche ökologische Dämmung bietet sich an?).
Die zu fliesenden Böden sollen ebenfalls eine Dämmung und einen entsprechenden Untergrund zum Fliesen erhalten. Bodenaufbau zB Holzweichfaserplatten und darauf Trockenestrich. Die Gesamthöhe sollte am Ende 10 bis 10,5cm betragen.
Das Dachgeschosses. Das Haus wurde 1953 in zwei Abschnitten errichtet, sodass zwischen den beiden Hälften eine Wand mit Durchgang ist.
Zu dem unteren Geschosse erfolgt die Trennung mit einer Holzbalkendecke und Schlacke dazwischen. Darauf ein Holzboden (sehr uneben). Das Holz soll runter und Rauspund oder Hobeldiele drauf. Darauf später Teppich.
Das Dach wurde vor ca. 8 Jahren neu gedeckt und hat außen eine diffusionsoffene Folie. Angedacht ist die Dämmung der Sparren (12cm tief) mittels Thermo-Hanf. Innenverkleidung soll mit 20er Lehmbauplatten erfolgen. Ist eine Dampfbremse zwischen Sparren/Dämmung und Lehmbauplatten vorzusehen?

Ein kritischer Punkt ist der Giebel und die Trennwand zu anderen Haushälfte. Der Giebel ist eine 24er Ziegelwand. Innen steht noch die Dachkonstruktion (14x14er Balken) davor. Mittels U-Wertrechner habe ich ermittelt, dass ich mit so ziemlich jeder Dämmstärke Tauwasser zwischen Dämmung und Ziegel bekommen würde. Daher mein aktueller Gedanke Kalksandstein vorzumauern um den U-Wert wenigstens etwas zu verbessern. Oder habt ihr Profis andere Vorschläge?

Kann man das so umsetzen? Gibt es eventuell sinnvollere/effektivere Aufbauten etc. Bin auf eure Tipss und Hinweise gespannt.
Vielen Dank schon einmal.
Martin



Dämmung



Hallo,
die erste Frage, die sich mir dazu stellt: ist die Werkstatt noch in benutzung? Wenn ja, könnte ein entfernen der Schlacke und ersetzten durch Dämmstoffe eventuell zu unangenehmen Schallweiterleitungen führen. Wenn dies kein Problem ist, würde ich die bisherige Lösung für den Aufbau der Dielenböden verwenden. Als Schüttdämmung bieten viele Hersteller möglichkeiten an, z.B. Korkgranulat, oder Blähperlit usw. Für den Bodenaufbau der zufliesenden Flächen würde ich dann einen ähnlichen Aufbau wählen: Trockenestrichplatten auf druckfester Schüttdämmung. Brauchbare alternative zu den Trockenestrichplatten ist ein Gussasphaltestrich, der zwar etwas teuerer ist, aber im Einbau sehr schnell geht (natürlich nur durch Fachfirma)und den Vorteil hat, das er wenige Stunden später wieder begehbar und voll belastbar ist.
Für das Dachgeschoss: Dämmstärke 12cm ist sehr wenig, hier wäre zu überlegen, die Dämmschicht nach RAuminnenseite hin zu erhöhen. Ich würde hier wegen des Preises von der sehr guten Produkten der Firma Thermo-Hanf abraten und alternativen von Gutex, Homatherm oder Pavatex empfehlen. Von diesen Herstellern gibt es auch gute alternativen zur Innendämmung von Mauerwerk ohne Tauwasserausfallprobleme.
Lg Wolf