Dachboden dämmen bei Altbau von 1903

10.11.2006



Hallo, wir sind Besitzer eines Backsteinhauses von 1903, welches wir vor einem Jahr gekauft und saniert haben. Im 1.OG befindet sich über dem Kniestock ca 2,50m Dachschräge. Diese Schräge haben wir vor einem Jahr nach dem Standard Prinzip (Mineralwolle + Dampfbremse) gedämmt.
Nun steht der darüber befindliche Dachboden (Holzbalkendecke, Schilfmatten und Putz) noch aus. Ich bin aber mittlerweile der Meinung das sich alte Häuser und neue Baustoffe nicht vertragen und möchte nicht mehr zu Mineralwolle greifen.

Meine Frage lautet, ist es bedenklich das meine Dachschräge mit Mineralwolle, Dampfbremse gedämmt ist, und welchen Dämmstoff würden sie für den Dachboden (Zwischensparren) empfehlen?
In diesem Forum stieß ich auf Zellulose und Hanf. Wie verhält sich eigentlich Stroh?
Im Voraus vielen Dank für die Hilfe.
Viele Grüße
E. Fritsche



nehmen Sie Zellulose oder Hanf,



vergessen Sie Stroh als Zwischensparrendämmstoff (schlechtere Wärmeleitfähigkeit,höheres Gewicht, Brandschutzproblematik, Schädlingsbekämfung etc)



Dämmstoff blasen...



...oder als Bahnenware bzw. Plattenmaterial einbauen.
Eine gut ausgeführte Winddichtungsebene aus Baupapier sollte unbedingt mit beachtet werden.
Eine darüberliegende Kreuzlattung schafft dann den gewünschten Installationsbereich, auf dem die eigentliche Innenwand- bzw. eckenbeplankung erfolgt.

Grüße Udo





Ergänzend noch dazu, daß eingeblasene Dämmung Hohlräume besser ausfüllt und sich besser für Verformungen (wie z.B. oft in einem historischen Dachstuhl vorhanden) eignet.
Bahnenware lässt sich da nur schwerlich anpassen.
Diese sollte aber von einem Fachbetrieb eingeblasen werden, Eigenleistung ist dann nur begrenzt möglich, z.B. Einfüllen des Materials in die Maschine. Manche Firmen lassen sich darauf ein.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies