Dämmschüttung Jasmin - Erfahrungen im Fußbodenaufbau?

18.08.2021 aktivpassiv


Verbaue im Neubau einen Dielenboden auf Kreuzlattung.

Die Suche nach einem gut dämmenden und Wohngesunden Dämmstoff gestaltet sich als schwierig. Zellulose ist ein gewisser Standard und günstig. Enthält aber Flammschutzmittel. Kork hat kein Flammschutzmittel ist aber sehr teuer. Perlite stauben recht stark.

Nun bin ich auf die Jasmin Dämmschüttung gestoßen. Der große Vorteil aus meiner Sicht: kein Recycling Material (Innenraumanwendung), kein Flammschutzmittel.

Hat jemand Erfahrungen mit diesem Dämmstoff im Fußboden? Im Schadensfall wäre der Schaden bei mir groß da ich plane 200qm hochwertige Dielen dadrüber zu verlegen.

Danke!



Im Neubau,



also auf (ebener?) Basis, erscheint mir eine Kreuzlattung nicht unbedingt als die beste Lösung. Organische Dämm- und Füllschüttungen würde ich weiterhin meiden.

Hast Du auch über Alternativen nachgedacht? Holzweichfaserplatten mit zwischenliegenden Lagerhölzern sind aus meiner Erfahrung heraus die bessere Basis für hochwertige Dielen. Nebenbei wird der Boden auch wesentlich besser liegen. Mehr dazu gern, wenn's interessiert.

Wenn's denn unbedingt eine Schüttung sein muß, ist Blähton als Hohlraumschüttung die bessere Wahl, staubt auch nicht.

Wie eben ist der Unterbeton? Wieviel Aufbauhöhe hast Du?

Grüße

Thomas



KFW40 Dämmanforderung


KFW40 Dämmanforderung

Hi Thomas,

danke für die ausführliche Antwort!

Warum würdest du auf organische Schüttungen verzichten? Wegen Schädlingsbefall? Blähton ist OK aber die Herausforderung ist, daß ich KFW40 baue und eine gewisse mindestdämmung erzielen muss, ähnlich meiner Aufbauten anbei, das schaffe ich mit Blähton nicht.

Meine alternativen Bodenaufbauten schicke ich anbei, ich habe insgesamt 16cm zur Verfügung.

Ich hatte an verschiedener Stelle von dem Steico/Gutex System mit Holzweichfaser und Latten gelesen und dies als meinen Favorit gesehen. Habe allerdings Angebote von 3 Bodenlegern zwischen 110 und 150EUR nur für Ausgleichsdämmung + SteicoFloor. Im direkten Vergleich wurde mit Kreuzlattung für 60EUR mit Zellulose Dämmung angeboten. Die Betonsohle ist grundsätzlich eben, hat aber eine Toleranz von 1-2cm. Ein Bodenleger hatte erhebliche Bedenken angemeldet, dass das SteicoFloor auf der Ausgleichsdämmung dann überhaupt nicht eben aufliegt und er die Dielen nicht sauber Verlegen kann.



Bodenaufbau mit SteicoFloor


Bodenaufbau mit SteicoFloor

siehe anbei



Ein großer Vorteil der HWPl...



...ist die Tatsache, daß bei richtig ausgeführten HWPl - Aufbauten die Dielung vollflächig auf der HWPl aufliegt. Sie liegt so völlig hohlraumfrei und ist so solide abgestützt, daß ohne Stabilitätseinbußen eine 22mm Dielung anstatt der freitragend erforderlichen 28mm eingesetzt werden kann. Der Boden ist dennoch solider liegend und ruhiger als über Schüttung.

Für die von mir bevorzugte Steicotherm werden lt. Preisliste für 40mm 7,92€ und für 60mm 11,89€ netto aufgerufen. Das wären also rund 33€ brutto plus Lagerhölzer. Die profilierte Variante als Steicofloor ist auch nicht besser, nur teuerer. Der Nut/Federverbund bringt m.E. keine erkennbaren Vorteile, wenn die eingelegten Kanthölzer stark genug und gerade sind (KVH). Am liebsten nehme ich sogar Platten mit 20mm Stärke und verlege mehrfach überlappend.

Die Verlegung ist simpel und ohne weiteres in Eigenleistung zu stemmen.

Soweit vorher Unebenheiten auszugleichen sind, ist das vermittelnde Glattziehen mit etwas Ausgleichsmasse kein Hexenwerk. Das sollten die Unterbetonverleger gegen kleines Geld hinbekommen, es muß ja auch nicht auf den halben Millimeter genau werden.

Ein Problem gibt es freilich momentan, Holzweichfaserplatten haben gerade etwas längere Lieferzeiten, es wird vielleicht auch etwas teuerer. Aber ich denke, das wird sich bald zurechtrütteln.

Grüße

Thomas




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