Daemmung der Kellerdecke

03.06.2009



Sehr geehrte Experten,

wir haben Anfang der kommenden Woche unsere Eigentümer-
versammlung, auf der diesmal neben einer Gesamtrenovierung
auch umfangreiche Gebäudedämmungen diskutiert werden sollen.
Meine Frage an Sie wäre, ob es bei Wohngebäuden eine Pflicht
zur Dämmung der Kellerdecken gibt oder früher gegeben hat?
Besten Dank im voraus.
Mit freundlichen Grüßen Thomas Frommelt



Dämmung Kellerdecke



Nein.
Viele Grüße



EnEV 2013



Hallo

Ab der EnEv 2013 müssen auch in Bestandsimmobilien die Kellerdecken und die obersten Geschossdecken gedämmt werden.

viele Grüße



Wenn Dämmassnahmen,



dann mit einem Gesamtkonzept. Einzelne Bauteile dämmen, kann dazu führen, dass an anderer Stelle vorhandene Wärmebrücken verstärkt zum Tragen kommen und zu Kondenswasserproblemen führen können.
MfG
dasMaurer



Woraus leiten Sie - Herr Göbel, bei einem Altbau - diese Behauptung ab?



Hab ich da was nicht mitbekommen, dass dies auch für alle Altbauten Pflicht ist?



Wirtschaftlichkeit ist heute schon nicht mehr gegegeben!



In vier Jahren werden die meisten Menschen wissen, dass mit immer dicker werdenden Dämmdicken die Wirtschaflichkeit immer weiter auf der Strecke bleibt.
Im Jahr 2013 Kleben wir dann 20-25 cm Styropor auf die Außenwand, also ca. 40 cbm Sondermüll!
Die EnEV bitte immer bis zu Ende lesen, bis zu den § Ausnahmen und Befreiungen.
Da wird ausdrücklich die Wirtschaftlichkeit in der üblichen Nutzungsdauer (15 Jahre) verlangt.
Es gibt einfachste Möglichkeiten Energie einzusparen und das fängt an, am Heizkessel bzw. was hinter dem Heizkessel kommt!
Anbei ein Foto aus dem Kreis Hildesheim!
Schlimmer gehts nimmer!
Dicke Wände mit feinsten Formsteinen werden mit Styropor zugepappt und für immer zerstört!
Das ist die Zerstörung des traditionellen Maurerhandwerks!
Wer hält diesen Wahnsinn auf?
Als Erstes schafft es der Auftraggeber, wenn er diesen Unfug nicht zuläßt und beauftragt!
Freundliche Grüße aus dem Leinebergland
C.Jaskulski



@ Herrn Bromm



Hallo Herr Bromm,

Nach Aussage meines "Lieblingsernergieberaters" gibt es wohl einen Referentenentwurf im Bauministerium der das zum Inhalt hat.
Hier geht es wirklich um eine Nachrüstpflicht für Altbauten.

Naja , jetzt stehen ja erstmal Wahlen an:-)

viele Grüße



Nun ist heute alles möglich und machbar, leider erspart uns dies das Denken nicht



Ist alles was machbar ist - auch notwendig?
Wenn ich das alles - was ich auch machen könnte - den Menschen einrede, naja... lassen wir diese Diskussion.
.
Das Bild von oben sagt doch alles.
Wie hoch sind denn hier die Kosten für die Mülltrennung und Entsorgung angesetzt?
Nach wieviel Jahren amortisiert sich das?



Nach meinen Informationen



betrifft die Nachrüstpflicht ausschließlich die nicht gedämmten obersten Geschossdecken beheizter Raume und der Stichtag hierfür ist der 31.Dez. 2011. Quelle ist die EnEV 2009, vom 29.April 2009, sie tritt am 1.Okt 2009 in Kraft.
Ich frage mich aber, warum soll man gerade Kellerdecken bei einer energetischen Sanierung ausschließen?
Zu Ausnahmen und Befreiungen wäre noch zu sagen, dass eine Amortisationszeit von 15 Jahren für technische Gebäudeausrüstungen gilt. Gebäude und Gebäudeteile und damit auch Dämmmaßnahmen habe eine wesentlich längere Amortisationszeit. Meines Wissens nach 40 Jahre und mehr. Diese Dinge müssen bei einer beantragten Ausnahme natürlich nachgewiesen werden.



Dämmmassnahmen in



dem von Ihnen beschriebenen Umfang wäre wohl ein Energiekonzept unter Mitwirkung eines Energieberaters sinnvoll.
Zuerst sollte das Gebäude von einem Unabhänigen Energieberater begutachtet werden, um fest zu stellen welche Massnahmen sinnvoll sind und welche nicht, ob Födermittel in Frage kommen oder nicht.

Die Kellerdecke wird bei einer energetischen Massnahme immer mit einbezogen

Bei einer Nachrüstverpflichtung ist auch mir nur die Nachrüstung von nicht gedämmten obersten Geschossdecken beheizter Räume bekannt.

Grüsse Thomas



Bin ja nicht der...



...Gegner von Polystyrol auf der Fassade, aber bei dem von Christoph gezeigtem Haus ist es echt schade drum.
Das nur am Rande, ich denke, die Frage von Thomas Frommelt ist beantwortet.

Gruß Patrick.

P.S.: Habt ihr euch die schön geformten Ziegel in den Laibungen genau angeschaut? Wer klebt auf sowas Styropor. Und wenn ich das sage, will das was heißen...Kretins.



Hier noch ein Detail



Danke Patrick für den Zuspruch.
Hier noch ein Foto was schmerzt und aufwühlt.
An der Türlaibung kann man sehen wie dick die Wand ist.
Es fragt sich nun wie das Detail der Laibung aussehen soll.
Entweder die Laibung wegstemmen oder die schöne Tür auswechseln, denn für die Platten ist kein Platz!

Nochmal zur Kellerdecke: Wo ist der Nachweis der Wirtschaftlichkeit? In Prozenten genügt nicht!
Grüße C.Jaskulski



Laibung wegstemmen



geht aus statischen Gründen nicht.
Und so´ne olle klapprige Tür passt sowieso nicht zu so einer "schönen" modernen Fassade.
Ich bau die gerne aus und hol sie ab ;-))).
Aber ernsthaft, solche Aktionen gehören bestraft.
MfG
dasMaurer



Was hat denn die geritten?



Kennst du die Besitzer, Christoph, oder war das nur im Vorbeigehen aufgenommen. Wenn es nicht gerade eine in viele Mietparteien zerfledderte Bude ist, bei der der Vermieter das irgendwie steuerlich geltent machen kann, sieht es nach Kohle der Besitzer aus (ergo auch Kohle für Heizenergie). Und entgegen einer 14 cm dünnen Fachwerkwand sind bei dem Steinhaufen ja nicht sooo viele unangenehme Kondensatecken zu befürchten, die eine Dämmung rechtfertigen. Wärmebrücken verteilen sich bei soviel Masse einigermaßen gleichmäßig in der Substanz.

Gruß Patrick.



Der Styroporteufel



Tja, dasMaurer, die Tür bleibt wohl die einzige Erinnerung an das schöne Haus.
Patrick, ich kenne die Besitzer nicht.
Allerdings war ich heute in der Nähe und es hat mich schon interessiert wie sich das "Detail Tür" entwickelt hat.
Siehe da, die Laibungen wurden mit EINEM ZENTIMETER Styropor versehen.
Pfusch ohne Ende!
Diese Bilder sollten auch Sie, Herr Frommelt und die Eigentümergemeinschaft aufrütteln, ganz genau zu prüfen was wirklich notwendig ist.
Nachdenkliche Grüße aus dem Leinebergland sendet
C.Jaskulski